Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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Aufwand als obige Summe erfordern, werden von der Preisverteilung 
ausgeschlossen. Die Entwürfe und Anschläge werden einer Vorprüfung 
und Nachrechnung unterworfen. 
An Zeichnungen (nicht farbig) wird verlangt: im Malsstab ı : 200 
a) Grundriss zu ebener Erde mit Anordnung der Sitzplätze sowie 
Angabe der Stellung von Altar, Kanzel, Taufstein und Lesepult; 
b) Grundriss der Empore mit Anordnung der Sitzplätze, sowie An- 
gabe über Stellung der Orgel; 
C) zwei Querschnitte, der eine mit Einzeichnung des Aufbaues von 
Altar und Kanzel, der andere mit der Darstellung des Orgel- 
aufbaues; 
d) Längsschnitt; 
e) Seiten- und Hinteransicht; 
f) Vorderansicht; 
g) ein Schaubild des gesamten Kirchbaues, etwa von der Platzecke 
an der Einmündung der Josefinenstrasse; 
überdies: 
h) Grundriss 1: 100 mit genauer Einteilung der Sitzplätze; 
i) ein Lageplan im Mafsstabe ı :500 mit Angabe der Freitreppen, 
der Zufahrtswege und Andeutung der gärtnerischen Anlagen des 
übrigbleibenden Platzes; 
k) ein Erläuterungsbericht, welcher die gewählten Anordnungen, Kon- 
struktionen, das für die Architektur in Aussicht genommene Bau- 
material und die Grundzüge sonstiger Einrichtungen darlegt; 
l) ein kontrollierbarer, mit dem Einheitspreis pro qm und cbm be- 
rechneter Kostenüberschlag mit genauer Angabe: ı. der bebauten 
Fläche in qm, 2. des umbauten Raumes in cbm, gemessen vom 
Gelände bis Oberkante Hauptgesims des Kirchgebäudes, 
Die Einlieferung der Entwürfe hat an den Kirchenvorstand der 
St. .Lukasgemeinde zu Chemnitz, Josefinenplatz 6, bis Dienstag, den 
15. Februar 1898 zu erfolgen. 
Das Preisrichteramt haben übernommen: 1. Geheimer Baurat Orth 
in Berlin, 2, König]. Sächs, Baurat Dr, Rossbach in Leipzig, 3. Professor 
Hubert Stier in Hannover, denen noch die Kirchenvorstandsmitglieder 
4. Bernh. Wagner, Architekt und Lehrer an den technischen Staatslehr- 
anstalten, 5. Otto Stäber, Baumeister, 6. Robert Wolf, Baugewerke und 
7. der unterzeichnete Pfarrer beigegeben sind, 
Für die vom Preisgericht als die besten anerkannten Entwürfe 
wird ausgesetzt: 
ein 1. Preis von 3000 Mark 
“2 - 2000. - 
= 5. - - 1000 - 
Es bleibt den Preisrichtern freigestellt, die Summe der ausgesetzten 
Preise auf eine andere Weise zu verteilen. 
Chemnitz, am ıo. November 1897. 
Der Kirchenvorstand von St. Lukas, 
Päutz, Pfarrer, Vorsitzender. 
  
 
	        

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