Volltext : Das neue Weltbild nach dem Niedergang der mechanischen Naturauffassung am Ende des zweiten nachchristlichen Jahrtausends

mitteln, das er ohne große Vorkenntnisse erwerben kann, um es
zu besitzen.
Den Plan für solch ein Weltbild hat der unvergeßliche Heinrich
Hertz vor Jahren mit den Worten gezeichnet: Wollen wir ein ab—
gerundetes, in sich geschlossenes, gesetzmäßiges Weltbild erhalten, so
müssen wir hinter den Dingen, welche wir sehen, noch andere, un—
sichtbare Dinge vermuten, hinter den Schranken unserer Sinne noch
heimliche Mitspieler suchen. Darum habe ich Wert darauf gelegt,
mit der Durchführung des Energieprinzips das Prinzip der Plasti⸗
zität zu paaren und Anschaulichkeit und Greifbarkeit der Vorstellun⸗
gen in den Vordergrund zu stellen, und so ein plastisches Weltbilt
in energetischer Umrahmung zu zeichnen.
Was aber die vorliegende Arbeit von andern unterscheidet, ist,
daß sie nicht an der Schwelle des Unbekannten Halt macht und den
Leser etwas klüger als zuvor mit einem Zukunftstroste und geheim—
nisvollen Andeutungen stehen läßt, sondern vielmehr keiner Schwie—
rigkeit ausweicht und jede zu bewältigen sucht. Aufgebaut ist das
Weltbild nach Möglichkeit auf beobachteten Tatsachen, und nur im
steten Anschluß an solche ist der denkenden Erwägung ihr Recht zur
Erhellung des Unbekannten eingeräumt. Sensationelle Schreib⸗
weise und berechnetes Effekthaschen wurden zugunsten schlichter
Darstellung vermieden: Wer aus Eigenem schöpft, kann solcher
Mittel entraten. Nicht zum wenigsten glaube ich mit der Darstel⸗
lung der noch jungen Elektronenlehre, welche ich nicht aus mathe—
matischen Formeln, sondern aus einem allgemeinen Prinzip eut⸗
wickelt habe, vielen einen Dienst zu erweisen, denen die übliche mathe⸗
matische Behandlung dieses interessanten Gebietes seine Kenntnis—
nahme erschwert. Etwaige Unklarheiten wird der Zusammenhang
des Ganzen und das Nachfolgende aufklären. In der Anlage des
Ganzen ist es begründet, daß das Vorhergehende die notwendige
Voraussetzung zum Verständnis des Nachfolgenden ist. Im übri—
gen soll das Buch für sich selbst sprechen.

Stuttgart, im Juni 1907

Dr. A. S. Gräter.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.