■ \ > •.» Oeffentlicher Wettbewerb für ENTWÜRFE ZU EINEM NEUEN RATHAUS in Stuttgart. Allgemeine Bedingungen. Zu der Preisbewerbung werden deutsche und deutsch-österreichische Architekten eingeladen. Die Entwürfe sind mit einem Motto zu versehen. In einem mit demselben Motto versehenen Brief ­ umschlag ist die Angabe des Namens und Wohnorts des Verfassers beizufügen. Entwürfe, die den Namen oder Wohnort des Verfassers anderweitig erkennen lassen, bleiben von der Preisbewerbung ausgeschlossen. Die Entwürfe sind spätestens bis zum I. Mai 1895 abends 6 Uhr bei dem Stadtschultheissenamt Stutt ­ gart, Rathaus, gegen Bescheinigung einzureichen, beziehungsweise ausweislich des Poststempels, am genannten Tage der Post zur Beförderung zu übergeben. Später einlaufende Entwürfe sind von der Preisbewerbung ausgeschlossen. Zur Darstellung des Entwurfes werden verlangt: a) Ein Lageplan im Massstab 1:500. b) Die Grundrisse sämtlicher Stockwerke im Massstab 1:200. In den Grundrissen sind die Hauptmasse und in den einzelnen Räumen Flächeninhalt und Zweckbestimmung einzuschreiben. c) Die Ansicht gegen den Marktplatz jn 1:100, diejenigen gegen die Hirsch-, die Metzger- und die Eich ­ strasse im Massstab 1: 200. d) Die hauptsächlichsten, zur Klarstellung der gewählten Anordnung nötigen, mindestens aber 2 Durch ­ schnitte im Massstab 1 : 200. e) Eine Perspektive Ansicht des Gebäudes, für welche der im Lageplan mit S bezeichnete Standort, und der Horizont 250 m über dem Meer bestimmt ist. Die Bildebene ist durch die dem Auge am nächsten befindliche Kante des Baues zu legen, an dieser Kante sind die Höhen mit Massstab 1:150 aufzutragen. f) Ein Erläuterungsbericht zur Klarlegung des Entwurfs. Ferner ist den Entwürfen ein Verzeichnis der vorgelegten Zeichnungen und Schriftstücke beizu- schliessen. Die Gesamtbaukosten dürfen die Summe von 1300000 Ji nicht überschreiten. Der Berechnung der Baukosten ist der Kubikinhalt des umbauten Raumes, von der verglichenen Trottoirhöhe bis zur Oberkante des Hauptgesimses gemessen, einschliesslich der etwaigen Aufbauten, aber abzüglich des kubischen Inhalts des Luft ­ raumes von Höfen unter Ansatz eines Einheitspreises von 25 für den Kubikmeter zu Grunde zu legen. In diesem Preis sind die Heizungs- und Beleuchtungseinrichtungen, Bauführungskosten u. s. w. überhaupt sämtliche Insgemeinkosten inbegriffen. Das Preisgericht entscheidet, ob der Entwurf mit dem genannten Einheitspreis ausführbar ist und wird letzteren nötigenfalls erhöhen. In dem Kostenvoranschlag sind die der Berechnung zu Grund gelegenen Zahlen zur Ermöglichung der Revision durch Randskizzen zu erläutern. Die Beurteilung der eingehenden Arbeiten erfolgt durch ein Preisgericht; dasselbe besteht aus folgenden Herren: Baudirektor Professor Dr. Durm, Karlsruhe i. B., Oberbürgermeister Rümelin, Stuttgart, Hofbaudirektor a. D. v. Egle, Stuttgart, der Obmann des Bürgerausschusses, zur Zeit Geh. Regierungsrat Professor Ende, Berlin, Rechtsanwalt Schott, Stadtbaurat Mayer, Stuttgart, Baurat Professor Dr. Wallot, Dresden. Sollte einer der Herren oder sollten mehrere verhindert sein, so bleibt eine Ergänzungswahl durch die Rathausbaukommission Vorbehalten, wobei das Zahlenverhältnis der fremden und der ansässigen Mitglieder sich gleich bleiben soll. Bezeichnung der Entwürfe. Ablieferungs ­ termin. Darstellung des Entwurfes. Baukasten. Preisgericht.