21 vird der ct: iltnie ist Protokoll athungcn der Fas- des gan- »ehaltung als drei ht jedoch ieser Be- cht unter bekämpft, nommen. g-' e minde- 86" vor >ls muß, etragen." ig. Par- früherer geschoß, ocrk über ck werde. Gebrauch orgeschla- r werden mnnission für das :res Maß ise ange ­ ben Stock is 2,8", höhe des 2,3" iin n 8. zu age nicht ten leicht h ziehen e meisten us ästhe- allein zu me große äsen, wie eine ästhetische Lösung für solche Häuserfronten nicht ausgeschlossen sei. Der Antrag der Commission wird angenommen. §. 36. Der Antrag der Commission auf Streichung mit Verweisung auf §. 32 wird angenommen. §. 37. Die Commission beantragt, statt dieses §. es bei der Bestimmung der Bauordnung über die Gebäudehöhe zu belassen, jedoch noch den Zusatz hinzuzufügen: , Mansardendächer sind den Bestimmungen über die gesetzliche Höhe ebenfalls unterworfen." Die Commission ging dabei von der Ansicht aus, es solle in Stuttgart eine größere Beschränkung der Gebäudehöhen als im übrigen Lande nicht stattfinden. Hiegegen wird geltend gemacht, daß in kleinen Städten und auf dem Lande die Gefahr einer zu großen Gebäudehöhe weniger nahe liege, auch die Straßenbreite meist eine geringere sei, und deßhalb die in der Bauordnung getroffenen Bestimmungen eher genügen dürften, daß dagegen in den großen Städten der hohe Werth der Grundstücke und die größeren Straßenbreiten leicht zu übertriebener und dadurch für die Gesundheit nachtheilige Gebäude ­ höhen führen könne. In Wien sei deßhalb die Fußbodenhöhe der höchsten Wohnung auf 60' festgestellt, in Berlin und andern Städten dürfe die Dach ­ traufe nicht über 22" hoch werden. Die Abstimmung ergibt eine Mehrheit von 6 gegen 5 Stim ­ men für den Antrag der Commission, wogegen die Minderheit eine Gebäudehöhe von 22" entsprechend der zulässigen Höhe in Berlin u. s. w. auch für diejenigen Straßen, welche vermöge ihrer Breite nach der Bauordnung eine größere Höhe zulassen würden und für öffentliche Plätze als Maximum für genügend halten würde. Dagegen sieht sie keinen Grund ein, hier in Stuttgart unter das Maaß, welches in andern Städten zulässig, herunter zu gehen. Der Zusatz der Commission, die Mansardendücher betreffend, wird auch von der Minorität acceptirt. Zu diesem §. beantragt ferner die Commission j folgenden Nachsatz: „Gebäude, welche die Höhe von 15" übersteigen, sind jedenfalls massiv auszuführen." — Da diese Fassung Gebäude bis zu 15" von Holz construirt zulassen würde, machte der Vorsitzende den Vorschlag, der vom Verein gutgeheißen wird, sofort in die Debatte über den Massivbau einzutreten. Herr Oberbaurath Schlier holz übernimmt den Vorsitz und Herr Oberbaurath v. Egle motivirt in ausführlicher Rede seinen am Schlüsse derselben formulirten Antrag auf gesetzlich vorgeschrie ­ benen Steinbau. Er weist darauf hin, wie ohne Ausnahme jeder auswärtige Techniker, der unsere Holzbauten hier sehe, sich auf das Entschiedenste gegen die Zulassung einer solchen Bauweise in einer Stadt von 90,000 Einwohnern äußert: es sei aber auch nicht zu verwundern, denn Stuttgart stehe als Hauptstadt mit Konstantiopel vollkommen vereinzelt in seinen Holzbauten. Die ganze übrige civilisirte Welt habe über die Frage, ob in großen Städten der Steinbau vorzuschreiben oder der Holzbau zu gestatten sei, entschie ­ den, und da nicht angenommen werden könne, daß Stuttgart mit Konstantinopel durch seine Holzbauten der übrigen Welt voraus sei, so müsse es als Ehrensache angesehen werden, daß wir in Zu ­ kunft in dieser Beziehung nicht mehr hinter der cultivirten Welt zurückstehen. Ein Beweis, daß der Holzbau hier nicht einmal auf gesunden Füßen stehe, liefere