44 Die Träume Ich ruh in tief verglastem Meer und alle Gassen der versunknen Stadt vorüber. In schlanken Händen toller Freudenhäuser blitzt Gold und ihren Schatten steht ein Lächeln im Gesicht. Im Hafen starrt der Chor der vielen Segel mit fremden Augen flutversinkend in den Meeren. Ein Brunnen schluchzt auf lautem Markte. Dort schöpft ein Greis alt wie der letzte Schlag der Mitternacht die Stunden aus dem Tage. Ich fühle morgen bin ich alt wie er Ja morgen klingen mir die Dome dieser Stadt. Rings ernste Teppiche an den Wänden. Seit tausend Jahren sehen sie die Nächte östlicher Lust flammend wie Feuer in der Wüste. Unter der gelben Lampe vertobt der heiße Wind Küsse die Karawanen verschütten. Die Sklavin nimmt die Hand von meinem Leibe ich hülle meine Hüften stumm in grüne Seide hinbettend in die Qual der toten Augen. Die weißen Monde reiten über Nacht und vielen Sterne haben selbe Gebärde: Sie lächeln ewig wenn ich weine. Mein Stab sind die Himmel und ich will gehn bis zur Morgenwache. Still liegt die braune Brust des Weibes. Ihr Traum trinkt Ruhe