Heft 10. Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. 141
geschaltet werden. Versagt der Vergütungszähler,
3o gewährt er dem Konsumenten auch nicht die
Möglichkeit, eine Vergütung zu bekommen; er
nuß dann den vollen Preis bezahlen, d. h. in diesem
Talle hat der Konsument das Interesse, dafür zu
iorgen, daß der Vergütungszähler im Gange bleibt.
Ir muß ihn selbst aufziehen; tut er das nicht, so
ırhält er keine Vergütung. Die ferner bei Zeit-‚chaltern
vorhandene Möglichkeit, daß der Konsunent
für den vereinbarten Preis mehr Strom entıUlmmt,
als ihm gestattet ist, fällt hierbei fort.
Wenn er beispielsweise einen Apparat von höherem
Stromverbrauch anschließen würde, so bekäme er
‘ür den Mehrverbrauch keine Vergütung, muß vielnehr
für diesen den vollen. Preis nach dem Elektrizitätszähler
bezahlen.
Entnimmt der Konsument indessen hinter dem
Vergütungszähler weniger Strom, als vereinbart
worden, so würde er eine Vergütung bekommen,
;n Vorteil verschaffte. Dies ist aber
öglich gemacht, daß der Vergütungsinstellvorrichtung
besitzt, welche verer
bei geringerem Stromverbrauch an-Apparat
würde beispielsweise nicht in
‚gen sein, wenn man eine Glühlampe
ltete, vorausgesetzt, daß er überhaupt
prechend höhere Stromstärke eingeder
Vergütungszähler wohl nie auf
ge Stromstärke eingestellt wird, daß
einer Glühlampe anspringt — die
‚Teizapparate haben alle einen ent-\heren
Stromverbrauch — so ist der
icht ohne weiteres in der Lage, so
npen hinter die Anschlußdosen zu
diesen Stromverbrauch und damit das
les Vergütungszählers zu erreichen,
von, daß er daran wahrscheinlich kein
te und dies ein betrügerisches Versinem
beliebigen Zimmer an einer Anschlußdose
der Lichtleitung den Zeitzähler, z. B. vor einen
Koch- oder Heizapparat, vorzuschalten und ihm
dadurch den Strombezug zu einem niedrigeren
Preise als für Licht zu gewähren. Voraussetzung
dabei ist, daß der Stromverbrauch des betreffenden
Kochapparates dem Elektrizitätswerk bekannt ist
und bei der Berechnung zugrunde gelegt wird.
Der Zeitzähler oder in diesem Falle Vergütungszähler
wird vom Werk aus auf diese bekannte
Stromstärke eingestellt. Das besondere und neue
Merkmal in der Anwendung dieses Apparates ist,
daß er hinter den Elektrizitätszähler geschaltet wird,
daß also eine doppelte Messung des Stromes stattfindet.
Denn der Strom, der durch den Vergütungszähler
in den Kochapparat geht, durchfließt
auch den den gesamten Stromverbrauch messenden
Elektrizitätszähler. Diese Schaltung ermöglicht, den
Strom für einen besonderen Zweck besonders zu
urch Vergrößerung der Akkumulatoren-Schaltanlage sind
D am hiesigen Elektrizitätswerk folgende freigewordene
Apparate, welche noch im besten Zustande erhalten und gebrauchsfähig
sind, billig gegen Kasse abzugeben:
2 Doppel-Zellenschalter (Ladung und Entladung)
ä 300 Amp., System Schuckert
2 einpolige Maximalschalter (Automat)
2 » Hebelschalter ä 200 Amp., 220 Volt,
System Schuckert
4 Amperemeter a 300 Amp., System Schuckert
2 Voltmeter „ 350 Volt ”
2 » „ 50
2 » ”
2 Stromrichtungsanzeiger a 200 Amp.
3 Voltmeter-Umschalter mit Ebonitplatte
2 Ölanlasser f. Gleichstrommotore, 200 Amp., 220 Volt,
System Schuckert.
Gefl. Olferten an
luß hieran bemerke ich, daß der Vernach
einer Idee des Herrn Direktor
do in Stettin konstruiert worden
.R. P. geschützt ist. In die Praxis
z bisher noch nicht eingeführt worden,
‚er bewähren, da es kaum eine andere
gibt, in ähnlich bequemer Weise
enten die Möglichkeit zu gewähren,
‚ch- und Heizzwecke aus der Lichtem
ermäßigten Tarif zu entnehmen,
sich daher, daß diejenigen Herren
elche ein Interesse daran haben, den
jür derartige Zwecke zu erhöhen,
h mit dem Apparat machen. Die
rchow Nachf. in Berlin stellt Probe-3
Städt. Elektrizitätswerk Saarbrücken.