16 Personalia
Auszeichnungen, Ehrungen...
logie und Management.
Weltweite Diskussionen löste die
987 zusammen mit H. Thomas
lohnson verfaßte Monographie:
‚Relevance lost: The Rise and Fall of
Accounting“ (in vier Sprachen übersetzt)
aus. Hier wird - mit zahlreichen
Fallstudien belegt - aufgezeigt,
daß die klassischen Kostenrechnungssysteme
von Großunternehmen
nicht mehr in der Lage
sind, den für die Unternehmenssteuerung
relevanten Informationsoedarf
zu liefern. Von dieser Analy-;e
ausgehend entstand die Konzepion
des Acivity Based Costing, an
ler Kaplan maßgeblichen Anteil
1a.
Das wissenschaftliche Gesamtwerk
von Robert S. Kaplan gab der
3etriebswirtschaftslehre, insbesondere
dem Fachgebiet Führungsyrientiertes
Rechnungswesen (Maı1agement
Accounting), in Forschung
und Praxis weltweit eine
Neuausrichtung. Seine von hoher
achlicher Originalität gekennzeichıete
wissenschaftliche Leistung lie-‚ert
das Instrumentarium zur Unterıehmenssteuerung
im Technologie:
ınd Wettbewerbskontext der Gejenwart.
Das von Kaplan maßgebich
mitentwickelte Activity Based
Zosting erlaubt es, das Problem der
Steuerung und Allokation der fixen
3emeinkosten unternehmensziel-<onform
zu lösen. Nicht hoch genug
ainzuschätzen ist der weltweite Ein-1uß
seiner Arbeit auf Theorie und
>raxis des Managements Zi
Neuer Ehrendoktor der Universität ist der Harvard-Wissenschaftler Robert S. Kaplan,
hier mit Rektorin Prof. Ziegler (Foto: Eppler)
Spitzenwissenschaftler ausgezeichnet:
Ehrendoktor für
Robert S. Kaplan
Die Ehrendoktorwürde hat der Senat der Universität Stuttgart
Professor Robert S. Kaplan von der Harvard University verliehen.
Jamit werden Kaplans Verdienste des von seinen deutschen Kollegen
als „weltweit führenden Spitzenwissenschaftler der Betriebswirtschaftslehre“
als Forscher und Lehrer auf dem Gebiet
des betrieblichen Rechnungswesens gewürdigt. Rektorin Prof.
Dr. Heide Ziegler überreichte die Auszeichnung am 28. Oktober
im Rahmen einer Feierstunde. Anschließend hielt der neue Eh-‚endoktor
einen Festvortrag zum Thema „A vision about the new
role for financial! manaaers”
Die Ehrendoktorwürde hat die
zidgenössisch Technische
Aochschule Zürich am 19. Nosember
Prof. Dr.-Ing. Jörg
Schlaich, Direktor des Instituts für
"ragwerksentwurf und -konstrukion,
verliehen. Der neue Titel, die
ierte Auszeichnung dieser Art für
len Stuttgarter Wissenschaftler,
vurde ihm „in Würdigung seiner
eistungen als Entwerfer und Kon
itrukteur und in besonderer Aner-’ennung
seines Einsatzes zur Fördeung
des internationalen Austauiches
von Wissen und Erfahrung”
'erliehen. Außerdem wurde Prof.
;chlaich zum „Foreign Associa-'e”
der „National Academy of
ingineering“ der USA berufen
ınd zum „Foreign Member“ der
‚Royal Academy of Enginneeing“
in England ernannt
Robert S. Kaplan (1940 in New York
Sity geboren), studierte zunächst
Zlektrotechnik und erwarb 1963 den
3ärad eines Master of Science in
Electrical Engineering am MIT. 1965
erhielt er den Grad eines Ph. D. in
Iperations Research an der Cornell
University. Er wurde 1968 Assistant
Professor und 1971 Associate Professor
für Management Science an
der Carnegie-Mellon University.
Nach kurzer Zeit an der Chicago
University kehrte er 1973 zur Carnegie
Mellon University zurück, wo er
Dis 1991 Professor war. Bereits 1983
erhielt er einen Ruf an die Harvard
University. Hier wirkt er seit dieser
Zeit als Arthur Lowes Diekinson
7rofessor of Accounting an der Har-‚ard
Business School. Kaplans Puılikationsliste
ist außerordentlich
mfangreich. Er hat u.a. sechs Moj1ographien
(mit-) herausgegeben
zw. (mit-) verfaßt. Sein Buch „Ad-‚anced
Management Accounting”
‚ehört zu den meistverbreiteten
extbooks in den USA und wurde
389 ins Japanische übersetzt. Diees
Lehrbuch, aber auch alle andean
Veröffentlichungen, sind durch
as Bemühen gekennzeichnet, die
ıeoretische Analyse und deren
raktische Umsetzung zu integriean.
Viele der Veröffentlichungen
)ehandeln Kostenrechnungsprobleı1e
an der Schnittstelle von Techna
Martin Busch, Thorsten Kraft, Tim Laubinger, Stefanie Schleich und Stephan Weber sind die Preisträger
des Architekturpreises 1994 der Universität Stuttgart, der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt worden ist.
