Leonberg.
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Natur fest, zum großen Teil noch ummauert; die beiden Thore sind gefallen. Viele
Häuser mit steinernen Unterstöcken in gotischen oder in Renaissance-Formen, auch mit
gutem Holzbalkenwerk, zeigen, daß auch hier in besserer Zeit die Kunst eingezogen
war. Heute noch ist die Stadt an malerischen Durchblicken reich.
Die ansehnliche, frühgotische ev. Pfarrkirche zu Johannes dem Täufer ist dreischiffig,
mit hohem flachgedecktem Mittelschiff und hohem Chor mit Maßwerksfenstern
Römischer Steintisch aus Malmsheim. (M)
und Strebepfeilern, in sehr schlanken, aber noch herben Formen und Verhältnissen.
Innen drei Rippenkrenzgewölbc mit Schlußsteinen. Mächtige Höhe von Chor und
Mittelschiff; im Lichtgaden Spitzbogensenster und je eines auf beiden Seiten im Rundbogen.
Hohe und weite rippenkreuzgewölbte Vorhalle im Westen, auch stich, einen
Durchgang bildend, ostwärts mit sehr schönem Portal aus der besten gotischen
Zeit in die Kirche sich öffnend. An der Nordseite des Chors steht der alte hohe
Turm. Innen tragen achteckige Pfeiler die gekehlten Spitzbögen, die Seitenschiffe
halbe, gegen das Mittelschiff ansteigende Hvchtonnengewölbe. Nur über dem östlichsten,
erbreiterten Teil des nördlichen Seitenschiffes schwebt ein spätgotisches Netzgewölbe
auf Konsolen mit Fratzenköpfen. Rococokanzel, gewaltiger gotischer Taufstein.
Chorstühle mit Flachschnitzercicn. Herrlicher, überlebensgroßer frühgotischer Kruzifixus