Full text: Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Inventar. Schwarzwaldkreis (1897)

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Schwarzwaldkreis. Oberamt Tübingen. 
Ein großes, schön gemaltes hölzernes Epitaphium mit der Inschrift: Anno 
lg 14 Den 7. Augusti Starb Hanß Christoff Herter Von Und zu Herteneckh Und 
Dußlingen der Leiste seines Stammens und namens; lveiter heißt es, er ward nach 
echter Rittersitte mit Schild rmd Helm begraben. 
Das Grabmal des Hans Conrat von First, Herr zu Horstai und Seybers, 
gest. 6. März 1561; seine Gattin Ursula, geborene Schneller, gest. 13. Febr. 1560. 
Es ist daraus ein Ritter groß ausgehauen. 
An der Ostwand des Schiffes: 
Das des Hans Caspar von Anweyl, Obervogt, gest. 12. Okt. 1562, seiner 
Gattin Katharina von Neuneck, gest. 21. Juni 1593, und deren Sohn Hans Albrecht, 
gest. 1563. 
Ein Ritter in Lebensgröße, mit der Inschrift: Anno domi. 1560 uff den 
3. novembris ist verschulden der edel und vest Hainrich Osthaim Erbschenk Burckvogt 
hie zu Tübingen gewest. 
Das Grabmal des Wolfs Dietrich Megentzer von Feldorf, Obervogt zu Wil 
berg, gest. 20. August 1569. 
Ein Ritter auf einem Löwen stehend; Hans Conrad von Wernau, gest. 1553. 
Ein zweites Grabmal des schon genannten Fritz von der Schulenburg, ohne 
Zweifel sofort nach seiner Bestattung gesetzt. 
An der Südseite der Kirche: 
Das Grabmal des Johann Reiste, Studenten aus Steiermark, gest. 6. Mai 
1617; es hat mit dem Stil des Marktbrunnens auffallende Ähnlichkeit. 
Das des Wilhelm von Janowitz, gest. 1. Mai 1562; dessen Gemahlin Anna, 
geb. von Sachsenheim, gest. 23. Febr. 1553. 
Das des Hans Trnchsäs von Höfingen zu Höfingen und Krespach, gest. 
28. Nov. 1576. 
An der Nordseite der Kirche. 
Das Marmordenkmal des Jakob Schegk, Doktor der Philosophie und Medizin, 
gest. den 9. Mai 1587. 
Das Marmordenkmal des Gottfried Graf zu Ötingen, gest. 23. Aug. 1596. 
Das Grabmal der Elisabetha, Georg Hizlers, Professors der griechischen Sprache 
allhier Ehefrau, gest. 6. Juni 1585. 
Das des Ferdinandt Ernst Freyherr von Bernerdin Zum Pernthur und Sind- 
liltgen. Seines Alters 21 Jahr, 5 Monat, 12 Tag, gest. 26. Juni 1659. 
Das ebenfalls sehr zierliche, der Maria Cleophe Leutrum von Ertiugen, Joh. 
Stickels Ehefrau, gest. 12. Dez. 1564. 
Ein großer Ritter, ohne Jnschrifttafel, mit dem Wappen der von Weitingen. 
Vom Chore aus führt südlich eine mit sehr schöner, eisenbeschlagener Holzthüre 
versehene Pforte in die beiden Sakristeien. Die erste wird durch den Unterstock des 
schon genannten zweistöckigen gotischen Anbaues gebildet, hat ein Netzgewölbe mit 
noch bemalten Schlußsteinen, worauf Maria mit dem Kinde und ein Engel mit dem 
-rübinger Wappen; der zweite Stock dieses Anbaues, das ehemalige Archiv, ist eben 
falls netzgewölbt irnd von der Kirche aus durch eine neue steinerne Prachttreppe zu 
gänglich. Der zweite Sakristeiraum ist auch netzgewölbt, an den Wänden hängen
	        

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