Volltext : Lehrbuch der descriptiven Geometrie

855. 25- 27.

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(G. 2, XI); mithin steht auch ihre Durchschnittslinie auf der
Ebene senkrecht (8. 2, XII). (Ist eine Ebene dem Grund—
schnitt parallel, und man zieht in einer zum Grundschnitt
senkrechten Ebene eine beliebige Gerade, so sind ihre Projee—
tionen immer senkrecht auf den Spuren der erstern Ebene
(68. 14, 12), obgleich die Gerade selbst jede denkbare Nei—
gung gegen die Ebene haben kann.)

8§. 25.

Ist eine begrenzte Linie in einem belkebiü—
gen Verhältniß getheilt, so wird ihre Projee—
tion durch die Projeetion des Theilungspune—
tes in demselben Verhältniß getheilt. Denn die
— —
punete sind parallel, und die Elementargeometrie beweist, daß
ein System von Parallelen alle hindurchgelegten Geraden
nach einem und demselben Verhältnisse schneidet.

8§. 26.

Ist eine begrenzte Linie parallel zu einer
Grundebene, so hat ihre Projection auf dieser
Ebene einerlei Länge mit ihr. Denn die Linie und
ihre Projection sind parallele Seiten in einem Rechteck, des—
sen beide andere Seiten durch die aus den Endpuncten ge—
faͤllten Projectionslothe gebildet werden.

6. 27.

Die Projection einer begrenzten Geraden
kann nie größer sein, als die Gerade selbst,.
Denn zieht man durch den einen Endpunct der Geraden
eine Parallele mit ihrer Projection, so ist das zwischen die
Projectionslothe beider Endpunete fallende Stuck derselben
der Projection gleich und stellt die Kathete eines rechtwin—
keligen Dreiecks vor, dessen Hypotenuse die Gerade im
Raume ist.
            
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