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Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. Heit 9.
öhnen wird Jährlich eine Ersparnis von rund
700 Mark erzielt.
Direktor Multhauf (Worms): Die Arbeit Agthe,
lie vorhin erwähnt wurde, und die im Heit 11 vom
ahre 1907 enthalten ist, ist mir bekannt. Ich habe
je auch durchstudiert. Sie ist sehr umfangreich
ınd interessant. Ich hielte es aber mit Rücksicht
‚uf die inzwischen eingetretene Vervollkommnung
lerartiger Anlagen, auf die damit gesammelten
veiteren Erfahrungen und weil in jener Arbeit nur
lie mechanischen Kesselfteuerungen behandelt sind,
äür zweckmäßig, die Frage noch einmal zu erörtern,
nd bin der Ansicht, daß gerade die Feuerungsalage
immer noch verhältnismäßig stiefmütterlich
chandelt wird. Da eine Umfrage nicht gehalten
orden ist, würde es sich zweckmäßig erweisen,
‚enn wir in die Diskussion nicht eintreten, dafür
ber die Sache noch einmal auf die nächste Tagesrdnung
gestellt und umfassendes Material auf dem
Vege der Umirage gesammelt würde. Ich möchte
‚urz bemerken, daß die Frage, von welcher Größe
ın die Kessclanlage rentabel sei, unrichtig gestellt
st. Ich hätte fragen sollen, unter welchen Be-Uingungen
rentieren sich solche Anlagen? Ich bitte
ılso die Sache nächstes Jahr wieder auf die Tagesırdnung
zu setzen.
Vorsitzender: Ich danke dem Herrn Refe-‚enten.
werden kann (Widerspruch), weil er sich schwer
entzündet und nur auf dicken Feuerschichten brennt,
die bei mechanischer Rostbeschickung nicht dauernd
vorhanden sein können. Koks mit Kohle irgend
welcher Art gemischt, durch mechanische Wurfapparate
gefeuert, wird, weil er viel leichter ist als
jede Kohle, bei dem Beschickungsvorgang von der
Kohle getrennt meistens mehr auf die vorderen Teile
der Rostflächen fallen, und, da er sich schwer entzündet,
auf dünnen Feuerschichten das Feuer teilweise
erdrücken und so den ganzen Verbrennungsprozeß
ungünstig beeinflussen.
Die Frage 6, ob durch mechanische Rostaeschickung
auch die Rauchplage wesentlich vermindert
wurde, wird überall da, wo die Rostbeschickung
richtig behandelt wird, mit ja beantwortet
werden müssen. Ganz läßt sich in Elektrizitätswerken,
wenigstens in Wechselstromwerken,
nit häufigen starken Belastungsveränderungen, eine
Rauchentwickelung wohl überhaupt nicht beseitigen,
weil man bei großen momentan auftretenden Belastungsveränderungen
mit der Regulierung der Beschickungsapparate
nicht genügend rasch nachkommen
kann. Am besten lassen sich Wurfapparate
wie Leach und ähnliche nachregulieren. weniger gut
Kettenroste.
Ich möchte noch erwähnen, daß die Vorteile
einer mechanischen Rostbeschickungsanlage: erst
dann voll ausgenutzt werden können, wenn man ihr
auch die Kohle automatisch zuführt, ihre Trichter
also nicht von Hand füllen läßt. Eine automatische
Kohlenförderanlage, verbunden mit einer Einrichtung
zur dauernden Kontrolle des Kohlenverbrauchs, bringt
ganz erhebliche Ersparnisse an Kohle mit sich.
Ich habe im vergangenen Jahre meine mechanischen
Rostbeschickungsanlagen nach Leach mit
ainer automatischen Kohlenförder- und Verbrauchskontroll-Anlage
in Verbindung gebracht. Es kostete
diese Anlage für eine Kesselleistung von stündlich
36000 kg Dampf 70000 Mark. Diese Anlage brachte
durch mechanisch erzieltes dauernd gleichmäßiges
Stein- und Braunkohlengemisch, wie es durch
Mischung von Hand bis dahin nicht zu erzielen
war, in dem ersten Jahre schon eine Ersparnis von
rund 15000 Mark für Kohle, das ist bei einem Gesamtkohlenverbrauch
von 160000 Mark jährlich annähernd
10 Prozent des Aufwandes für Feuerungsmaterial.
Man kann also alle Vorteile einer mechanischen
Rostbeschickungsanlage erst vollkommen
ausnutzen, wenn man ihr eine automatische Kohlenzuführungsanlage
und Kohlenverbrauchs - Kontrollainrichtung
zur dauernden Kontrolie der Heizer zufügt.
Der Betrieb der automatischen Kohlenzuführung
braucht jährlich 6000 Kilowattstunden, an Arbeits-(Fortsetzung
folgt.)
Fragen.
Frage 45.
Als Notbeleuchtung für unsere Schalt- und
Transiormatoren-Stationen beabsichtigen wir Kerzenaternen
zu beschaffen. Wir bitten um Auskunft,
»b und wo anderwärts zweckentsprechende Laternen
m Gebrauch sind, und wer solche Laternen liefert.
Kommunales Elektrizitätswerk Mark,
Aktien=-Gesellschaft. Haren i. W-Mitgliederstand.
Zugang.
Ordentliches Mitglied:
356. Uelzen, Städtisches Elektrizitätswerk.
Außerordentliches Mitglied:
22. Budapest, Königl. Techn. Hochschule, Elektrotechnisches
Institut
Abgang.
Ordentliches Mitglied:
182. Kolding, Elektrizitätswerk.
Stand am 1. September 1909.
355 ordentliche ea ;
22 außerordentliche | Mitglieder.
Pruck von Ernest H. Mevar Dresden-A. Honfoeartenstraßhe ©