Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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über der Hauptfassade an der Kaiserstrasse mit den in ganzer Länge 
durchgehenden Oberlichtsälen, würde darauf Bedacht zu nehmen. sein, 
dass bei der Ausführung eine möglichst befriedigende Lösung für den 
in die Dachfläche eingelegten Glasstreifen gefunden wird. 
„Tilly.“ Ein II Preis, 
Das Bauwerk gruppiert sich um zwei bescheidene Lichthöfe; durch 
die später anzufügenden Bauteile wird ein dritter grösserer Lichthof 
umschlossen, 
Die Gesamtanlage ist sehr klar und zweckmäfsig disponiert. Die 
Aneinanderreihung allzuvieler gleichgeformter Räume könnte im Innern 
leicht ermüdend wirken. Etwas reichere. Abwechselung und freiere 
Raumbildung wäre erwünscht gewesen, 
Hervorzuheben ist die wohlgelungene Aussenarchitektur, welche 
sich an die der Bürgerhäuser der deutschen Frührenaissance anlehnt 
und durch die Einfachheit der aufgewendeten Mittel wohlthuend wirkt. 
Das Projekt erscheint hinsichtlich seiner Ausdehnung und seines 
Aufwandes zu den angegebenen Kosten ausführbar, 
„Schönheit ziere ihn.“ Ein III Preis, 
Klarer Entwurf unter Verzicht auf jede Hofanordnung mit Aus- 
schluss des Lichthofes für die spätere Erweiterung, Auch für die erste 
Herstellung ist die zweckmäfsige Anordnung der Rückfront anzuerkennen, 
Die Treppenanlage könnte monumentaler gestaltet werden, 
Der eigentliche Reiz der Lösung liegt in der späteren Erweiterung 
des Grundrisses zu einem überbauten monumentalen Lichthof mit 
Galerieen in dem Mittelbau der Hinterfront, Die Seitenflügel rechts 
und links sind bis auf unbedeutende Anhängsel des Hauptbaues ver- 
kümmert, Demgemäfs entspricht die Architektur des Abschlusses der 
Seitenflügel mit Giebeldreiecken nicht durchweg der Tiefe derselben 
nach der Grundrissausbildung. 
Die Hauptfassade zeugt von bemerkenswerter Gestaltungskraft, wie 
dieselbe den Charakter des Museums vollkommen zur Darstellung bringt. 
Auch die innere Architektur, namentlich des Lichthofes, bewegt sich in 
durchaus angemessenen Formen. 
„Roter Stern.“ Ein IIL Preis, 
Die vorläufig zu schaffenden Räume sind um einen inneren Hof 
gruppiert; die später zu erbauenden würden sich um einen zweiten Hof 
herum angliedern, Durchaus malerische Aussenarchitektur von solidester, 
aber sehr ansprechender. Formengebung, Die Gruppierung der Massen 
wird erst bei vollständiger Bebauung ganz zur beabsichtigten Wirkung 
kommen, aber auch ohne die spätere Erweiterung wird schon jetzt das 
Bild des vorläufig zu erbauenden Hauses ein sehr interessantes sein, 
wenn auch der Front gegen die Kaiserstrasse zu wünschen wäre, dass 
sie länger sein möchte. 
BEBEREEEES EEE = SE na
	        

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