No. Io. I 7 Monatsschrift des Württembg. Vereins für badkdnde in Stuttgart. [jtirne hinaus und sind mit der Fahrbahn verankert, ie dienen gleichzeitig als Hauptgesims. Die Entfernung der Fundamentmitten beträgt 69,55 m, diejenige der Fundamentvorderkanten 62,38 m, die der Fundamenthinterkanten 76,75 m. Das rechte Fundament, 12,35 m lang, reicht bis 8, l m unter Kämpfergelenkhöhe und 5,2 m unter Neckar- ; ihle, das linke, 14,65 m lang, bis 8,75 m unter 1 empfergelenkhöhe und 5,5 m untere Sohle des Neckar; pie Breite der Fundamente ist 9,2 m, gleich der Hoppelten ursprünglich nur zu 4,6 m angenommenen Breite des Gewölbes am Scheitel. Das reiche, von Konsolen und den verzierten Schluss ­ men der Entlastungsbögchen getragene Haupt isims krönt das verzierte schmiedeiserne Geländer. Die Ortpfeiler, 7,0 m breit, ruhen auf den iderlagern unmittelbar auf und sind durch steile Böschungskegel umschlossen; zum Schutze des Vor- BC IV düf. 3 d fi. cBt uiL\xtrcükcui § 1 1 1 1 1 i cü>u-nl'- 1 -öci-vvSo te 1 <2 1 ■4 45 ! » 35---j —» 1 1 Ä 1- I I t ccYiou la es gegen Unterspülung ist dasselbe unter der Brücke auf I je 1 m Breite von den Widerlagern aus mit einer Betondecke jau Steinpackung versehen. Die Brücke ist mit Gelenken ausgestattet; 8 Paare von je i 0, m Länge sind im Scheitel und je 9 Paare von gleicher La ge in den Kämpfern angeordnet. leisten, so ist deren genaues Ver ­ setzen und Anpassen an die Wölb ­ steine derart mit Schwierigkeiten verknüpft, dass auch wenig Gewähr für eine mit der Rechnung überein ­ stimmende Wirkung gegeben ist, ausserdem werden diese Gelenke bei den hohen Stahlpreisen ebenfalls sehr teuer. Die Wahl der gusseisernen Zapfen ­ gelenke (Fig. 7 und 8) ist noch ge ­ rechtfertigt worden durch Versuche, cLvlon welche auf Veranlassung des Ver ­ fassers mit solchen Gelenkenjin der Materialprüfungs - Anstalt München vorgenommen wurden; es sind in ­ folge dieser Versuche'gemäss den Be ­ rechnungen des Verfassers auch die Prinzregentenbrücke in München und demnächst die Isarbrücke bei Bogen ­ hausen mit (solchen Gelenken ver ­ sehen worden. Die Versuche, welche Herr Professor Föppl leitete und deren Ergebnis er in Nr. 32 des lahrganges 1901 des „Zentralblattes der Bauverwaltung'' veröffentlichte, erstreckten sich insbesondere auf die Feststellung der Reibungswiderstände in den Gelenken und der zweck ­ mässigsten Schmierfette für dieselben. Es war zu erwarten, dass die bekannten Angaben über die Reibungszahlen bei den hohen Pressungen, wie sie in den Gelenken auftreten, nicht zutreffen. Die Versuche haben ergeben,^ dass für solche Gelenke aus gusseisernen'Stühlen mit eingeschliffenen Stahlbolzen: i. die Reibungszahl mit zunehmendem Druck in erheblichem Masse abnimmt, dass also kleine Bolzen ­ durchmesser vorzuziehen sind; 2 eine dünne Haut des Schmierfettes auch bei hohem Druck zwischen Stuhl und Bolzen verbleibt, dass also eine dauernde Schmierung erhalten wird; 3. Paraffin weitaus das günstigste Schmierfett für solche Gelenke ist, da für dieses Fett die Reibungs ­ zahl sehr klein und bei einer Zunahme der Pressung ; von 100 Atm. auf 600 Atm. auf die Querschnittsfläche des ^ 'ton Bolzens von 0,0062 auf 0,0025 sinkt; 4. auch bei ungeschmierten Bolzen die Reibungs ­ zahl eine mässig grosse ist; sie betrug für das Modell bei 50 Atm. Pressung 0,235, bei 200 Atm 0,216. Die Drehung der Gelenke ist nach diesen Ver ­ suchen ausser Frage und können bei der Berechnung der durch die Reibung erzeugten Zusatzspannungen in den Gelenken und am Gewölbe sehr kleine Reibungs- zahlen angenommen werden. Fig. 5. Tangentialgelenk. Es wurden wie bei der Brücke in Inzigkofen gusseiserne Stühle, welche als Träger von gleichem Widerstand berechnet sind und 10 cm starke Stahlbolzen umfassen, verwendet, da dieselben im Vergleich zu anderen Gelenkanordnungen billig, bequem zu versetzen und sicher wirkend sind. Anmerkung: Reine Stein- oder Beton-Gelenke, wobei die Gelenkteile aufeinander rollen (Fig. 2 und 3) waren nicht verwendbar, da selbst bei einer Inanspruchnahme der Berührungsflächen der Ge ­ lenke von 85 Atm. für Beton und von 200 Atm. für Granit diese blächen 40 und 18 cm breit hätten werden müssen; auch bei der sorgfältigsten Bearbeitung dieser Flächen ist eine Gewähr für eine der Rechnung entsprechende Uebertragung der Kräfte nicht vorhanden; jausserdem wäre 'das Versetzen der grossen Stücke, welches besondere Rüs ­ tungen erfordert hätte, nicht weniger teuer und schwierig geworden, als die Beschaffung von Steinen in hervorragender bestigkeit. Wenn auch,Stahlgelenke mit gusseisernen oder stählernen Unter ­ lagen, wobei die Gelenkteile aufeinander rollen (Fig. 4 und 5 und I wie solche, z. B. bei der Neckarbrücke in Tübingen (Fig. 6) in An ­ wendung kamen, einen sehr geringen Widerstand gegen Drehung 449/ CMA 9/M/l^V'H. -