Die Jury unter Vorsitz der Stuttgarter Architekturprofessorin Dr. Karla Szyszkowitz-Kowalski (Institut für öffentliche Bauten und
Entwerfen) wählte die Preisträger aus insgesamt 47 eingereichten Arbeiten aus. Anerkennungen erhielten Brigitte Bernert, Shirin
Frangoul-Brückner, Franz Harder, Stefan Strohmayr, Hamid Spahi und Andrea Scherer. Der mit insgesamt 10.000 Mark dotierte,
von der Firma optiplan Reprografie in Stuttgart gestiftete Preis soll künftig jährlich für herausragende Diplomarbeiten übergeben
werden. Die Preise wurden im Rahmen der Diplomfeier der Fakultät Architektur und Stadtplanung am 15. November übergeben,
bei der der Absolventenjahrgang 1994 feierlich verabschiedet wurde. In diesem Jahr haben 250 Studierende ihre Architekturausbildung
erfolgreich abgeschlossen. Den Festvortrag „Exempla für angehende Architekten“ hielt Prof, Dr. Dieter Kimpel vom
ınstitut für Baugeschichte. An der Feier nahmen auch zahlreiche Dekane der Architekturfakultäten deutscher Hochschulen teil,
die am 14, und 15. November zur Dekankonferenz an der Universität Stuttgart zusammengekommen waren. — Das Foto zeigt von
ıinks Andrea Scherer, Prof. Kowalski, Martin Busch, Hamid Spahi, Shirin Frangoul-Brückner, Brigitte Bernert, Dekan Prof. Markein.
Stefanie Schleich und Tim Laubinaer
Stuttgarter Uni-Kurier Nr. 65/ Dezemb«:
Dr. Christoph Koban erhielt für
zeine am Institut für Geologie und
’aläontologie unter Anleitung von
’rof. Dr. Reinhold Leinfelder angeertigte
Dissertation, die sich mit der
ıintstehung des Cannstatter Sauervasserkalks
beschäftigt, bei der
liesjährigen Verleihung der W.-schall-Preise
der Gesellschaft für
Naturkunde in Württemberg einen
arsten Preis. Die Preise werden
ährlich für naturwissenschaftliche
\rbeiten regionalen Inhalts verge-Jen.
erhielt er den Preis des Deutscı
<ältetechnischen Vereins und zı
Jahre später, 1966, den ArnoldzZucken-Preis
der Verfahrenstech:
chen Gesellschaft im Verein De:
icher Ingenieure. 1990 erfolgte q
/erleihung der Hall Thermotank
30ld Medal durch das British Ins,
‚ute of Refrigeration, London. 196
arhielt Karl Stephan zusammen ri
anderen Kollegen den Landesfor
;schungspreis Baden-Württembe|
ınd 1993 die höchste Auszeichn
ür Verfahrens-Ingenieure in
Deutschland, die Arnold Eucken
Medaille. Von 1987 bis 1990 waı
<arl Stephan Mitglied der Akade
nie der Wissenschaften zu Berlir
Seit 1992 gehört er zu den Mitgli
lern der neugegründeten Berlin-3randenburgischen
Akademie dr
Nissenschaften.
der Architekturpreis der Stadt
Vlünchen 1994 ist in Würdigung
;einer „qualitativ herausragenden
Jjestaltenden Leistung in Planung
ınd Realisation von Projekten“ Prof.
Dipl.-Ing. Peter C. von Seidlein,
:meritus für Baukonstruktion und
z:ntwerfen (Lehrstuhl 2), zuerkannt
vorden. Prof. von Seidlein tritt — so
lie Jury — für ein „Architekturver-;tändnis
ein, welches in den Grundjäätzen
der klassischen Moderne
‚erankert liegt und die Entwicklun-Jen
von Konstruktion und Technik
Jer Gegenwart einschließt“.
Zum neuen Vorsitzenden des
Südwestdeutschen Biblio-‘heksverbundes
(SWB) ist Jı
Jen Hering, Direktor der Univei
ätsbibliothek Stuttgart, am 19. 0
ober in Konstanz gewählt worder
Jer SWB, der 1983 für die wisseı
ichaftlichen Bibliotheken der Leih
Jion Baden-Württemberg, Rheinand-Pfalz
(südl. Teil) und Saarlar
Jegründet wurde, und dem seit
991 auch die wissenschaftlichen
3ibliotheken Sachsens angehörer
dient dem Aufbau einer online be
riebenen Datenbank für die Kate
jisierung von Monographien im
/erbund, dem Nachweis der im
J/erbund erfaßten Materialien für
Auskunft und Leihverkehr in Bibli
'heken sowie für den Wissensche
er am Arbeitsplatz. Ende Septem
jer 1994 umfaßte der Bestand in
?00l rund acht Millionen Monogröhien
und etwa 740.000 Zeitschr
en
je Ehrendoktorwürde hat die
rechnische Universität Berlin
?2rof. Dr.-Ing. Karl Stephan, Di-’ektor
des Instituts für Technische
"hermodynamik und Thermische
/erfahrenstechnik, verliehen. Die TU
berlin würdigte damit die Forichungsleistungen
des Stuttgarter
Vissenschaftlers insbesondere auf
lem Gebiet der Kopplung der Wärne-
und Stoffübertragung mit der
Thermodynamik der Mehrstoffgemi:
;iche. Unter anderem hat Prof. Ste-»han
für seine Experimente des
Närmeübergangs bei der Verdamp-Ing
eine neuartige experimentelle
\rbeitsmethode entwickelt. Sowohl
lie Herangehensweise als auch die
Äethode haben eine rationalere und
:ugleich rationellere Behandlung
hermischer Prozesse in der Verfahanstechnik,
Energietechnik sowie
‚Älte- und Klimatechnik ermöglicht.
