Architekt Beck hält eine solche Bestimmung für überflüssig. Der Ausschuß werde sich überhaupt hüten, einen Vorschlag zu machen, wenn er der Annahnie nicht sicher sei. . Baumeister Balz macht dagegen geltend, daß der Aus ­ schußbeschluß, auch wenn er nur mit 5 gegen 4 Stimmen ge ­ faßt sei, vor die Versammlung gebracht werden müsse, daß aber bei solcher Stimmenvertheilung die Annahme seitens der Generalversammlung sehr unwahrscheinlich sei, ein Durchfall aber sehr peinlich wäre, hiegegen müsse der Ausschuß durch eine Majoritätsbestimmung geschützt werden. v. Egle betont, daß die Abstimmung geheim sein müsse und über einen durchgefallenen Kandidaten nichts ins Protokoll ausgenommen werden dürfe. Der Antrag des Vorsitzenden, daß etwa 7 4 der Stimmen des Ausschusses zu jenem Vorschlag erfordert werden, wird an ­ genommen und die Versammlung um 41 Uhr geschlossen. Der Schriftführer: Lang. Zleuute ordentliche Wersammkung, am 44. Mai 4881. Vorsitzender: Oberbaurath v. Schlier holz. Schriftführer: Bauinspektor v. Seeger. Anwesend: 24 Mitglieder und 4 Gäste. Das Protokoll des letzten Vereinsabends wird vorgelesen und genehmigt. Als Gäste werden vorgestellt und bewillkommnet: 1) Herr Gölkel, Ingenieur. 2) Lehrer Müller. 3) Architekt Schmohl. 4) „ Kleber. Der Vorstand gibt bekannt, daß als nächster Versammlungs ­ ort für die Delegirten des Verbandes in Wiesbaden Danzig in Vorschlag gebracht worden sei; der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Köln beantrage hiefür wegen zu großer Entfernung für die meisten Vereine die Orte: Eisenach, Leipzig, Harzburg und Würzburg. Die Versammlung erklärt sich unsererseits für Würzburg. Zur Aufnahme in den Verein werden vorgeschlagen durch Oberbaurath Dimler: Baumeister Ockert von hier, durch Oberbaurth. v. Schlierholz: Bahn- und Baumeister Kolb von Kißlegg, durch Klaus nitz er: Bahn-und Baumeister Alt in g er von Riedlingen, durch Baurath Berner: Baumeister Leube in Wildbad. Der Aufnahme der genannten Herrn wird zugestimmt. Der Vorsitzende theilt mit, daß die Frage: „ob es wünschens- werth, resp. dringend anzustreben sei, daß Techniker im engeren Sinne, Sitz und Stimme im deutschen Volkswirthschaftstag haben" mit 38 gegen 21 Stimmen verneint worden sei. Ferner, das; vom Verband des Architekten- und Ingenieur-Vereins den Einzel ­ vereinen zur Erwägung anheimgestellt worden ist, ob der Verband in denr ständigen Ausschüsse deutscher industrieller und technischer Vereine für internationalen Jndustrieschutz bis auf Weiteres vertreten bleibe, und wie bisher zu den Kosten einen Maximal- Beitrag von 500 M. beitragen soll und ob die Frage eine dringende sei? Es wird beantragt und genehmigt, die Berathung über diese Frage durch ein besonderes Comite, bestehend aus den Herren: Reg.-Rath Dieffenbach, v. König, Oberbaurath v. Leins Prof. Reinhardt, Fabrikant Stotz, vornehmen zu lassen. Von Berlin liegt eine Aufforderung zur Beschickung der vom 4. Sept. bis 6. November d. I. in Berlin stattfindenden Ausstellung von Kunstwerken lebender Künstler des In- und Auslandes vor. Der Vorsitzende ladet zur Theilnahme ein. Es wird ferner mitgetheilt, oaß bei der letzten General ­ versammlung zu Wiesbaden gelegentlich der Berathungen über die Aufstellung und Einführung einer „einheitlichen Bezeichnung der Geschosse" sich dahin geeinigt worden ist die Bezeichnungen: Kellergeschoß, Erdgeschoß, die Hauptgeschosse als erstes Ober ­ geschoß, zweites Obergeschoß re. sowie die ganz oder theilweise in das Dach