Heft 12, Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. 2683.
Arbeiter auszufertigen, ist stattzugeben. Der 3eförderung der maximalen Last nicht mehr als das
Vorsitzende wird eine Fragenaufstellung ver- 'fache seiner Dauerleistung beansprucht werden.
jassen, die den Mitgliedern durch die Mit- Die Erwärmung der Anker und Magnetwicklungen
;jellungen zur Beantwortung bekannt zu .arf nicht höher sein als 40°C über Raumtemperatur.
machen ist. Die bei dem Vorsitzenden ein- er Elektromotor muß bei allen Belastungen ohne
‚aufenden Antworten sind dann gleichfalls in 3ürstenverstellung funkenlos arbeiten. Die Tourenden
Mitteilungen zu veröffentlichen. ;ahl darf nicht mehr als ca. 800 in der Minute
Döpke. jetragen. Der Elektromotor, welcher in der Fabrik
nit der Aufzugsmaschine aufzupassen ist, muß durch
zwei leicht herausnehmbare Prisonstifte auf der
"undamentplatte fixirt sein. Die Kupplung zwischen
ülektromotor und der Schneckenwelle kann als
3remsscheibe benutzt werden.
Der Anlaßwiderstand ist so zu dimensionieren,
laß bei voll eingeschaltetem Widerstand die Stromtärke
nicht mehr als 10 Amp. beträgt bzw. daß
‚ei der maximal auftretenden Betriebsstromstärke
ane Erwärmung von mehr als 100° C nicht auftritt.
Die Kontakte des Anlaßwiderstandes müssen
eicht zugänglich sein. Das Einschalten bzw. Abchalten
des Anlaßwiderstandes muß selbsttätig in
‚iner Zeit von mindestens 5 Sekunden erfolgen.
"lüssigkeitsmoderatoren sowie Zentrifugalregulatoren
n Verbindung mit dem Anlaßwiderstand sind auszeschlossen.
Die Bewegung des Anlaßwiderstandes
»zw. die Zeitdauer des Abschaltens muß durch geignete
Vorrichtungen beliebig reguliert werden
‚önnen. Der Anlaßwiderstand ist mindestens mit
; Kontakten zu versehen.
II. Fahrkammer. ;
Das Traggerüst der Fahrkammer ist in solider
Sisenkonstruktion herzustellen. Die Bodenfläche
'ler Fahrkammer ist nach dem gegebenen Aufzugschachte
so groß als möglich auszuführen. Die
ahrkammer ist nach gegebenen Detailzeichnungen
‚uszuflühren. Die Führungsbacken der Fahrkammer
ıüssen besonders an den Laufflächen sauber berbeitet
und leicht zugänglich sein. Die Führungs-‚acken
sollen nicht mehr als 1 mm weiter sein wie
lie Führungsschienen.
III. Führungsschienen.
Die Führungsschienen sind solid zu fundieren
ınd müssen aus U- oder T-Eisen mit aufgeschrauhten
Hartholzführungen bestehen.
Die Befestigung der Führungsschienen muß
eicht zugänglich und entsprechend des Aufzugsıchachtes
in gefälliger Form ausgeführt werden.
die Hartholzführungen sind von gut ausgetrocknetem
Tartholz herzustellen und nach der Montage genau
‚u egalisieren. Die Führungsschienen für das Gegen-‚ewicht
sind in der gleichen Weise herzustellen
vie die Führungsschienen für die Fahrkammer.
Bedingungen über die Ausführung von elektrischen
Aufzügen.
Nachdem von verschiedenen Seiten der Wunsch
zeäußert wurde, die Bedingungen für die Lieferung
von elektrischen Aufzügen zu erhalten, welche in
München bei der Direktion der städt. Elektrizitätswerke
üblich sind, bringen wir dieselben nachstehend
zum Abdruck,
Direktion der städt. Elektrizitätswerke München.
Uppenborn
Bedingungen über die Ausführung von elektrischen
Personenaufzügen.
[.Aufzugsmaschinen und Elektromotoren.
Aufzugsmaschinen und Elektromotor sind auf
einer gemeinsamen Fundamentplatte zu montieren.
Das Außenlager für die Seiltrommelwelle kann auf
einem separaten Fundament montiert werden. Die
sur Aufzugsmaschine und Steuerung gehörigen Schaltapparate
können getrennt von der Aufzugsmaschine
angebracht werden.
Das selbstsperrend geschnittene Schneckenrad
aus Phosphorbronze muß auf der Seiltrommelwelle
sitzen. Zahnradübersetzungen sind ausgeschlossen.
Die Ringschmierlager müssen so ausgebildet
sein, daß das aus den Lagern ablaufende Öl
in das Ölmagazin zurückläuft. Der Ölstand in den
Ringschmierlagern sowie der Ölstand in dem
Schneckenradgehäuse muß durch geeignete Ölstandszläser
auf der Außenseite ersichtlich sein. Die
Stoffbüchsen der Schneckenradwelle sowie die Widerlager
der Schneckenwelle müssen ınit selbsttätiger,
reichlicher Schmierung versehen sein.
Die Bremse an der Aufzugsmaschine muß so
konstruiert sein, daß sie nach beiden Fahrtrichtungen
yleichmäßig wirkt. Die Bremse ist mit einem Luftmoderator
zu versehen, an welchem leicht bedienare
Regulierventile angebracht sind, damit die
Wirkung der Bremse reguliert werden kann.
Der Elektromotor ist direkt mit der Schneckenwelle
elastisch zu kuppeln. Der Elektromotor soll bei