ie Untersuchungsergebnisse des
>tuttgarter Wissenschaftlers zum
Närme- und Stoffübergang bei der
‘erdampfung von Gemischen führan
zur Entwicklung neuer Verfahren
‚ur Berechnung von Verdampfern,
lie in der internationalen Literatur
als Standardverfahren empfohlen
werden und unmittelbaren Eingang
n die Praxis gefunden haben. Auch
Jm die Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses hat sich
Prof. Stephan, dem bereits zahlreihe
Ehrungen zuteil wurden, verdient
gemacht: Mehr als 60 Doktorarbeiten
sind unter seiner Anleitung
entstanden, sieben Mitarbeiter haven
sich habilitiert und zehn ehemaige
Mitarbeiter erhielten Rufe auf
Professuren.
Karl Stephan wurde am 11. No-‚ember
1930 in Saarbrücken gebo-’en.
Von 1952 bis 1956 studierte er
Allgemeinen Maschinenbau an der
"echnischen Hochschule Karlsruhe
ınd war danach bis 1963 Wissenschaftlicher
Mitarbeiter an dersel-J)en
Hochschule. Daran anschlie-Send
war er bis 1967 Leiter einer
Abteilung im Forschungsinstitut der
Mannesmann-AG in Duisburg-Huksingen.
Von 1967 bis 1970 war Karl
Stephan ordentlicher Professor für
“hermodynamik an der Techniichen
Universität Berlin. Von hier
1us folgte er einem Ruf an die Ruhr-Iniversität
Bochum auf den Lehrtuhl
für Wärme- und Stoffübertra-Jung
und 1975 einem an die Uni-'ersität
Stuttgart auf den Lehrstuhl
ir Technische Thermodynamik und
hermische Verfahrenstechnik.
'ahlreiche Gastprofessuren führten
ın u.a. nach Canada, Frankreich,
ıpan und Südafrika. Die wissen-Chaftliche
Leistung von Prof. Karl
>tephan ist bereits durch zahlreiche
“hrunaen anerkannt worden 1964
Mit Preisen der Anton- und
C(lara-Röser-Stiftung wurder
liesem Jahr 14 Doktoranden unc
diplomanden der Elektrotechnik
ıusgezeichnet. Die Preise wurden
m Rahmen der Diplomfeier der F
'ultät am 14. Oktober übergeben,
)jei der die rund 140 Absolventinr
Ind Absolventen des Studiengang
zlektrotechnik ihre Diplomzeugnis‘
arhielten. Den mit je 4000 Mark 6
ierten Preis für die besten Disser
‚ationen erhielten Dr. Nobert
3ernhard, Dr. Helmut Crazzo!:
a, Dr. Christof Ebert, Dr. Vol
cer Hochholzer, Dr. Hartmut
Kocher, Dr. Ulrich Lettau, Dr.
Michael Tangemann und Dr.
"homas Theimer. Mit je 2000
Yark wurden die Diplomarbeite'
ron Jürgen Haag, Frank Hep-’)erle,
Achim Hummel und
°"rank Wiedmann bedacht. De
nit 1000 Mark dotierte Preis des
/DE für die beste Leistung in-1erhalb
der Regelstudienzeit
jing an Dipl.-Ing. Frank Gerne’
3ei der Feier erhielten auch die be'
len ersten deutschen Absolventer
ıes Doppeldiploms zwischen der
Jniversität Stuttgart und der T&Ieom
Paris (ENST), Dipl.-Ing. An-Ireas
Löffler und Dipl.-Ing. Bern-1ard
Quendt, ihre Urkunden (siehF
jazu den Bericht auf S. 15 in die-‚em
Haft!
Impressum
derausgeber: Universität Stuttgart
tedaktion: Referat für Presse- und
Dffentlichkeitsarbeit der Universität
Stuttgart. Ursula Zitzler, M.A. (veram!
wortlich), Dr. Ulrich Engler. Anschrit
Jniversität Stuttgart, Referat für Pres
se- und Öffentlichkeitsarbeit, Kepler”
straße 7, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/
121-22 97, 121-2176, 121-2155 und
121-2211, Telefax 121-2188. Anzeige!”
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