Volltext : Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke (1902, Jg. 1)

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Mitteilungen der Vereinigung der Elektricitätswerke. Heft 15,

tung erst erfolgen, wenn jeder Person rechtzeitige
Kenntnis gegeben ist.« Das ist sehr praktisch,
und es dürfte sich empfehlen, dafs dies durch Plakate
 bekannt gegeben wird.
Oberingenieur Wilkens: Das würde ich auch
für praktisch halten, wenn ich nicht bezweifeln mülfste,
daß es hilft.
Direktor Matt: Dann schlage ich vor, »thunlichst«
 einzusetzen.
Vorsitzender Stadtbaurat Uppenborn: Ich
bitte, alle Anträge, die zu Abschnitt IV noch gestellt
 werden wollen, bis morgen schriftlich einzubringen.

Damit wird der Gegenstand heute verlassen.
Vorsitzender Stadtbaurat Uppenborn: Herr
Scholtes bittet noch, den Ort der nächsten Generalversammlung
 heute zu bestimmen. Es ist Breslau
und Wien genannt.
Direktor Prücker: Wir haben gestern Unter
schriften gesammelt, davon lauteten 70 für Wien,
Die Stadt Wien wird mit allen gegen eine
Stimme (Direktor Leitgebel) als nächster Versammlungsort
 bestimmt.
Damit schliefst die Sitzung um 12 Uhr.
Vierter Tag. Donnerstag, den 5. Juni 1902.
Vorsitzender Stadtbaurat Uppenborn eröffnet
um 8 Uhr 20 Min. die Sitzung und bemerkt: Es ist
vielleicht zweckmäfsig, den Punkt V, 1 der Tagesordnung
 »Elektricitätszähler-Statistik« zu
besprechen. Ich bin beauftragt, im Benehmen mit der
physik. -techn, Reichsanstalt Formularien für die
Zählerstatistik auszuarbeiten. Es sollte dann eine
Statistik gemacht werden, welche in den Mitteilungen
zu veröffentlichen ist. Ich habe mir nun gedacht, es
sei vor allen Dingen notwendig, zunächst den Mitgliedern
 diejenigen Formularien zusammenzustellen,
welche sie selbst brauchen, wenn sie eine Statistik
:ühren wollen. Ich habe diese Formularien neulich
verteilen lassen. Es war dabei ein kleines Blatt,
welches einen Bogen enthält, wie er im Zählerheit
zusammengebunden wird. In einem Heft können
100 oder 200 Zählerprüfungen protokolliert werden.
Die Einrichtung hat sich bei uns sehr gut bewährt.
Sie können auf einer solchen Seite das ganze Resultat
ainer Zähleruntersuchung mitteilen. Die Einrichtung
ist in der Weise gedacht, dafs ein Zählerprüfer ein
solches Heft erhält; er trägt der Reihe nach alle
Prüfungen ein. Ist das geschehen, so gibt er das
Heft ab und nunmehr wurden die Resultate in einem
besonderen gröfseren Buch zusammengetragen. In
diesem ist kurz das Ergebnis jeder Prüfung enthalten,
und es ist die Seite des Zählerheftes angegeben.
Dann mufs noch die Ausscheidung nach Systemen

yeschehen. Zu diesem Zweck werden die Prüfungsargebnisse,
 nach Zählersystemen geordnet, in besonde-‚en
 Bogen zusammengetragen. In diesen Bogen ist
ılles das vermerkt, was den Fehler verursacht
ı1at. (Es wird der Kopf des Schemas verlesen).
In dieser Weise werden die Beobachtungen in
ınserem Laboratorium bearbeitet, und ich möchte den
Terren der Einfachheit wegen empfehlen, dafs sie
las gleiche Formular verwenden. Ich würde den
/orschlag machen, dals, falls sich eine entsprechende
Zeteiligung findet, die Formularien auf Kosten der
Yereinigung gedruckt werden. Es werden dann die
AMitglieder die Exemplare zum Selbstkostenpreis mit
äinem kleinen Regieaufschlag erhalten.
Direktor Prücker: Mir scheint der Vorschlag
zanz gut, aber in einzelnen Stadtverwaltungen herrscht
ler konsequente Gebrauch, alles, was gedruckt wer-Jen
 mulfs, im betreffenden Orte drucken zu lassen.
Referent: Dagegen ist nichts zu erinnern.
Direktor Prücker: Es wird sich der Vorschlag
also nicht so allgemein durchführen lassen, als es
wünschenswert wäre.
Referent: Dagegen läfst sich nichts sagen.
Die Drucksachen kommen aber in grofser Auflage
zedruckt billiger.
Referent: Ich bitte Herrn Direktor Döpke
ı1amens der statistischen Kommission zu berichten.
ch habe diese ersucht, die weitere Behandlung der
ıngelegenheit, die regelmäfsigen Veröffentlichungen
‚elbst in die Hand zu nehmen, Ich finde das zwecknälsig.
 Ob man die Statistik in das gleiche Format
ringen kann wie die Centralenstatistik, weils ich
ılcht.
Direktor Döpke: Ich hatte nicht mehr Geegenheit,
 die Sache der statistischen Kommission
vorzulegen. Ich finde verschiedenes, was vom Standyunkt
 der Siatistik in diesem Entwurf fehlt. Ich
‚abe dann eigenhändig Änderungen gemacht. Darin
;‚eigt sich, wie ich mir die Zählerstatistik gedacht
jabe. Ich glaube aber, dafs die Sache nicht in die
;tatistische sondern in die Zählerkommission gehört,
velche sich ihr Material selbst zusammensucht und
1achher auch selbst verarbeitet.
Referent: Es würde dann noch übrig bleiben,
'hren Entwurf mit dem vorliegenden zu vergleichen,
Direktor Döpke: Oder das ganze der Zählercommission
 zu übergeben; es ist das auch schon
zorgeschlagen worden.
Referent: Ich möchte dann über den ersten
/orschlag abstimmen lassen, dafs die Grundlagen,
lie Bücher und Formularien auf unsere Kosten ge-Iruckt
 und den Werken, welche sie wollen, zur Ver-'ügung
 gestellt werden. Die Reichsanstalt ist mit
{em Formular einverstanden. Wenn wir jetzt wieder
            
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