der Umstand, daß der Charakter der eigentlichen Holzbauformen längst hier verloren sei und einer in Holz nachgeahmten Steinarchitektur den Platz geräumt habe; die ­ ses vom ästhetischen Standpunkte aus geradezu verwerfliche Schein ­ wesen sei aber polizeilich provocirt, da die dem Holzbau charak ­ teristischen und wirkungsvollen Motive, wie unverbtendetes Riegel ­ werk, Vorgesetzte Stockwerke, Giebel gegen die Straße u. s. w. ver ­ boten seien. — Um den Gegenstand richtig zu beurtheilen, müsse man sich klar machen, was denn eigentlich für und was gegen den Holzbau spreche, und da könne man nur zwei Vortheilhafte Seiten für denselben entdecken, den Umstand, daß bei Erderschüt ­ terungen die Holzbauten weniger in Gefahr seien, einzustürzen, und zweitens die größere Billigkeit derselben. Gleichwohl sei all ­ bekannt, daß man nicht einmal in solchen Städten, wo Erdbeben und ähnliche Erscheinungen an der Tagesordnung seien, wie' in Neapel, Lissabon rc. von diesem Vortheil des Holzbaues Gebrauch mache, sondern selbst dort den Steinbau vorziehe. Ebenso sei es mit der Billigkeit nicht gar so weit her, als es scheine. Eine Berechnung der Herstellungskosten von einer Quadratruthe Riegelwaud mit Back ­ steinen ausgemauert und einer Quadratruthe massiven Backstein ­ gemäuers, 1 Stein stark, zeige kaum nennenswerthe Preisverschie ­ denheit. Und wenn auch nicht geläugnet werden könne, daß bei mehrstöckigen Häusern durch die nothwendig werdende Zunahme der Mauerstürken in den untern Stockwerken ein Mehrkosten bedingt werde, so müsse man diesem die fortlaufenden Ausgaben für zeit ­ weilige Verblendung der Holzhäuser, sowie all der durch das Schwinden des Holzes nöthig werdenden Reparaturen im In ­ nern derselben gegenüberstellen. Ferner sei beachtenswerth die beträchtlich größere Ausgabe für Brennmaterial, welche hervorgeru ­ fen werde durch die rasche Abkühlung der inneren Temperatur an den 5 Zoll starken Außenwänden der Holzhäuser. Wenn man diese fortlaufenden Ausgaben kapitalisire und zu dem Preis der Holzhäuser schlage, so werde gegenüber einem bescheiden gehaltenen Massivbau sich kaum eine billigere Rechnung herausstellen. Für den Massivbau mache sich dagegen die größere Feuersicherheit gel ­ tend. In einer Zeit, in welcher man so viel von großen Brand ­ unglücken lese, dürfe man wohl auch daran denken, wie entsetzlich es in Stuttgart aussehen müßte, wenn bei ungünstigem Wind ein größeres Feuer auskommen sollte. Es sei von keiner Stadt ein großer Brand bekannt, wo der Massibau durchgeführt sei. In Hamburg sei der hölzerne Theil abgebrannt. Wenn man Boston als einen Gegenbeweis aufführen wolle, so seien darüber keine ge ­ nauen Untersuchungen gemacht, in wie .weit der Massivbau dort durchgeführt war. Es sei von Amerikanischen Städten bekannt, daß bei sonst massiven Häusern, Gesimse, Fenster- und Thür-Ein ­ fassungen vielfach von Holz hergestellt und mit Oelfarbe angestrichen werden. Da sei allerdings eine Weiterleitung des Feuers leicht denkbar. — An den bei uns üblichen Steinbauten seien jedoch solche Construktionsarten nicht bekannt und können deßhalb leicht gesetzlich ausgeschlossen werden. — Ferner sprechen dafür, daß bei massiven Häusern der Abstand nicht mehr nöthig sei und damit ein werthvoller Theil aller Grundstücke nutzbar gemacht werden könne. Endlich sei auch in ästhetischer Beziehung ein Gewinn von dem durchgeführten Massivbau zu erwarten, insofern sich die äuße ­ ren Formen wieder mehr aus den Eigenschaften des Materials herausbilden, also natürlicher und harmonischer gestalten, als wenn sie aus Holz, Gyps und dergleichen Surrogaten hergestellt werden.