Full text : Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

Heilbronn.

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Keitbronn.
Die  Gründung  der  Stadt  Heilbronn  geht  in  graues  Dunkel  zurück.  Ihre  erste
geschichtliche  Erwähnung  fällt  in  die  Jahre  741  bis  747,  als  der  fränkische  Majordomus ­

  Karlmann  das  Bistum
Würzburg  mit  der  Michaelskirche ­
  in  villa  Helibrunna  und
einem  Zehenteil  der  Königssteuer ­
  daselbst  begabte;  um  das
Jahr  1220  erhielt  Heilbronn
von  Kaiser  Friedrich  II.,  dem
Hohenstaufen,  Stadtrcchte  und
Mauern.
Die  älteste  Schreibart  des
Namens  ist  Helibrunna  (wie
die  älteste.  Urkunde  aus  dem
Jahr  820  zeigt),  Heilicprunno
(841),  Heiligbrunen  (1037),
Hailbrun  (1207).  Wodurch  der
Name  entstanden,  läßt  sich  unschwer ­
  erkennen:  bei  der  Hauptkirche
  der  Stadt,  „zu  St.  Kilian"
floß  einst  eine  heilige  Duelle,
der  siebenröhrige,  schon  gefaßte
Kirchbrunnen,  das  Wahrzeichen
Heilbronns,  von  dem  die  Sage
erzählt,  Karl  der  Große  habe
sich  nach  der  Jagd  an  seinem
köstlichen  Wasser  erfrischt  und
darauf  au  dieser  Stelle  ein
Palatium  errichtet,  aus  dem  sich
die  Stadt  entwickelt  hat.  Es
mag  dort  schon  geraume  Zeit,
bevor  die  Römer  die  schwäbischen
Gauen  besetzten  und  bebauten,
ein  den  Ureinwohnern  heiliger
Brunnen  gewesen  sein.
Über  die  Römcrstätte  bei
Bückingen  geht  jetzt  der  Pflug
und  wuchern  die  Weinreben;
aber  auf  der  anderen,  der  rechten ­
  Seite  des  Flusses  erhob
sich  schon  in  karolingischen  Zeiten ­
  das  jetzige  Heilbronn,  als
Kammerort  und  königliche  Pfalz

Grundriß  der  Kilianskirche.

Paulus,  Tenkm.  aus  Württcmb.

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