Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

Lomersheim. Olbronn. Otisheim. Pinache. 
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Kinde. Um Nvrdportal 1476. Eine mit trefflichem Schmiedeisenwerk beschlagene Thüre 
führt voni Chor in die zierlich gewölbte Sakristei. Siehe das Blatt im Kunstatlas. 
Bauernhäuser mit geschnitztem Balkenwerk, an einen,: Veit Pfullinger 1627. 
Kloster Lorsch war hier seit 766 begütert. Der Ort gehörte den Grafen von 
Jngersheim, dann Vaihingen, seit dem 14. Jahrhundert dem Kloster Maulbronn. 
Lomersheim Lotinarheiin 800). 
lieber dem Dorf die Trümmer mit gesprengtem Turm der alten Burg Lomers 
heim, dessen Ritter Walther (s. S. 411) das Kloster Maulbronn stiftete. Von ihr 
laufen zwei Schenkelmauern bis an die Enz, das Städtchen zu schirmen. Nach Mor 
gen und Abend führte einst ein Thor aus dem Ort. — Gutgeschuitzte Holzhäuser. 
Die ev. Kirche ist erbaut durch Meister Baltasar von Horrheim, spätgotisch, mit 
Ostturm und Chornische; über dem Südeingange steht: A,mo domini 1459 28. 
mensis iulii factum est hoc opus per magistrum balthisar de horheym ad ho 
norem dei. Zwei Renaissancegrabmäler aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. 
Ans dem Kirchhof der alte romanische Taufstein. 
Abgegangen ist die „Niederbnrg". 
Kloster Lorsch war hier seit 800 begütert; die Ortsherren waren die seit dem 
Jahr 1645 erloschenen Freien von Lomersheim. Ihr Wappen war: der Schild 
geteilt, oben von rot und gold fünfmal gespalten, unten blau, auf dem Helm Büffel 
Hörner, das rechte gold, das linke rot. Helmdecke rvt-gold. Ihre Besitzungen gingen 
im 13. und 14. Jahrhundert allmählich an Kloster Maulbronn über. 
«Afbronn (tLlebrunne ;244). 
Die ev. Kirche, 1748, mit unten altem rippenkreuzgewölbtein Turm. Gotischer 
Taufstein, 1577, mit dein Zeichen des Steinmetzen. 
Fast vergangene Burg am linken Abhang des Salzachthales, Vs Stunde nord 
westlich vom Ort. In den Haselwiesen sei die Stadt Rothsalmbach gestanden. 
Olbronn gehörte den Enzberg und kam bald an Kloster Maulbronn. 
chtisheim (Autinesheiin 7%). 
Einst befestigt. Thore und andere Reste der Befestigung von 1692. 
Veränderte gotische ev. Kirche mit noch älterem Osttnrm mit Rippenkreuzgewölbe. 
Alter Klosterpfleghof. Der Ort, in welchem Kloster Lorsch 791 begütert war, kam 
von den Enzberg u. a. frühe an Kloster Maulbronn. Hier trieben die Franzosen 
am 17. September 1692 den Herzog-Administrator Friedrich Karl zurück und nahmen 
den von allen seinen Leuten Verlassenen gefangen; der Olt wurde verbrannt und 
bald erhielten die Waldenser einen Teil der Markung. 
H'incrche. 
Reformierte Kirche, 1721, verschönert 1879, mit den Grabsteinen des Pfarrers 
Jean Girand, st 1724, und Scipion Arnand, st 1729.
	        

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