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sondern ihre Zu- oder Abnahme über einen längeren
Zeitraum betrachtet. Da ergibt sich das unheimlich
schnelle Anwachsen der Anschlußanlagen gegenüber den
Einzelanlagen, verursacht durch den Aufsaugungsvorgang
der immer größere Gebiete in Herrschaft nehmenden Elek-{rizitätswerke.
nach Dettmar:
Anschlußanlagen
1 000 000 KW
1500000 „
200000
[912
“913
°OTA4
Einzelanlagen
1912 .. . über 5000000 KW
1913 ... ;„ 5000000 ‚,
1914 - . + 5000000 ‚,.
Während also die Leistung der
an die öffentlichen Elektrizitäts.
werke angeschlossenen ‘Anlagen
sich in zwei Jahren um 70 vH
erhöht hat, ist die Leistung deı
Einzelanlagen in dieser Zeit nicht
gewachsen. Der Zunahme der
Leistung der oben genannten nicht
5öffentlichen Elektrizitätswerke
unserer ersten Industriebetriebe
nuß also eine entsprechende Umwandlung
solcher bisherigen elek.
crischen Einzelanlagen in Anschluß.
anlagen gegenüberstehen, deren
Besitzer die Vorteile des Anschluß.
betriebes gegenüber der Selbstarzeugung
der Elektrizität erkannt
haben. Der größere Rest der gewaltigen
Steigerung der Leistung
der Anschlußanlagen entfällt aber
auf Anlagen, die von anderer
Betriebsart zum elektrischen Betriebe
übergegangen sind.
Diese Seite der Sache berührt
der Einsender nicht, ebenso
wie die die Einzelanlagen mit
Dampf-, Gas- oder Dieselbetrieb
vertretenden Herren die Frage
der Übertragungsverluste höchst
ungern erwähnen. Daß diese
Verluste geradezu ungeheuerlich
sein können, zeigen die folgenden
Schaubilder (einige der vielen
von uns aufgenommenen).
Ich sage absichtlich ‘ Übertragungsverluste
— nicht Triebwerksverluste
—, weil die Einzelanlage
diese Verluste auch bei
elektrischer Übertragung in mehr
dder minder großem Maße behält.
Daß die Elektrizitätswerke
den Einzelanlagen das Wasser
immer mehr abgraben, beweisen
die krampfhaften Versuche, durch
Betriebskostenaufrechnungen mit
unhaltbaren Voraussetzungen Propaganda
für Einzelanlagen zu
machen: 300 PS Antriebsmaschine
X ıo Stunden X 300 Tage sollen
die nutzbringende Pferdekraftstundenzahl
ergeben! Wie aus
obigem Beispiel hervorgeht, wird
davon aber nur ein geringer
vH-Anteil dem Fabrikanten wirklich
nutzbringend. Dann sieht das
Beispiel aber etwas anders aus.
Diese Pferdekraftstunde kostet
lem PFabrikanten das 4- und 5-fache! Soviel also
lürfte vergleichsweise die Pferdekraftstunde bezogen vom
Elektrizitätswerk kosten; in Wirklichkeit kostet sie aber
viel weniger.
Zu dieser Erkenntnis kommen die Fabrikanten meh!
und mehr, und daher der Übergang zu den Anschlußanlagen,
überall, wo nur Anschluß an ein Elektrizitätswerk
zu erreichen ist.
Der Betrieb entscheidet über diese Fragen, nicht
der Konstrukteur!
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Urnck von N. 5. Hermann ın Berlin