Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Schwarzwaldkreis (1897)

Rottweil. 
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äußern Länge (214 F.) betrüge, aber auch so ist die Breiten- zur Längen- und 
Höhenentwicklung außergewöhnlich groß. Die ganze Breite der ursprünglichen Basilika 
war wohl nur 70 F-, weil die noch nachweisbare äußere des romanischen Hochschiffes 
35 F. beträgt. 
Die Westseite bildet jetzt eine breite, mit einigen spätgotischen Maßwerkfenstern 
belebte Fronte, weil nach dem letzten Umbau zu Ende des 15. Jahrhunderts das 
Hochschiff nur wenig über die Seitenschiffe emporragend gemacht wurde. Das 
Portal erinnert noch an den ersten, und das streng gefüllte Spitzbogenfenster des 
nördlichen Seitenschiffes an den zweiten Bau der Kirche. Das Portal treppt sich 
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Rottwcil. Heiligkreuzkirche. Querschnitt durch den Chor. 
dreimal mit je einem Säulchen in der Ecke ein, die Kapitale der Säulchen wurden 
in der Renaissancezeit durch etwas unförmliche korinthische ersetzt und über ihnen 
schließt sich die hier fortgesetzte so reiche Gliederung der Portalwäude in gedrücktem 
Spitzbogen zusammen; über ihm ein großes spätgotisches Fenster. Die ganze 
Westseite der Kirche sitzt (wohl noch voir dem Brandschutte des Jahres 1696 Herl 
viel zu tief im Boden, so daß zum Portale Stufen hinabführen. 
Das dreischiffige Langhaus der Kirche markiert sich gegen außen mit hohen 
Seitenschiffen, die von ziemlich breiten spätgotischen Fischblasenfenstern durchbrochen, 
und von den nur schwach und über Eck vortretenden, stumpf an das Dachgesims an-
	        

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