Volltext : Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke (1916, Jg. 15)

Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. Nr. 178. Juli 1916
Alur-inium, dessen Leitfähigkeit bei 20° mindestens
33, entsprechend einem spezifischen
Widerstand von höchstens 0,030 (bezogen
 auf Im und I mm”) betragen
muß, oder
dessen Leitfähigkeit bei 20° mindestens
15, entsprechend einem spezifischen
Widerstand von höchstens 0,0667 (bezogen
 auf Im und I mm”) betragen
muß, oder
dessen Leitfähigkeit bei 20° mindestens 7,
entsprechend einem spezifischen Widerstand
 von höchstens 0,143 (bezogen
auf 1 m und 1 mm”) betragen muß.

mit einer zähen, nicht brüchig werdenden Masse
gut imprägniert werden.
Als äußere Bedeckung befindet sich über der
Isolierschutzhülle ein gegen Rosten geschützter, eng
anliegender, gefalzter Metallmantel (nicht aus Blei)
von mindestens 0,25 mm Wandstärke.
Für den äußeren Durchmesser gilt folgende
Tabelle:
Leiterquerschnitt Auffendurchmösser (über Falz gemessen)
41 UM nicht unter nicht über
53 6,0
6,2
7,2
7.6
3,0
9,2
10,2
9,3
27
1.0
115
12,5
9,7
10,2
11,5
12,5
13,5
10,5
11,0
12,5

Zink,

Eisen,

5,
5,8
1.7
82
9,2
8,3
87
‚0,0
0,5
‚15
8,4
9,2
10,5
i1,5
12,5
9,5
10,0
11,5
Die Manteldrähte mit Papierisolierung müssen
ajner halbstündigen Einwirkung eines Wechselstromes
 von 1200 Volt Spannung zwischen den
Leitern und zwischen Leitern und Metallmantel in
trockenem Zustand widerstehen können.
Über die Belastung von Manteldrähten mit
Papierisolierung siehe später unter XIll.

1. Normalien für Manteldrähte mit Papierisolierung®)
für Niederspannungsanlagen in trockenen Räumen zur ersgennharen
 Verlegung, die es ermöglicht, den Leitungsverlauf
ohne Aufreißen der Wände zu verfolgen.
Bezeichnung: MP.
Manteldrähte mit Papierisolierung sind als Einfachleitungen
 in Querschnitten bis 16 mm”% als
Mehrfachleitungen in Querschnitten bis 6 mm? zulässig.

Der Leiter besteht aus Kupfer, Aluminium,
Zink oder Eisen.
Der kleinste zulässige Querschnitt ist in Kupfer
und Aluminium I mm% in Zink 1,5 mm®, in Eisen
2,5 mm
Massive Leiter sind in Kupfer und Aluminium
bei I bis 16 mm”, in Zink bei 1,5 bis 6 mm®, in
Eisen bei 2,5 mm” zulässig. Mehrdrähtige Leiter
müssen aus mindestens 7 Drähten von höchstens
je 1,4 mm Durchmesser bestehen.
Der Leiter ist umgeben von einer gut imprägnierten
 Papierschicht, deren Stärke der folgenden
Tabelle entsprechen muß:
„eiterquerschnitt
nn mM

»
IV. Normalien für Manteldrähte mit bleiumpreßter Papierisolierung
 ©)
für Niederspannungsanlagen in feuchten Räumen zur erkennbaren
 Verlegung, die es ermöglicht, den Leitungsverlauf
ohne Aufreißen der Wände zu verfolgen.
Bezeichnung: MPB.
Die Bauart der MPB-Drähte entspricht derjenigen
 der MP-Drähte, mit dem Unterschiede, daß
dei den MPB-Drähten zwischen der imprägnierten
'solierschutzhülle und dem äußeren gefalzten Metallnantel
 eine wasserdichte Bleiumpressung angeardnet
 ist.
Der Metallmantel muß verbleit sein.
Die Mindestwandstärke der Isolierschutzhülle
beträgt bei den MPB-Drähten 0,4 mm.
Die Wandstärke der auf der Isolierschutzhülle
ang anliegenden Bleiumpressung beträgt bei Eintachleitungen
 in Querschnitten bis einschließlich
4 mm? mindestens 0,8 mm, bei stärkeren Einfach-Stärke

 der Papierschicht
mindestens mm

$

1,0
1,5
2,5
4,0
6,0
10,0
| 16,0 1,2
Über dieser Papierschicht folgt eine, bei Mehrfach-‚eitungen
 gemeinsame Isolierschutzhülle, die ent
weder aus Papier oder als Umklöppelung oder Umspinnung
 aus Baumwolle, Hanf oder gleichwertigem
Material besteht. Die Wandstärke dieser Isolierschutzhülle
 muß mindestens 0,6 mm betragen,
Die Leitungen müssen nach dem Aultfbringen
der Isolierschutzhülle sorgfältig getrocknet und dann

5) Für die richtige Verwendung der Manteldrähte wurde
ein Merkblatt aufgestellt, das unter F. abgedruckt ist und
von den Herstellern der Drähte vertrieben wird. Solche
Merkblätter können auch von der Geschäftsstelle des VDE
bezovyen werden.

6) Für die richtige Verwendung der Manteldrähte wurde
in Merkblatt aufgestellt, das unter F. abgedruckt ist und
zon den Herstellern der Drähte vertrieben wird. Solche
Merkblätter können auch von der Geschäftsstelle des VDE
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