Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Neckarkreis (1889)

Murrhardt. 
55 
Hroß-Aspach. (Asbach 862/ schon 862 hat Kloster Lorsch Güter hier.) 
Ev. Kirche zu St. Juliana von 1780 mit zum Teil noch romanischem Ostturm, 
an dessen Südseite ein gotisches Maßwerkfenster. Altes Kruzifix. Stattliches Pfarr 
haus, 1612 und 1698, mit dem Wappen der Sturmfeder. 
MurrHcrrdt. (Murrahart, 873.) Stadt. 
Wappen der Stadt: zwei Wölfe, einen Tannenbaum haltend; das Wappen des 
Klosters: gelber Abtsstab mit weißer Fahne. 
An Stelle des alten Römerortes, dessen Kastell, noch in den Umrissen erhalten, 
von Südosten her in die jetzige Stadt hereinragt, gelegen im grünen waldumkränzten, 
von frischen Büchen durchrieselten Mnrrthal. An der durch die Alemannen um die 
Mitte des dritten Jahrhunderts in Trümmer geworfenen Römerstätte erscheint fünf 
Jahrhunderte später aus dem südwestlich der Stadt im Thal gelegenen Hügel, an 
dem eine immer kalte Quelle fließt, die Gestalt des frommen Einsiedlers Walderich. 
Noch ist in der Kirche auf dem Hügel der schwarze heilige Stein vorhanden, 
zu dem selbst die Protestanten weit aus der Umgegend heute noch wallfahren. Die 
höchste Blüte erreichte die geistliche Pflanzung Murrhardt wohl zu Ende des 12. Jahr-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.