21 Wir vermögen Gründe hierfür nicht zu finden, auch ver ­ mögen wir nicht einzusehen, warum die Baubeamten bezüglich ihrer Vor- und Fachbildung, der Vielseitigkeit ihrer Geschäfte, ihrer Amtsthätigkeit, ihrer Verantwortlichkeit und ihrer sozialen Stellung den übrigen Bezirksbeamten nachstehen sollten, wie denn auch bestätigt werden darf, daß Baubeamte für ihre absolut nöthige Fortbildung auf ihrem Gebiete meist theuerer Literalien bedürfen. Wir glauben hiernach, zugleich im Hinblick auf die der ­ zeitigen gesteigerten Anforderungen an höhere Techniker sowohl auf dem technischen und nicht selten auch auf dem administrativen Gebiete, zu hohem Ministerium vertrauen zu dürfen, es werde sich hochdasselbe der vorgetragenen Bitte nicht verschließen und die Zeit für gekommen erachten, die Baninspektoren vollständig mit den übrigen, besonders den ihnen coordinirten Bezirksbeamten, sowohl im Genusse der Besoldung, als bezüglich der Wohnung oder einer hierfür entsprechenden Entschädigung hochgeneigtest gleich zu stellen. Es erlaubt sich nun der Verein für Baukunde, in welchem nahezu alle höheren Techniker des Landes vertreten sind, die Bitte der Bauinspektoren hochgeneigter Berücksichtigung zu empfehlen. Ehrerbietigst im Namen des Vereins für Baukunde dessen Ausschuß: v. Schlier holz, Oberbaurath, Vorstand, v. Egle, K. Hofbaumeister. Bok, Oberbaurath. Baumgärtner, Professor. Laißle, Professor, vr. Weyrauch, Professor. Kn oll, Bauinspektor, v. Seeger, Bauinspektor. Lang, Baumeister. Nachdem der eigentliche Gegenstand der Tagesordnung er ­ schöpft ist, bittet der Vorsitzende diejenigen Kommissionen, welche mit ihren Referaten zu den Verbandsfragen noch im Rückstände sind, dieselben bald zum Abschluß bringen zu wollen. Der Ausschuß wird ermächtigt, über die Zeit der Ferien in der Vereinsthätigkeit im Nothfalle für die verschiedenen Kommissionen einzutreten. Von Ihrer Majestät der Königin ist ein Dankschreiben über die Zustellung der Reiseskizzen verschiedener Vereinsmitglieder eingelaufen. Baumeister Lang bringt zum Schlüsse noch zur Sprache, daß die Cirkulation der Zeitschriften sehr unregelmäßig vor sich gehe und bittet um Abhilfe. Der Bibliothekar, Prof. Baumgärtner, sagt diese zu, glaubt aber, daß der Fehler in der Organisation der Cirkulation liege, welche unliebsame Verschleppungen kaum vermeiden lasse und einer Abhilfe bedürfe. Hierauf Schluß der Versannnlung. Der Schriftführer: Laistuer. Aenderung und Nachtrag zum Milgliederverzeichnih bom 1. Januar 1879. A. Mitglieder in Stuttgart. Ausgetreten sind: ad 81. v. Schenk, Oberbaurath. Von hier weggezogen: ad 57. Kuhn, Fr., Ingenieur, nach Mailand. 99. Vogel, C., Architekt, nach Nürnberg. Neu aufgenommen wurden: 1. Bälz, H., Baumeister. "2. Eisenlohr, Baumeister. 3. Göller, Ad., Professor. 4. Morlok, I., Architekt. 5. Staib, Oskar, Ingenieur. 6. Weigle, Baumeister. Hienach sind es bis zum Oktober 1879: 108 hiesige, 123 auswärtige, zusammen 231 Mitglieder. Orts- und Wohnungsveränderungen werden häufig beim Vorstand und Bibliothekar nicht angezeigt, wodurch Störungen verschiedener Art entstehen, und muß daher das Ersuchen um dergleichen Anzeigen hiermit wiederholt werden. Der Vereinsvorstand: Schlierholz. Bemerkung. Der zugesagte Bibliothek-Katalog kann erst mit dem zweiten Hefte folgen. B. Auswärtige Mitglieder. Ausgetreten sind: ad 52. Sachse, gewesener Direktor der Neckarschleppschiffahrt. Ortsveränderungen kamen vor: es zog: Hocheisen, Bauinspektor, nach Böblingen. Zügel, Sektionsingenieur, nach Dornstetten. Elf äß er, Baumeister, nach Straßburg. Neu aufgenommen wurden: 1. Fleischhauer, Ingenieur, Oberndorf. 2. Mar et, Bauinspektor, Herrenberg.