Volltext: Deutsche Konkurrenzen (1902, Bd. 14, H. 157/168)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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I. Vereins- und Sammlungsräume: 
I. Für den Provinzial-Verein für Wissenschaft und Kunst: 
ı Vortragssaal (der jetzige Landtagssaal) 1 8 ı. I Sitzungszimmer für den Vorstand 
und die Sektionen, für 30—40 Personen a hend, rd. 70 qm. 1 Bibliothek und 
Registratur für den Provinzial-Verein 30— I Bibliothek für den historischen 
Verein 25—30 qm. ı Vorzimmer für /ortragenden, event. neben dem Vor- 
tragssaale, 15 qm. I Kleiderablage nebst Toilettenräumen, auch für die Besucher 
der Vorträge, rd. 40 qm. 
2. Für den Altertums-Verein: 
I Bibliothek rd. 30 qm. 1 Münzkabinett rd. 25 qm. Sammlungsräume: 
(Angemeldet sind rd. 1600 qm.) Vorzusehen sind mindestens 1200 qm (einschliess- 
lich Margarethenkapelle). 
3. Für den Westfälischen Kunstverein: 
I Zimmer für den Vorstand rd. 40 qm. 1 Bibliothek 35—40 qm. Skulpturen- 
sammlung rd. 150 qm. Gemäldesammlung: (Angemeldet sind 450 Ifdm. bezw. 1440 qm 
Bildfläche für die Gemälde des Vereins 200 Ilfdm. bezw. 600 qm Bildfläche ‚für 
die jährliche Ausstellung.) Vorzusehen sind mindestens: 400 1]fdm. bezw. 1200 qm 
Bildfläche für die Gemälde des Vereins. Die erforderlichen Räume für die Auf- 
bewahrung der Kisten, sowie ein Fahrstuhl an der Nebentreppe, vom Keller- bis 
zum Dachgeschoss reichend. 
Aus dem Gutachten des Preisgerichts. 
Münster, am 30. Januar 1902. 
Zur Beurteilung der Entwürfe hatten sich die technischen Mitglieder des 
Preisrichterkollegiums am 30. Januar 1902 eingefunden. 
Die eingegangenen 35 Wettbewerbsentwürfe wurden an der Hand der von 
der Provinzialverwaltung gefertigten Vorarbeiten einer zweimaligen eingehenden Be- 
sichtigung unterzogen. Auf Grund dieser Zesichtigung konnten 24 Entwürfe als zur 
Klasse III gehörig ausgeschieden werden, und es blieben für eine eingehendere 
Beurteilung übrig die Entwürfe: No. 5, 7, 9, 10a, II, 17, 20, 24, 26,27 und 32ı 
Nach einer wiederholten gemeinsamen Prüfung der letzteren wurden dieselben 
gesondert in Klasse I und II und zwar dahin, dass No. II, 17, 20 und 27 zur 
Klasse I und die No. 5, 7, 9, 108, 24, 26 und 32 zur Klasse II zu rechnen sein 
möchten. *) 
No, 5. „Jan von Leyden.“ 
Nach den Ergebnissen der Vorprüfung sind zwar die zulässigen Grenzen durch 
die bebaute Grundfläche überschritten, jedoch sind die örtlichen Verhältnisse im 
übrigen berücksichtigt worden. Auch die Forderungen des Programms sind erfüllt, 
insbesondere ist auf die Gestattung des Programms eingegangen, dass der Haupt- 
eingang zum Museum durch den Eingang des alten Hauses genommen werden kann. 
I. Die Grundrissanordnung leidet an folgenden M ängeln: ı. Vom Eingang 
gelangt man erst nach 3maligem Umbiegen und noch dazu von einem Podest der 
Treppe in die Räume der Altertumssammlungen. Die beiden Haupträume der letzteren 
haben eine Tiefe von 16 bis 18 m, sind daher in ihren mittleren Teilen zum Auf- 
stellen von Gegenständen unbrauchbar. 2. Der Raum für die Glasmosaiken hat 
dagegen eine zu geringe Tiefe. 3. Die Wohnung des Hauswarts hat einen Zugang 
durch ein Zimmer, so dass ein solches zu wenig ist. 4. Der nordwestliche grosse 
Raum für Altertümer erhält in ungünstigster Weise Licht von 4 verschiedenen Seiten. 
II. Die Vorzüge des Projektes, welche einen Ankauf desselben empfehlens- 
Wert erscheinen lassen, sind folgende: 1. Die Grundrissanlage ist mit Ausnahme der 
unter I ı gerügten Mängel eine klare, besonders in dem zweiten Obergeschoss. 
2. Die Anlage eines Turmes in der Mitte der architektonisch sich günstig an einander 
Schliessenden Gebäudegruppe ist zweckmäfsig und nicht über Gebühr kostspielig. 
A 
s kann hier nur zum Abdruck gelangen, was sich auf Entwürfe bezieht, die in dem 
Hefte dargestellt sind. 
«3 
vorliegenden 
 
	        

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