fallenden Geschosse als Dachgeschosse, eingeschaltete Geschosse von untergeordneter Bedeutung als Zwischen- oder Halbgeschosse zur allgemeinen Einführung zu empfehlen und frage es sich, wie sich unser Verein hiezil verhalte. Der Vorsitzende beantragt im Sinne der Wiesbadener Be ­ schlußfassung, die vorgenannten Bezeichnungen dem Kgl. Ministerium des Innern zur allgemeinen und gesetzlichen Einführung zu em ­ pfehlen und eröffnet die Debatte. Hiebei macht sich für eine wiederholte Aenderung in der Geschoßbezeichnung bei den meisten Anwesenden keine günstige Stinmiung kund, indem betont wird, wie früher bei uns schwer von der üblichen Bezeichnung 1 Stock (Parterre) 2 Stock (Bele ­ tage) rc. abgegangen und nun wegen der allgemeinen Bezeich ­ nung der bis jetzt üblichen, auf diese eingegangen wurde, welche nunmehr auch in gesetzliche Bestimmungen der Benennung über ­ gegangen sei, daher für die wiederholte Aenderung, wenn sie auch eine correctere Lösung wäre, keine Majorität erreicht und beschlossen wurde, eine bezügliche Mittheilung an das Ministerium zunächst zu unterlassen. Sodann erhält Prof. Laißle das Wort zu einem Vortrage: Berlin und seine Bauten, welcher in bes. Beil. 2 gegeben ist. Der Schriftführer: v. Seeger. Zehnte ordentliche Wersammkung am 28 Mai 1881. Vorsitzender: Oberbaurath v. SchlierHotz. Schriftführer: Baumeister Lang. Anwesend: 25 Mitglieder und 1 Gast. Der Vorsitzende widniet dem verstorbenen Mitglied Prof. Baumgärtner warme Worte der Anerkennung seiner vielfachen Verdienste um den Verein, in dessen Ausschuß er lange Jahre thätig war und den er mehrfach als Delegirter auf den Ver ­ bandsversammlungen vertreten hat. Bei dem am 17. Mai in Ludwigsburg stattgehabten Begräbniß ivaren viele Mitglieder des Bauvereins vertreten, der Vorsitzende legte im Namen des Vereins einen Lorbeerkranz am Grabe nieder, denr Todten tief empfundene Scheideworte nachrufend. Die Versammlung erhebt sich zum ehrenden Andenken an den Verstorbenen von den Sitzen Baumeister Ockert wird als neu aufgenommenes Mitglied, Ingenieur Gölkel als Gast der Versammlung vorgestellt. Eingelaufen sind: 1) Ein Aufruf des Redakteurs der neu zu gründenden Deutschen Kommunalzeitung zur Mitarbeit an diesem Blatte; circulirt bei den Mitgliedern. 2) Das 2. Heft der Mittheilungen des sächsischen Architekten- und Ingenieur-Vereins, Jahrgang 1880. 3) Eine Brochüre über die Holzcementdächer von Häusler, mitgetheilt von dem Generalagenten Architekt Beer in Eupen. Zur Aufnahme als auswärtiges Mitglied ist angemeldet: Baumeister Hebsacker, Bahnmeister in Wasseralfingen, vorge ­ schlagen durch Baurath Neck er in Aalen. Die Ausnahme erfolgt ohne Kugelung. Oberbaurath v. Egle referirt hieraus über den Antrag des mittelrheinischen Architekten- und Ingenieur-Vereins auf Aende ­ rung des §. 18 der Verbandsstatuten, der lautet: „tz. 18. Diejenigen Ausgaben, welche durch den Zweck der Wanderversammlung bedingt werden, oder welche zur Repräsentation des Verbandes dienen, bestreitet die Ver ­ bandskasse, während alle übrigen dem persönlichen Ge ­ nusse der Theilnehmer dienenden Kosten von diesen getragen werden. Zu ersteren Ausgaben bewilligt die Abgeordneten- Versammlung des vorhergehenden Jahres eine gewiffe Sumnie, über welche das Lokal-Komite verfügen kann; sollte aus unvorhergesehenen Gründen eine Ueberschreitung derselben als nöthig oder im Interesse des Verbandes wünschenswerth erscheinen, so ist die Zustimmung des zeitigen Verbands-Vorstandes nach Maßgabe