den Markungen Geradstetten und Grunbach im O.A. Schorndorf; die Donaukorrektion auf der Markung Oepfingen O.A. Ehingen und die Schwarzachkorrektion auf den Markungen Neufra und Riedlingen. Der Gesamtaufwand für den Wasserbau in den beiden Rech ­ nungsjahren 1895—97 beträgt 543243 Jl. Neben den statistischen Angaben über die oben bezeichneten Gebiete des Wasserbauwesens enthält der Bericht eine hydrographische Be ­ schreibung des Flußgebiets der Enz-Nagold. Diese Flußbeschreibungen, mit denen im letzten Bericht mit Donau und Neckar begonnen wurde, sind geeignet, einem vielfach empfundenen Mangel abzuhelfen und werden eine wichtige Grundlage für die Anlage der im neuen Wasserbenützungsgesetz vorgesehenen Wasserbücher bilden. In den 4 Abschnitten der Beschreibung wird das Flußgebiet, der Flußlauf, der Abflußvorgang und die Wasserwirtschaft behandelt; 52 zeichnerische Beilagen vervollständigen die Beschreibung. Von ganz hervorragender Wichtigkeit sind die beigegebenen Längenprofile des Flußlaufs, in denen in Entfernungen von nur 100 m die Höhe der Flußsohle, des Wasserspiegels bei einem ge ­ wissen Stande, sowie die verglichene Geländehöhe gezeichnet wurde. Die Höhenlage der Wehre, der Werke, der Brücken, der Hochwasser ­ zeichen u. dergl. sind selbstverständlich ebenfalls daraus zu entnehmen. In dem Abschnitt über Wasserwirtschaft sind in ausführlichen Tabellen die Korrektionen, die Brücken, die Stauvorrichtungen, die bestehenden Wassertriebwerke und die bisher noch nicht ausgenützten Wasserkräfte übersichtlich zusammengestellt. Besonderer Erwähnung bedarf noch die weiter in diesem Berichte enthaltene ausführliche Beschreibung der Flößerei auf der Enz und Nagold, die vom Jahr 1322 bis auf die allerneueste Zeit reicht und die Floßordnungen, die Floßabgaben, die mannigfachen Betriebs- eiurichtungen, die Oblast- und Betriebsweise, die Floßaufsicht, die Flößer und die Entwicklung des Holzhandels umfaßt. Angaben über die Kosten der Unterhaltung der Floßstraßen und der Beför ­ derung des Holzes auf der Floßstraße und der Eisenbahn sind eben ­ falls darin enthalten. Zum Schlüsse sind die Vor- und Nachteile des Floßbetriebs einander gegenübergestellt und die Maßregeln der Einschränkung oder Aufhebung der Flößerei angefügt. Wer die Ausführungen über Flößerei ohne Voreingenommenheit prüft, wird sich der Erkenntnis nicht verschließen können, daß bei j einer Einschränkung oder Aufhebung vielseitige Interessen hereinspielen, die sich gegenseitig schroff gegenüberstehen und unmöglich mit einander in Einklang zu bringen sind. Verschiedenes. Deutsche Bauansstellung Dresden I960. Unter dem Aller ­ höchsten Protektorat S. M des Königs Albert von Sachsen findet vom 1. Juli bis 15. Oktober 1900 im städtischeu Ausstellungs ­ Palast und Park zu Dresden eine Deutsche Bauausstellung statt. Die Ausstellung soll ein Bild des gegenwärtigen Standes des deutschen Hochbauwesens und des deutschen Staatsbauwesens geben und enthalten: Abteilung I: Staatsbauwesen (Hochbau, Straßen-, Wasser- und Brückenbau); Abteilung II: Privat-Architektur (dekorativer Eisenbau, Perspektiven oder Modelle mit Grundrißbeilagen und Durchschnitten); Abteilung III: Baulitteratur; Abteilungen IV, V und VI: Bau-In ­ dustrie, Technik im engeren Sinne, Kunst- und Bau-Handwerk (Haus- Wasseranlagen, Lüftungsanlagen, Klosets, Heizungen, Haustelegraphen, Gas- und elektrische Leitungen, Aufzüge, Kühlanlagen, Bade-Ein- richtnngen, kleinere Konstruktionsarbeiten; Arbeiten, welche von den Gewerken selbst oder fabrikmäßig hergestellt werden, soweit der Arbeiter sie am Bau anbringt; Gegenstände, die in vom Aussteller selbst zu errichtenden