Inhalt: Vereinsthätigkeit. — Wettbewerb um ein Titelblatt zu dem Werke; „Das deutsehe rus dem Oesehäftsberieht des Verbandes Deutseher Architekten- und Ingenieurvereine.) — Bericht über die Verhandlungen der XXX. Abgeordnetenversammlung des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine. Die Verbundkörper aus Mörtel und Eisen im Bauwesen von G. Barkhausen. — Verschiedenes. Personalnachrichten. Jahrgang 1901. 1. Dezember 1901. Heft 8. V ereinsthätigkeit. Am 5. September 1901: Versammlung des Ausschusses für die Herausgabe des Werkes „Das Bauernhaus in Deutschland, Oesterreich-Ungarn und der Schweiz“ in Stuttgart Der Verein gab aus diesem Anlass ein Mittags ­ mahl im Hotel Marquardt und veranstaltete abends 6 Uhr eine gesellige Vereinigung in der Restauration zur Uhlandshöhe. Am .9. Oktober und am 26. Oktober 1901: Vortrag des Geheimen Baurats Prof. Koch von Darm ­ stadt über den Panama- und Nicaragua-Kanal im grossen Saal des oberen Museums. Hiezu waren die Mitglieder mit ihren Damen eingeladen. Am 20. Oktober 1901: Jahreshauptversammlung. Geschäftsbericht. — Kassenberichte. — Bibliothekbericht. — Aufstellung des Etats. Am 30. Oktober 1901: Kamillen-Ausflug nach Untertürkheim. Vereinigung im Gasthof zum Hirsch daselbst mit gemeinschaftlichem Abendessen und anschliessender Tanzunterhaltung. Wettbewerb um ein Titelblatt zu dem Werke: „Das deutsche Bauernhaus“. Gutachten des Ausschusses über In dem Wettbewerbe um ein Titelblatt für das vom Ver ­ bände Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine in Ver ­ bindung mit dem Oesterreichischen Ingenieur- und Architekten- Verein und dem Schweizerischen Ingenieur- und Architekten- Verein geplante Werk über das Bauernhaus in Deutschland, Oesterreich-Ungarn und der Schweiz sind im ganzen nur vier Entwürfe und zwar rechtzeitig eingegangen. Die Beurtheilung dieser vier Entwürfe im einzelnen durch den Ausschuss führte zu folgendem Ergebnis: Der Entwurf No. 1 mit dem Kennwort „Nous“ erfüllt die Programmbedingungen insofern nicht, als in der Komposition weder für das Landeswappen noch für den Namen des Ver ­ legers Raum gelassen worden ist. Die Schrift ist nicht in ge ­ eigneter Weise angebracht. Der an sich gut gezeichnete Ent ­ wurf hat nicht das Gepräge eines Titelblattes für das Werk, es mangelt ihm an Einheitlichkeit der Komposition, und die zur Darstellung gebrachten Einzelnheiten sind, insbesondere bei den Innenräumen, ihrer Art nach nicht bäuerlich genug. Auch der zweite, mit dem Zeichen -f- B N 4- versehene Entwurf erfüllt nicht alle Programmbedingungen. Es fehlt die i im Programme geforderte Beigabe des Doppel-Wappens (Oester ­ reich und Ungarn) und für den Verlegernamen ist keine Fläche die eingegangenen Entwürfe. vorgesehen. Die Komposition passt sich dem Wesen bäuerlicher Baukunst wenig an, ihre Motive sind für den Zweck nicht glücklich gewählt und nicht bezeichnend genug für die Sache. Die Massstabsverhältnisse lassen zu wünschen übrig. Wie bei den beiden ersten Arbeiten fehlt es auch in dem dritten Entwürfe „Rasch wie der Blitz, das ist der Witz“ an ge ­ nügendem Raum für das Landeswappen und den Verlegernamen. Im übrigen ist die Arbeit sowohl gedanklich wie in der künst ­ lerischen Darstellung gänzlich verfehlt. Schliesslich werden auch bei dem vierten Entwürfe „Ein Märchen“ wesentliche Programmbedingungen insoferne nicht erfüllt, als weder für den Titel des Werkes, noch für das Landeswappen, noch für den Verlegernamen der geforderte Raum vorgesehen ist. Dabei ist die Komposition gedankenarm und die zeichnerische Darstellung für die Reproduktion wenig geeignet. Mit Rücksicht darauf, dass keiner der Entwürfe die Pro ­ grammbedingungen vollständig erfüllt und dass die Mängel der Entwürfe ohne wesentliche Abänderung sich nicht beseitigen lassen würden, musste von der Verteilung der ausgesetzten Preise Abstand genommen werden. Der Gesamtausschuss für die Herausgabe des Bauernhauses, (gez.) Hinckeldeyn.