Volltext : Stuttgarter Ausstellungs-Nachrichten (1896, Bd. 1)

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Stuttgarter Ausstellungs Nachrichtten.

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27-pferdigen Dynamos nur 1160, 1100, 1050, 1000, 950,
30, 888, 840, 790.
Die Lagerkonstruktionen, in den ersten Jahren nach dem
Brande mit guter, sicher funktionierender Tropfschmierung,
nachher und zwar zum Teil schon in der ersten Hälfte des
Jahres 1890 mit Ringschmierung versehen, waren solid und
zenügend groß ausgeführt. Die Dynamo-Maschinen über 30
Pferde erhielten ausschließlich drei Lager, wodurch die ein—
seitige Beanspruchung der Lagerschalen an der Riemenscheiben—
seite vermieden wurde. Die geringen Mehrkosten sind durch
diesen wesentlichen Vorteil wohl gerechtfertigt. (Siehe Fig. 4.)
Den Kollektoren wurde die größte Aufmerksamkeit ge—
schenkt; abgesehen von der reichlich bemessenen Länge, wurde
ftür gute Isolation und guten Draähtanschluß gesorgt. — Als
Stromabnehmer wurde eine gründlich durchprobierte Bürste
aus Kupferdrahtgewebe angewandt. Der Kern der Induktor—

inge wurde aus weichem Eisendraht oder Holzkohlenblechscheiben
jergestellt; die Magnetkerne aus weichem Gußeisen.
Erwähnung verdienen hier noch die neuen Serienmaschinen
ür hintereinander geschaltete Bogenlampen, welche das Löschen
der einzelnen Bogenlampen nach einander bis zur letzten bei
zleichzeitigem Verstellen der Bürsten gestatten, ohne Funken—
ildung am Kollektor. Hierdurch war jede Regulierung mittelst
ingeschalteten Regulators unnötig und mithin auch jeder Kraft—
»erlust vermieden. Wo es sich mithin um Beleuchtung mit
ausschließlich Bogenlampen gleicher Stärke handelt, wie z. B.
uf Bahnhöfen, an Hafenanlagen, auf Straßen und bei Park—
»eleuchtungen, dort sind diese Serienmaschinen im Betrieb und
iuch in der Anlage billiger, als die jetzt so viel angewandte
vaarweise Parallelschaltung von Bogenlampen, vorausgesetzt
aatürlich, daß bei ersterer Anlage auch große Dampfmaschinen
mit geringem Dampfverbrauch aufgestellt werden. Forts. folgt.

4

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aAhsh snhn.

4. 4. Ronltruktivn der 105 pferdigen Primärmaschine.

Die Garken- und Rebenstadt Stuttgart.
Hustav s ünmfeld.
Fortsetzung.)

r „äußere Schloßgarten“, die sogenannten unteren
—— Anlagen, bestand ursprünglich aus sumpfigen Wiesen,
rus Aeckern und Weingärten, die teilweise Privat—
— eigentum waren. Die noch bestehende Platanenallee
tammt aus dem Jahre 1812. Dieser Teil der Anlagen wurde
erst 1818 dem allgemeinen Zutritt zugänglich gemacht.
Damit war Stuttgart zu dem reichen Besitze der von
hm so hochgeschätzten „Anlagen“ gekommen.
Sie ziehen sich in einer Ausdehnung von 80 ha gegen
eine Stunde Wegs bis an den Neckar hin, sind durch schattige
Alleen, weite Rasenflächen und herrliche Baumgruppen aus—
zezeichnet und mit zahlreichen Werken der bildnerischen Kunst
jefchmückt. Den ganzen Tag bis zur einbrechenden Dunkelheit

jedermann zugänglich, sind sie ein beliebter und belebter Spa—
ziergang.
Gleich beim Eintritt in die Anlagen von der Schloßgarten—
ttraße aus liegt ein von Fischen und Wasservögeln bevölkerter
See vor uns. Aus den Ziersträuchern rings um das See—
condell erhebt sich hellblinkend eine Reihe Marmorstatuen,
Nachbildungen meist antiker Kunstwerke durch Hofer. Die
stymphengruppe (Wasser- und Wiesen-Nymphe) oben beim
Wassereinlauf, nach Meister Danneckers Modell 1809 von
einem Schüler Distelbarth ausgeführt, jedoch nicht in Marmor,
ondern in dem auf Stuttgarter Markung gebrochenen Schilf—
andstein.
Seitlich vom See-Rondell der Botanische Garten
nit Prachtwerken der Teppichgärtnerei und der berühmten
Koniferensammlung. In den Rasenbeeten mehrere Nachbild—
ingen berühmter Marmorstatuen. Hier auch das (1895 von
5»ofbildhauer Curfeß und Professor Halmhuber ausgeführte)
Ddenkmal des vielgeliebten württembergischen Herrscherpaars,
J.J. M.M. * König Karl und Königin Olga.
            
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