linienförmiger Aneinanderreihung rund 850000 Erden Raum.
Die mittlere Entfernung der Erde von der Sonne, die sogenannte
Sonnenweite, beträgt rund 150 Millionen Km. In dieser Linie
zwischen Erde und Sonne hätten dicht aneinandergereiht 107 Son—
nen Raum. Von der Sonne zum äußersten Planeten beträgt die
Entfernung 30 Sonnenweiten, so daß der Durchmesser unseres
Sonnensystems 60 Sonnenweiten beträgt. Zur Vollendung seiner
Bahn um die Sonne braucht der sonnennächste Planet, der Merkur,
88 Tage, während die Umlaufszeit des sonnenfernsten, des Neptun,
rund 165 Jahre beträgt. Kein Sternforscher vermag deshalb einen
Umlauf des Neptun zu erleben. Von allen Planeten, soweit be—
kannt, vollendet der massige Jupiter die Drehung um seine eigene
Achse am raschesten, in 10 Stunden; gleich nach ihm kommt der
Saturn mit einer Rotationszeit von 101/4 Stunden.
Eine Zwischenstellung im Planetensystem nehmen die Plane—
toiden oder Teilplaneten ein, welche in der Zahl von etwa 600, so⸗
weit bis jetzt bekannt, zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter
ihre Bahnen ziehen. Gegenüber den Planeten sind es winzige Kör—
ver von zum Teil nur einigen Dutzend Kilometern Durchmesser,
Teile, die an dem Zusammenschluß zu einem Ganzen wohl durch die
Nachbarschaft des gewaltigen Jupiter verhindert wurden. Alle zu⸗
sammengenommen sollen noch nicht den dritten Teil unserer Erd—
masse ausmachen.
Außer den Planeten mit ihren Monden, den augenfälligen
Weltkörpern unseres Sonnensystems, bewegen sich in demselben
eine ungezählte Menge von winzigen Weltkörperchen, die nur unter
besonderen Umständen sichtbar werden, nämlich die Meteore. Es
sind die bekannten Sternschnuppen und die größeren und helleren
Feuerkugeln oder Feuermeteore, welche letzteren nicht selten ex—
plodieren. Ab und zu fallen aus solchen außerirdischen Körpern
Massen zur Erde, Meteorite genannt, dem Bestande nach teils
Stein⸗, teils Eisenmeteorite. Jeden Augenblick, Tag und Nacht,
ziehen Mengen von Sternschnuppen in nächster Nähe unserer Erde
vorüber, die zum Teil die Erdatmosphäre kreuzen. Neben den regel⸗
losen sporadischen Sternschnuppen existieren große, periodisch wie—
derkehrende, in bestimmter Richtung strömende Sternschnuppen⸗
schwärme, so der bekannte August- und Novembersternschnuppen⸗
fall. Wir sind daher berechtigt, auch bei den meteorischen Erschei—
nungen Meteorsysteme anzunehmen.
In engem Zusammenhang mit den Meteoren und Meteor—
systemen stehen die Kometen, diese zahlreichen luftigen Gäste unse—
tes Sonnensystems, die in größerer Anzahl zu demselben gehören.
Früher der Gegenstand abergläubischer Furcht als ausgehängte
Zuchtruten Gottes am Himmelsgewölbe, bieten sie zwar noch des