weit, als bei diesen Bauten die Erd- und Beschotterungsarbeiten ' wesentlich überwiegen. Klasse B. Eisenbahnen, Fabrikanlagen mit und ohne Wasserbauten, voll ­ ständige Wasserversorgungen für Städte, größere Güterkomplexe oder ganze Landestheile mit und ohne Anwendung von Filtrir- werken und künstlichen Wasscrhebungen durch Elementarkraft oder Dampfmotoren, einschließlich der Wassergcwiunung und Zuführung, der Anlage von Hochreservoirs im Verbände mit der Wasscrver- theilung und sonstigen hydrotechnischen Einrichtungen für verschie ­ dene öffentliche Zwecke, das Feuerlöschwesen u. s. w.; ferner die ­ jenigen in Klasse A bereits aufgeführten Bauten, bei ^welchen die sog. Kunstbauten oder Arbeiten gleichen Ranges überwiegen. Die Hochbauten, welche integrirende Bestandtheile der größeren Bauausführungen bilden, wären in dem Durchschnittsansatze der Klasse A und B enthalten. Bei der Berechnung nach Spezialklassen wären die Hochbauten nach den Bestimmungen der architektonischen Norm zu behandeln, wobei, wenn die Bausumme derselben über 400,000 Thaler sich beläuft, von der in der architektonischen Norm enthaltenen letzten Prozentstufe 20 °/ 0 in Abrechnung kommen. §. 5 (würde Nro. 4). Abstufung nach der Höhe des Kostenanschlages. Nach der Höhe der Baukosten sind für die Berechnung des Honorars 7 Abstufungen der Bauausführungen zu unterscheiden, nämlich: bis zu 4,000 Thlr. von 4,000 Thlr. „ „ 12,000 „ „ 12,000 „ „ „ 50,000 „ 50,000 „ „ „ 200,000 „ „ 200,000 „ „ „ 1,000,000 „ „ 1,000,000 „ „ „ 5,000,000 „ über . 5,000,000 „ Bei den Klassen A und B ist die ganze in Berechnung zu ziehende Bausumme maßgebend. Bei der Abtheilung nach Rubriken, bezw. nach den 4 Spezialklassen, ist für jede der 4 Klassen die'Summe des Kostenbetrags der betreffenden Klaffe in Rechnung zu ziehen. Da jedoch häufig am Anfang einer tabellarischen Summenstufe kleinere Honorare entfallen würden, als für die Anschlagssumme je am Ende der zunächst vorhergehenden niedrigeren Stufe, so hat es bei denijenigen Honorar, das sich je aus der höchsten Ziffer einer Summenstufe ergibt, insolange sein Verbleiben, bis die An ­ schlagsumme in der nächst höheren (billigeren) Stufe ein höheres Honorar zur Folge hat. Anschlagsüberschreitungen führen keine Erhöhung des Honorars herbei, Ersparnisse keine Erniedrigung. — Dagegen tritt Erhöhung des Honorars ein für Kosten genehmigter Bauerweiterungen oder verlangter reicherer Ausführung, bezw. Anwendung kostspieligen Materials. Falls der Auftrag sich nur bis zu einem sunirnarischen'Kosten- voranschlage erstreckt, ist die Höhe des letzteren maßgebend, andern ­ falls diejenige des speziellen Kostenvoranschlags und bei etwaiger Ermanglung beider, der wirkliche Aufwand. Diejenigen Rubriken, welche bei der Berechnung des Honorars zunächst außer Betracht kommen, sind Eingangs von §. 4 resp. 3 aufgeführt. — Was die bei einzelnen Objekten gestatteten Jnsge- ineinsummen betrifft, so sind dieselben hinreichend zu motiviren, z. B. durch Hinweis auf etwaiges Mehrausmaß, durch Wasser ­ schöpfen, durch Wasserabschläge, durch Sickerungen, durch Nachweis der Möglichkeit schwieriger Gründung rc. Z. 6 (würde Nro. 5). Bezeichnung der bei der Honorarverrechnung in Betracht kom ­ menden einzelnen Leistungen des Ingenieurs. Die von Herrn Baumeister vorgeschlagenen 3 Haupttei ­ stungen lassen sich entsprechend der architektonischen Norm folgender ­ maßen eintheilen: nach Baumeister- spezielle Vorarbeiten nach Baumeister Ausführung 1) generelle Vorarbeiten, i 2) vollständiges Projekt, j 3) Kostenvoranschlag. ( 4) Arbeitsrisse und Details, ) k\ svs,sy;, |5) Ausführung, . 6) Revision und Abrechnung. Arbeitsrisse und Details können übrigens nach Umständen auch vor ­ der Ausführung und unabhängig von derselben nothwendig werden. Die Honorirung der Ingenieure kann in zweierlei Weisen aufgefaßt werden. I. Wenn der Ingenieur die gesammte Leistung über ­ nimmt, so hat derselbe sowohl bei den generellen Vorarbei ­ ten, wie bei dem vollständigen Projekte und der Anfertigung des Kostenvoranschlags auch die Kosten des Hilfspersonals zu tragen. Deßgleichen den gesummten Bureauauswand, sowie die Kosten für Instrumente, Absteckungs-, Schreib- und Zeichenmate ­ rialien, Porti rc. zu bestreiten. Bei der Ausführung und bei der Revision (Abrechnung), wo das mit der Bauaufsicht betraute Personal sammt dessen Bu ­ reauaufwand und sonstigen Nebenkosten auf Rechnung des Bau ­ herrn gehen, hat der Ingenieur außer seiner persönlichen Leistung nur Kosten solcher Arbeiten zu bestreiten, welck'e auf seinem eigenen Bureau gefertigt werden (wozu jedoch bei großen Bauten, die ein Verwaltungs- und Centralbureau nöthig machen, die da ­ mit verbundene, auf Rechnung der Bauherrschaft gehenden Arbeiten, nicht gehören). Für Arbeitsrisse und Details hat der Ingenieur den vollstän ­ digen Ansatz nur dann anzusprechen, wenn diese Risse auf dem von ihm gehaltenen Bureau durch das von ihm selbst bezahlte Hilfspersonal gefertigt werden. Für diejenigen Details, welche durch die von dem Bauherrn bezahlten Ingenieure, Bauführer, Zeichner gefertigt werden, ist die Honorirung für deren Contro- lirung und Rektificirung in dem Ansätze für Ausführung inbe ­ griffen, es hat aber der Ingenieur hiefür ‘/ 5 des Ansatzes dann anzusprechen, wenn die Ausführung unterbleibt. II. Wenn nur die persönliche Leistung des Inge ­ nieurs honorirt werden soll, so bleiben die Obliegenheiten bei der Ausführung, Revision, der Anfertigung der Arbeitsrisse und der Details wie aä I. Bei den Vorarbeiten, beim Projekt und Kostenvoranschlag sind dagegen folgende persönliche Arbeiten durch das Honorar entschädigt und einbedungen, wobei sämmt ­ liches Hilfspersonal und alle mit demselben verbundenen Neben-