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1, Die Konzentration erhöht sich nach der Tiefe zu.
2. Das Verhältnis Sulfat: Chlorid verschiebt sich nach der Tiefe
zugunsten des Chlorids.
Sulfate überwiegen in reineren Mergeln, Chloride dagegen in
sandigen Mergeln.
Wie Bohrungen und Feinnivellements im Aufstiegsgebietklar
zeigen, gibt es keine Quellspalte im eigentlichen Sinn. Die Halbkuppel
ist in verschieden hoch gelegene Spezialschollen zerlegt. Unter dieser
Kuppel sammelt sich die Kohlensäure wie in einem Gasometer und versucht
auszubrechen. Sie hebt die Mineralwässer empor und tritt, mit
ihnen vermischt, am energischsten in der tektonisch am höchsten liegenden
Teilscholle der Albertquelle aus; bei deren Fassung trat sie geisirartig
eruptiv aus.
Langjährige, teilweise sehr bittere Erfahrungen belehren über die
Rolle des gewöhnlichen Talgrundwassers. Werden die Mineralbrunnen
zu sehr ausgepumpt, so geht die Konzentration zurück und die stoffliche
Zusammensetzung verändert sich. Bei zu großer Entnahme erlaubt entstehender
Unterdruck im Mineralwasserhorizont das Eindringen süßen
Grundwassers, Spiegelschwankungen der Tauber und damit eng zusammenhängende
Grundwasserschwankungen setzen die Güte der
Wässer herab. Werden die ausgewogenen Druckverhältnisse gestört, so
finden Vermischungen statt auf Wegen, die man mit technischen Mitteln
nicht schließen kann. Außerdem kann bei verstärktem Abfluß das hochkonzentrierte
Porenwasser nicht rasch genug nachströmen, somit setzt
das weniger konzentrierte Kluftwasser den Mineralgehalt herab.
Sollen die Wässer stets in gleicher Güte ausfließen, so müssen die
Quellverhältnisse stabilisiert werden. Dies wird erreicht durch genaue
Begrenzung der zu entnehmenden Mineralwassermengen, durch Einhalten
eines ganz bestimmten Grundwasserstandes (Einbau eines Regulierwehres,
wechselnde Einstellung des Überlaufes an den Fassungen)
and durch den Schutz des Quellenaufstiegsgebietes,
Weitere Mineralwässer könnten neu erschlossen werden im Plattensandstein,
im Mittleren und Unteren Buntsandstein und wahrscheinlich
auch im Rotliegenden; dagegen reichen die Zechsteinsalze nicht soweit
nach Süden, aus dem Zechstein sind also keine hochkonzentrierten
Wässer zu erwarten. In größerer Tiefe dürften erhebliche Kohlensäuremengen
angetroffen werden. Die geothermische Tiefenstufe des Gebietes
ist unbekannt; unter Zugrundelegen normaler Verhältnisse können
an der Basis des Rotliegenden Thermalwässer von etwa 30° erbohrt
werden. Eine Tiefbohrung bis in diesen Bereich wäre sehr angebracht.
W.C.
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10. März 1948. — Vortrag von Dr. Gerhard Schlenker: „Forstbotanische
Untersuchungen in Württemberg"
7. April 1948. — Lichtbildervortrag von Hauptkonservator Dr.
Ernst Schüz: „Ergebnisse der Vogelzugforschunng“.