Volltext: Jahres-Bericht der Königlichen Polytechnischen Schule Stuttgart (1868/69)

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Die Fenster des Querbaues. 
Die Einfassungen der Oval- und Rundfenster. 
Die Kreuzgewölbe der Bassin- und der Bogenhalle. 
Römisch sind; 
Die dorischen, jonischen und korinthischen Säulen in der Halle und dem Portikus. 
Die Täferdecke des Dachstuhls. 
Das Gesimse des Portikus mit seinen reichen Ornamenten und dem lieblichen 
Ornat der Bogen. 
Die Gesimse über Thüren und Doppelfenstern, das Hauptgesims, die Eck- und 
Giebelpfeiler als reiche Pilaster ausgebildet, die Gesimse, die den Giebel hori 
zontal theilen, die Piedestale. Vergl. Fig. 6 der Taf. I. 
Wie gefällig und harmonisch aber verschmelzen sich diese so verschiedenen mittelalter 
lichen und römischen Motive zu einem neuen Ganzen! Wie schön machen sich gerade die 
Gegensätze zwischen den massigen Thürmen und den eleganten Säulenhallen, zwischen den 
durch Fenster nur unterbrochenen einfachen Mauermassen und dem lebendig gegliederten Giebel! 
Statt der Zinnen und rohen Mauerverstärkungen des Giebels, wie wir’s bei gotbischen Häusern 
in Köln, Goslar, Hildesheim, Hannover sehen, erleichtert der Baumeister die Giebelmauer 
durch elegante Pfeiler mit reichen Arabesken und Kapitalen, lässt sie aber nicht unterbrechen, 
sondern kröpft die römischen Gesimse um die Pfeiler herum und endigt die Pfeiler frei, lustig 
mit Hirsch- und Rehbildern, für deren sicheres Lager er noch durch zierliche Consolen sorgt. 
Die Giebelabsätze nach der Dachschräge verbindet er durch geschweifte Linien. Die endigen 
den Gesimse folgen dieser Schweifung. Ich läugne nicht, diese schönen Schweifungen bildeten 
den Anfang zur verwilderten Renaissance, aber hier sind sie noch massvoll gebunden. Diese 
Giebel erfreuen uns und mahnen uns daran, der Ausbildung des für unsere Zeit so praktischen 
Giebels mehr Aufmerksamkeit zu schenken. 
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