Full text: Deutsche Konkurrenzen (1902, Bd. 14, H. 157/168)

Die preisgekrönten oder angekauften Entwürfe gehen in das” Eigentum der 
Deutsche Solvay-Werke Actien-Gesellschaft über; jedoch soll es auch den Verfassern 
dieser Entwürfe freistehen, dieselben zu veröffentlichen. Eine V erpflichtung zur Aus- 
führung eines der eingegangenen Entwürfe wird von der Deutsche Solvay-Werke 
Actien-Gesellschaft nicht übernommen. 
Urteil des Preisgerichts. 
Bernburg, den 6. November 1901. 
Zu dem von der Deutsche Solvay-Werke Actien-Gesellschaft in Bernburg aus- 
geschriebenen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für die Anlage einer Arbeiter- 
Kolonie in Bernburg sind 61 Entwürfe rechtzeitig eir °n; 2 Entwürfe mussten 
wegen verspäteter Einlieferung von der Beurteilung ausgeschlossen werden. 
   
   
  
Nachdem die Pläne auf die Erfüllung des Programms hin vorgeprüft waren, 
trat das Preisgericht, bestehend aus den Herren: Franz Schwechten, Königlicher 
Baurat, Berlin, Schmieden, KöÖniglicher Baurat, Berlin, und Witthö ft, Regierungsbau- 
meister, Berlin. am 5. November a. C., 10 Uhr vormittags zu einer Sitzung zusammen, 
um an diesem und bis zum folgenden Tage abends die Verteilung der Preise herbei- 
zuführen, 
Sämtliche eingegangenen Entwürfe wurden zunächst einer eingehenden Prüfung 
unterzogen, 
Es schieden als minderwertig die Entwürfe aus mit den Kennworten: „Kurz“, 
„Vieles auf einmal“, ,, Weihnachtstraum“, ‚Germania‘, ‚An der Saale‘‘, „Heim“, 
„„Jes. Anglo“, „„Los‘‘, „Arbeıt LIT“, „Bergmannsgruss‘“, „Sonntg““, „„Solvayheil“, 
„Div. Kennworte: <b“ „Luft und Licht“, 
Nach einer nochmaligen Sichtung wurden weiterhin folgende 30 Entwürfe, als 
für die Preisbewerbung nicht in Betracht kommend, zurückgestellt: „Hilfreich sei 
der Mensch, edel und gut‘, „Rotes Kreuz‘, Volkswohl““, „Schloss texle*“, „Olive“, 
„Für Gemüt und Leben‘, ‚,Moselgrüsse‘‘, „Saar, „Einfach‘‘, ‚„Sozialpolitik“, 
„Bitte“, „„Ländlich‘, „Fürsorge“, ‚Heim‘, „Glück auf (markiert IV)‘“, ‚,Wohl- 
fahrt“, ‚„„Durchkreuzte 2 Pfg. Marke“, „Aus der Erfahrung‘, „Motto: (Künstler- 
schild)‘‘, ‚,GZück auf (Zeichnungen grau mit weisser Einfassung)‘‘, „Glück auf 
(Zeichnungen mit grauer Einfassung)‘‘, „Dora‘‘, „Nicht zu dicht — Luft und 
Licht“, „Mein Haus — meine Welt‘, „,Soztalreform‘““, „Nüchtern‘‘, „Aus einem 
Guss‘, „Glück auf (Zeichnungen auf weissem Papier)‘ „Sanıtas‘‘, „Arbeiter für- 
Sorge und Familienheim‘‘, 
  
   
  
  
  
Zur Beurteilung blieben nunmehr noch 17 Entwürfe übrig. Von diesen mussten 
nachstehende 10 Lösungen, obschon sie in mancher Beziehung das Programm er- 
füllten und glückliche Gedanken, welche bei der Ausführung zu berücksichtigen sind, 
enthielten, als minderwertig zurücktreten: ‚Paradies der Arbeiter‘‘, „Heil“, „Ohne 
Formstein“‘, ‚Im Grünen‘‘, „„Stegrune‘‘, „Hinter Epheuranken‘“, „Raum Jür 
Alle“, „„Eugenchen‘“, „Arbeit I “, „„Heimatlich‘ 
Die verbleibenden 7 Entwürfe mit den Kennworten: „HM 20‘, „„Diagonal“, 
„Arbeiterdorf“, „Eigner Herd‘, „Arbeit I (Zeichnungen auf Karton)‘, „Kiek an‘, 
„Heimatglück‘ wurden nochmals wiederholt auf das eingehendste geprüft und unter- 
einander abgewogen. 
. Das Preisgericht beschloss einstimmig, weil keiner der 7 Entwürfe nach allen 
Richtungen hin den Programmbestimmungen gerecht wurde, von der Erteilung eines 
1. Preises abzusehen und,, von der Bestimmung des Programms Gebrauch machend, 
die Preise in folgender Weise zu verteilen: 
Je einen Preis von 2000 M. die Entwürfe mit den Kennworten: „H20*, 
„,Arbeiterdorf“, ferner einen Preis von 1500 M, der Entwurf mit dem Kennwort: 
»„Diagonal“, Je einen Preis von 1000 M. die Entwürfe mit den Kennworten; 
‚‚Heimatglück‘“, „Kiek an‘, 
8 Es wurden ferner zum Ankauf für den Preis von je 500 M. die beiden Ent- 
würfe mit den Kennworten: „HEigner Herd“ und „Arbeit I* empfohlen. 
  
  
 
	        

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