Title:
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis
Creator:
Paulus, Eduard
Shelfmark:
2Kb 939-Text,1
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/393080226_1889/590/
Baumeister und Bildhauer im Neckarkreis. 
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fal(§ ata der Bau des Chors und sonstiger Teile an dieser Kirche von 1478 an 
geht auf ihn zurück. Um 1491 baute er die Kirche zu Ennetach, O.-A. Saulgau, 
1492 wird er den Umbau der Stadtkirche in der Reichsstadt Weil der Stadtz 
ebenfalls in feinen letzten wahren einen Umbau der Gewölbe in der Heiligkreuzkirche 
der Reichsstadt Gmünd begonnen haben. 
Solch weitgedehnte Thätigkeit konnte unser Meister natürlich nur mit Hilfe einer 
Reihe von Genossen ausüben, welche wir zum Teil als eigentliche Schicke/ von ihm 
ansehen dürfen und welche teils als eigentliche Parliere unter ihm gedient haben mögen, 
teils, als selbständige Meister, nur mehr bei Hauptfragen Rat und Weisung von ihrem 
Oberleiter empfangen haben mögen. Nur die wenigsten von ihnen vermögen >vir mit 
Namen zu nennen. 
In zweien der Stuttgarter Kirchen und ebenso in Cannstatt tritt seinem 
Zeichen zur Seite das von Fig. 3; an der Empore von 1479 in der Spitalkirche 
findet sich das Meisterzeichen eines J. L. H. oder J. H. L. (Fig. 4, 20), 
eines oder das andere vielleicht Zeichen des 1470—1478 genannten Ballier Hans, 
der 1479 gestorben war und neben dem 1473—1479 sein Sohn Hans, Ballier, 
vorkommt. Ein Bildhauerzeichen gleicher Form mit Fig. 4 findet sich in Kloster 
Blaubeuren (um 1491—1497). 
H 
Mg. 1- 
In Marbach sind bei dem Bau des Langhauses von 1463 au nicht weniger 
als drei Meister als Gehilfen des Obermeisters bezeugt, die mit den Zeichen, Fig. 
5, 6 und 7. 
Schon bei diesen, wenigstens den zwei ersten derselben finden wir zugleich dann 
weitere Zeugnisse ihres Wirkens. 
Es hat nämlich der Meister von Fig. 5 die Sakristei in Winterbach, die 
Kirchen in Echterdingen, O.-A. Stuttgart und in Grunbach (1481), .Nauberv- 
bronn und Hebsack. O.-A. Schorndorf, gebaut, in der Stadtkirche zu Backnang 
(zwischen 1495 und 1515) das Chorgewölbe eingesetzt, wobei ihm in Haubersbronn 
und Hebsack der Meister Fig. 8, in Grunbach der Meister Fig. 9 behilflich war. 
Hinwiederum der Meister Fig. 6 in Marbach, hat weiterhin die Lpeirer- 
kirche in Titzingen, O.-A. Leonberg ausgeführt, vielleicht eine frühere Kirche in 
fSofert, O.-A. Cannstatt, und den von Albrecht Georg begonnenen Umbau der 
Gewölbe an der Heiligkreuzkirche in Gmünd (vielleicht bis 1522) weiter geführt. 
Möglicherweise ist "er hienach der Werkmeister Hieronymus Mager in Gmund, 
der 1502, aber vergebens, nach Freiburg i. B. empfohlen ward. In Hofen und 
Ditzingen hatte derselbe seinerseits einen Gehilfen an dem Meister Fig. 10, der allein 
1512—1515 an der Sakristei und am Turm der Spitalkirche in Markgroningen 
baute und (nach 1495) die Vorhalle der Kirche in Schwieberdingen gemeinsam
        

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