Volltext : Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Schwarzwaldkreis (1897)

Pfullingen.

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innerung  an  die  hier  verschwundene,  edelgemäßigte,  wie  von  einem  heiligen  Hauch
durchzogene  Kunst.  Eben  die  Nonnenkirchenbauten  dieser  spätesten  Hohenstaufenzeit
gehen  ja  in  Zartheit  allen  anderen  voran.  Herzogliches  Schloß  mit  Ecktürmen,  1563,
jetzt  Privatirrenanstalt.
Die  Grafen  des  Pfullichgaues,  Vorgänger  der  Grafen  von  Achalm,  saßen  Wohl
hier,  wo  das  mit  dem  Blutbann  belehnte,  an  der  Königsstraße  (Römerstraße)  abzu-Psullingen.

  Funde  aus  Reihengräbern.  >/3  nat.  Grübe.  (M.)

haltende  Schranncngericht  war.  Ein  Geschlecht,  das  sich  von  Pfullingen  nannte  und
durch  hohe  kirchliche  Würdenträger,  den  heil.  Wolfgang,  Bischof  von  Regensburg,
972—994,  und  den  vor  seinem  Amtsantritt  1066  getöteten  Erzbischof  Kuno  von
Trier,  hcrvorglänzt,  ging  im  14.  Jahrhundert  in  die  Rempen  von  Pfullingen  über,
deren  letzter  im  Jahr  1487  seinen  Teil  am  Ort  mit  Schloß  u.  s.  w.  an  Württemberg
verkauft.  Auf  dem  Jörgenberg  war  eine  Opferstätte,  später  eine  Wallfahrtskapelle.
            
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