Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

Neckarkreis. Obcramt Maulbronn. 
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Lienzingen (Leonzinga 766). 
Ev. Kirche, von befestigten, einst schön gewölbten Kemenaten umgeben (bi.), 
außen mit Schießscharten und von sehr hoher Mauer umfaßt, die in einem Wasser 
graben stand. In dieser Mauer stecken Stücke von diamantierten Fensterleibungen. 
Kirche, lvohl sehr alt, jetzt mit spätgotischen Formen, mit Ostturm mit Chornische, 
beide uetzgcwölbt. Alte Grabplatten auf dem Boden. Verdorbene Inschrift über der 
Thüre zur netzgewölbten Sakristei: hans. EN1U0. DEUTSCH. 
Grundmauern der großen Burg Lienzingen auf dem Burgberg int alten Ringwall. 
Die Liebfranenkirche, Gottesackerkirche, l U Stunde südlich vom Ort, an Stelle 
einer älteren Wallfahrtskirche, von der an der Westseite noch Spuren, eine der rei- 
Lienzingen. Holzhaus. 
Schilde in der Liebfrauenkirche. 
zendsten spätgotischen Kirchen unseres Landes, wohl erhalten; hoher Chor, mit sein 
gefüllten Spitzbogenfenstern, innen hat dieser ein schönes Rippenkreuzgewölbe mit 
Schlußsteinen und vier Schildchen, darunter das Zeichen des Baumeisters. Siehe die 
Abbildungen. Auf einem der Schlußsteine: Jacob windosen schulthciß und sein 
Wappen, aus einem andern das Maulbronner Wappen und: der Erwirdig her vogt 
zu mulbron. Das Geivölbe noch bemalt mit gotischem Geranke. Sakramentshäuschen, 
>481. Unten am Triumphbogen: Hans Jacob Fechinger und wieder ein Zeichen 
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3nt Schiss eine flachgeschnitzte noch bemalte Balkendecke, 1482, mit Drachen, Masken, 
Fratzen und Pflanzen. Kanzel 1482. Beschädigtes Wandgemälde: Maria mit dem
	        

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