48 30) ©auter, Baurath. 27 Nummern — Pläne zu dem Gewerbemuseum in Spaichingen, zu einem Knabenschulgebäude in Freudenstadt, zu dem Schullehrer-Seminar in Na ­ gold und zu dem Realgymnasium in Stuttgart. 31) Straß er, Garnisonsbaumeister. 5 Nummern — Pläne zu einer Villa in Ehingen und zu einem Wohnhaus in Waldsee, letztes in Beton ausgeführt. 32) Tafel, Professor. 35 Nummern — Konkurrenz-Entwürfe zu der Univer- sität in Leyden und zu der in Straßburg und zu einer Badanstalt in Nürnberg, darunter Per ­ spektiven, Plane zu dem Jnselhotel (früher Do ­ minikanerkloster) in Constanz, 2 Projekte, und zu der Billa Spithöver in Rom. 33) Walter, Professor. 43 Nummern — Konkurrenz - Entwurf zur Universität in Straßburg, Entwurf zu einem Elementarschul ­ gebäude in Stuttgart, Pläne und Photographien zur Festhalle für das Stuttgarter Schützenfest 1875, znm Siegesthor für den Truppeneinzug in Stutt ­ gart 1871, zum Denkmal für Herzog Eugen in Stuttgart, zum Grabdenkmal für A. v. Goppelt in Heilbronn, zum Umbau des Schlosses Neubronn im Nemsthal, zum Erweiterungsbau der Lebens- versicherungs- und Ersparnißbank, zum Bankhaus von Keller's Söhnen und zu 5 Wohngebäuden in Stuttgart. 34) Wagner und Walter, Professoren. 12 Nummern — Pläne zum Neubau des Museums in Stuttgart. 35) Wenzel, Stadtbaumeister in Eßlingen. 8 Nummern — Pläne zum Realschulgebäude in Eßlingen. 36) Werkmann, Baumeister. 10 Nummern — Entwurf zu einem Sommerkurhaus in Frohlichsegg (Kanton Appenzell), Pläne zum Umbau des Hornstein'schen Schlosses in Buß ­ mannshausen, zu einer Kinderschule in Wain, zu einem Bezirkskrankenhaus und einem Wohnhaus in Laupheim. 37) ff Wirth, Professor. 15 Nummern — Plafond- re. Dekorationen. 38) Schaupert, Architekt. 40 Nummern — Lithographirte Entwürfe zu Plafond- Dekorationen. Die folgenden Nummern enthalten Neisestudien jüngerer Architekten, zum Theil Bleistift-Zeich ­ nungen, größtentheils aber meisterhaft dargestellte Farbenskizzen aus Italien. 39) C. Bek, Architekt (siehe auch 3). 76 Nummern — darunter Aquarelle, Bleistift-Zeich ­ nungen und Aufnahmen aus Genua, Liana, Florenz, Rom, Biali, Asciti, Neapel in reichster Darstellung. 40) Beisbart h, Baumeister. Dergleichen 22 Nummern aus Genua, Pavia, Florenz, Asciti und Nom. 41) Borkhardt, Architekt. 35 Nummern aus Pavia, Liana, Genua, Florenz, Rom, Pompeji, Neapel. 42) Dollmetsch, Baumeister. 9 Nummern aus Mantua, Florenz, Peruggia und Rom nebst einem Entwurf zu einem leinenen Damast- Tischzeug. 43) Knoblauch, Baumeister. 22 Nunlmern aus Verona, Vicenza, Ravenna, Pavia, Padua, Florenz, Tiasola, Rom. 44) Ho Ich, Garnisonsbaumeister (siehe auch 12). 1 Blatt (aus Rom). 45) Lauser, Architekt (siehe auch 19). 1 Blatt (Loggien von Raphael). 46) v. Seeger, Bauinspektor. 5 Blätter mit 57 Nummern meist schöne Bleistift-Zeich ­ nungen und einige Farbskizzen aus Mantua, Genua, Pavia, Siena, Bologna, Florenz, Peruggia, Pompeji. 47) Vogel, Architekt. 13 Nummern aus Mailand, Pavia, Genua, Florenz, Rom und Neapel. Noch ist als eine besondere Denkwürdigkeit zu erwähnen das Album, welches dem verewigten König Wilhelm zu seinem 25 jährigen Regierungs-Jubiläum (1841) von den Architekten, Bildhauern und Malern Württembergs gewidmet und über ­ geben wurde, im Ganzen 91 Blatt und zwar 6 von Bild ­ hauern, 46 von Malern und 39 von Architekten, von letzteren sämmtliche unter König Wilhelm von seinem Regierungsantritte bis zum Jahre 1841 in reicher Fülle von schon ausgeführten öffentlichen „Villen", landwirthschastlichen Hallen, „Salinen- und Hüttenwerks" Bauten enthält. Dasselbe wurde durch die Huld Sr. Majestät des Königs Karl zur Ausstellung gegeben und den Besuchern während der Nachmittagsstunden zur Einsicht vorgelegt. (Sonst ist es in der K. Handbibliothek aufbewahrt.) Sollen wir schließlich noch mit dem Amt des Referenten auch das eines Recensenten verbinden, so glauben wir sagen zu dürfen, daß die Ausstellung nicht verfehlen konnte, auf den aufmerksamen und näher eingehenden Beschauer einen überaus günstigen Eindruck zu machen. Wenn sie ausgesprochener- ! maßen den Zweck hatte, ein möglichst vollständiges Bild von der allmäligen Entwicklung der Architektur in Württemberg seit dem Beginn unseres Jahrhunderts zu geben, so ist schon bei der Eröffnung von kompetentem Munde gesagt worden, daß dies in überraschender Weise gelungen ist. Und dies Bild gibt ein sprechen ­ des Zeugniß davon, welch' große Fortschritte auch die Architek ­ tur in diesem so glänzende Fortschritte auf allen Gebieten auf ­ weisenden Zeitraum gemacht, wie sie namentlich die vergeb ­ lichen Versuche, die Formen des romanischen und mittelalter ­ lichen Styls auf unseren modernen Profanbau zu übertragen, beziehungsweise einen modernen Styl zu erfinden aufgegeben hat, und mehr einheitlich in bewußter und fester Richtung auf dem Wege der italienischen Renaissance vorgeht, während sie gleichwohl bei Restauration mittelalterlicher Bauwerke, wie bei ihren eigenen Kirchenbauten ein gründliches Studium und tieferes Verständniß jenes Styls, sowie ein liebendes Eingehen in ihren Geist deutlich zeigt, wie endlich unsere Baumeister eine ebenso große Erfindungs- als schöne Darstellungsgabe an den Tag legen. Daß von einer solchen Ausstellung auch Er ­ munterung, Anregung und Antrieb zu weiterem Streben und gediegenem Schaffen ausgehen muß, das ist gewissermaßen eine Naturnothwcndigkeit. Wir können daher die Feder nicht aus der Hand legen, ohne dem lebhaftesten Dank Ausdruck zu geben, sowohl gegen diejenigen, welche der Ausstellung das reiche und gediegene Material geliefert, als auch gegen die ­ jenigen, welche dieselbe in's Leben gerufen und geordnet, und dadurch die sonst in den Schränken und Mappen der Be ­ hörden, der Techniker und der Privaten vergrabenen Schätze für Tausende zugänglich und nutzbar gemacht haben. Referent: Fr. Baumgärtner. -o«38$30CS8g>=