Gebäuden oder im Freien zur Ausstellung gelangen; Material-Bearbeitungsmaschine im Betriebe rc.); Abteilung VII: Landwirtschaftliche Baukunst (insbesondere die für die landwirtschaft ­ lichen Betriebe nötigen Bauteile). — Die Verteilung der für die Abteilungen IV, V und VI zur Anmeldung kommenden Gegenstände in die einzelnen Abteilungen behält sich die Ausstellungs-Kommission vor. Die Direktion der Ausstellung (Dresden A., Sachsenallee 4) hat Einladungen zur Beteiligung ergehen lassen. Die Anmeldungen haben spätestens bis zum 15. September d. I. zu erfolgen. Der 50. Jahrestag der Eröffnung der Elsenbahnstrecke Süssen—Geislingen wurde am 15. Juni in Geislingen a. St. auf Anregung des dortigen Gewerbevereins gefeiert. Bei einem Banket wurde in ehrenden Worten der Männer gedacht, die an dem Gelingen des Werkes teilgenommen haben, vor allem des Oberingenieurs der Strecke Eßlingen—Ulm, Oberbaurat Knoll, dessen Büste auf dem Bahnhofplatz mit einem Lorbeerkranz geschmückt worden ist. Wersonaknachrichten. In der diesjährigen Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure zu Nürnberg wurde der um den Verein hochverdiente Baudirektor von Bach, Professor der Maschineningenieurwissenschaften an der K. Technischen Hochschule in Stuttgart zum Ehrenmitglied ernannt. Vermöge Allerhöchster Entschließung vom 29. Mai d. I. ist dem Abteilungsingenieur Schmohl bei der Ministerialabteiluug für den Straßen- und Wasserbau die nachgesuchte Entlassung aus dem Staats ­ dienst erteilt worden. (S. sind durch Beschluß des Hessischen Landesausschusses in Cassel vom 6. April d. I. die Geschäfte des Landesbauamts Ziegenhain—Kirchhain mit dem Wohnsitz in Ziegenhain unter definitiver Bestellung zum Landesbau ­ inspektor des Bezirksverbandes des Reg.-Bezirks Cassel übertragen worden. Er erhält einen Anfangsgehalt von 3600 M, steigend von 3 zu 3 Jahren um je 400 Jfc bis zum Höchstgehalt von 6000 oH.; außerdem 420 Ji Wohnungs ­ geld, 1500 ^ Dienstaufwand.Entschädigung unv 2000 M Reisekostenvergütung.) Bei der am 17. April d. I. und an den folgenden Tagen vor ­ genommenen ersten Staatsprüfung im Baufach sind die nach ­ stehenden Kandidaten für befähigt erkannt worden: 1) im Hochbau ­ fach: Gustav Hecht, Reutlingen, Reinhold Jrion, Stuttgart, Karl Jung, Ulm, Hermann Kessel, Heiligkreuzthal, Robert Lang, Stuttgart, Herm. Mack, Schrozberg, Georg Martz, Stuttgart, Joh. Müller, Stuttgart, Fridolin Rimmele, Ehingen a D, Karl Schwab, Snutgarl, Max Wagner, Ludwigsburg; 2) im Bauingenie nrfach: Otto Beck, Buttenhausen, Viktor Bläßle, Stuttgart, Emil Cailloud, Stult- gart, Ernst Eble, Rotenburg a. Fulda, Paul Endriß, Oberholzheini, Wilhelm Frank, Stuttgart, Eugen Geiger, Rottenvurg, Oskar Groß, Stuttgart, Albert Hahn, Nürtingen, Rudolf Hertneck, Stuttgart, Wilh. Löble, Stuttgart, Julius Rast, Münster, O.A. Cannstatt, Wilh. Reiner, Stuttgart, Otto Rieger, Eßlingen, Franz Rogg, Wein ­ garten, Rudolf Schleicher, Biberach a. d. Riß, Adolf Schmidt, Singen (Baden), Ferd. Schumayer, Luzern (Schweiz), Emil Silber, Hem ­ mingen, Herm. Wetzet, Cannstatt, Robert Weyrauch, Stuttgart, Karl Zimmermann, Stuttgart. Der Abteilungsvorstand und Vorsitzende Rat bei der Großh. Badischen Qberdirektion des Wasser- und Straßenbaus, Oberbandirektor Max Honsell in Karlsruhe, ist an Stelle des Geheimerats Karl Haas, welcher in den Ruhestand getreten ist, zum Direktor der Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues ernannt worden. chernuogegeden vom tlvürttemb. herein für Äandunde. Für denselben: Äanlnspektor Nethltng. — Ärnck von Alfred Müller * Äo. — «JrcUj von ä. Ultifc'a chofbnchliandlnng, sämtlich tu Ltnttgart.