I. Zweck des Vereins. 8- 1. Der Zweck des Vereins ist: Austausch der Ideen und Er ­ fahrungen auf dem Gebiete der Architektur und des Ingenieur- wesens, Wahrung der sozialen Interessen der Fachgenossen und Begründung eines geselligen, freundschaftlichen Verhältnisses unter den Theilnehmern. II. Mitglieder des Vereins. 8. 2. Mitglieder des Vereins können nicht nur Württembergische Architekten und Ingenieure sondern auch solche aus anderen Staaten werden. Die Vercinsmitglieder theilen sich in ortsanwesende (d. h. in Stuttgart wohnende) und in auswärtige Mitglieder. 8- 3. Jeder der die Aufnahme in den Verein wünscht, muß von einem Mitgliede schriftlich dazu vorgeschlagen werden. Die Auf ­ nahme erfolgt durch Ballotage in einer ordentlichen oder in einer Hauptversammlung. Jedem Mitgliede des Vereins steht das Recht zu, aus dem Verein auszutreten, wenn es solches dem Comite einen Monat vor dem Schlüsse des Halbjahrs schriftlich angezeigt hat. Jeder in den Verein Aufgenommene bleibt so lange Mitglied, als er nicht durch Verletzung der Statuten einen Antrag auf seine Ausschließung aus dem Verein veranlaßt. Der Verein kann den Ausschluß eines Mitgliedes nur durch Ballotage beschließen, der Antrag zu einer solchen Ballotage kann nur durch das Comite gestellt werden, und hat sich daher das einzelne Mitglied in vorkommenden Fällen schriftlich an dieses zu wenden. Ein freilvillig ausgetretenes Mitglied kann zu jeder Zeit, ein unfreiwillig ausgetretenes aber erst nach Verlauf eines Jahres seine Wieder-Aufnahme beantragen lassen. 8- 4. Gäste können zu jeder Zeit in die Versammlung durch Ver ­ einsmitglieder eingeführt werden; doch soll dies bei einem in Stuttgart ansäßigen Architekten oder Ingenieur in der Regel nicht öfter als dreimal geschehen. 8- 5. Ein freiwillig oder unfreiwillig ausgetretenes Mitglied verliert vlle seine Rechte an das Eigenthum des Vereins (siehe §. 10). III. Verwaltung. A) ComitA 8- 6. Zur Aufrechthaltung der Statuten und Besorgung der nöthi ­ gen Geschäfte wählt der Verein aus den in Stuttgart wohnenden Mitgliedern ein Comits, aus neun Personen bestehend. Dieses Comite hat dann unter sich einen Vorstand, einen Stellvertreter desselben, drei Schriftführer, einen Kassier, einen Bibliothekar und einen Stellvertreter für die beiden Letzteren zu wählen. Scheidet ein Comits-Mitglied aus dem Verein, oder verläßt es Stuttgart als Wohnort, so tritt dasjenige Vereinsmitglied in das Comits, welches bei der letzten Wahl nach den gewählten neun Comits-Mitgliedern die meisten Stimmen gehabt hat. Falls das ausscheidende Comits-Mitglied ein Amt bekleidet hat, so hat das so ergänzte Comite zu bestimmen, welches von seinen freien Mitgliedern dasselbe zu übernehmen hat. 8- 7- Das Comite ist berechtigt, gewöhnlich vorkommende kleinere, und zu Abhaltung der Vereins-Versammlungen nothwendige Aus ­ gaben, ohne vorherige Berathung in einer Versammlung, aus der Vereinskasse zu bestreiten. Dahingegen sind größere Ausgaben und besonders solche, die der Vereinskasse irgend eine fortdauernde Verbindlichkeit auferlegen, oder welche die Anschaffung eines archi ­ tektonischen Werkes, oder dergleichen bezwecken, durch das Comits in einer ordentlichen Versammlung des Vereins zur Berathung zu bringen, und ist dann gemäß der Beschlußnahme zu verfahren. 8- 8. In der alle Jahre abzuhaltenden Hauptversammlung (§. 11 b) legt das Comite sein Amt nieder, erstattet Bericht über die Thätigkeit des Vereins, und legt Rechnung über die Vereinskasse ab. In derselben Versammlung wird zur Wähl eines neuen Comits's für das nächste Jahr geschritten. 8) Geldbeiträge. 8- 9. .Jedes neue oder wiederaufgenommene Mitglied hat fünf Mark als Eintrittsgeld und außerdem einen laufenden Beitrag in die Vereinskasse vorauszubezahlen, und zwar die ortsanwesenden Mit ­ glieder halbjährig sieben Mar! und die auswärtigen Mitglieder halbjährig vier Mark. Neu eintretende Mitglieder zahlen ebenfalls