49 des für die Schulen Anzuschaffenden zu erleichtern, so ist in neuerer Zeit die Ausbildung der Sammlung auch in Bezug auf Globen und Landkarten ins Auge gefasst worden, da deren Beschaffung in genügender Auswahl auf dem Wege des Buchhandels nur selten möglich ist. Dasselbe gilt in besonderem Grade von den Modellen für den Unter ­ richt im Körper- und Fachzeichnen, während die Anschaffung von Schul ­ utensilien eingestellt werden konnte, da die in dieser-Richtung sich geltend machende Konkurrenz die Fabrikanten zur allseitigen Bekanntmachung ihrer mehr oder weniger dem Veralten ausgesetzten Artikel zwingt und die jetzt existierenden vielen Lehrmittelhandlungen reiche Auswahl zu bieten vermögen. Der im Jahre 1872 erschienene Katalog der Lehrmittelsammlung führt die Sammlungsobjekte in der Reihenfolge der damaligen Standorte auf. Im Jahre 1882, nachdem der Bibliothekar Göriz in den Ruhestand ge ­ treten und Inspektor Bär mit Tod abgegangen war, kamen wissenschaftliche, Kunst-Bibliothek und Lehrmittelsammlung unter eine gemeinschaftliche Ver ­ waltung, welche dem als Bibliothekar und Leiter der Modellierwerkstätte, sowie der Sammlung der Gipsabgüsse angestellten Bauinspektor (jetzt Bau ­ rat) Dolmetsch übertragen wurde. Diese Vereinigung der naturgemäss zusammengehörigen Abteilungen hatte sich schon länger als Bedürfnis •herausgestellt und bewährte sich denn auch in der Folge; waren doch mit der- Getrennthaltung gar manche Unbequemlichkeiten für das Publikum so ­ wohl wie auch für die Beamten verknüpft, die nunmehr in Wegfall kamen. Lebhaften Anklang fand die im Jahre 1884 getroffene Einrichtung, dass die Gesamtbibliothek während des Winters an zwei Wochentagen abends von 8—10 Uhr geöffnet wurde, um ihre Benützung auch demjenigen Teil des Publikums zu ermöglichen, der über die Tagesstunden nicht frei ver ­ fügen kann. Infolge Anwachsens der Frequenz der Bibliothek waren nachgerade die seither innegehabten Räume zu klein geworden, und da auch die Samm ­ lungen des Landes-Gewerbemuseums immer mehr Platz beanspruchten, musste das Erdgeschoss geräumt werden und die Bibliothek kam in das erste Ober ­ geschoss des Flügels in der Marienstrasse. Die vielen in der Kunstbibliothek angesammelten Einzelblätter mit Dar ­ stellungen aller Art aus dem Gebiete der Kunst und des Kunstgewerbes wurden nun benützt zur Schaffung einer systematisch geordneten Vorbilder- sammlung, wozu das vorhandene Material allerdings nur die verhältnis ­ mässig kleine Grundlage bildete. Zum Ausbau dieser Vorbildersammlung waren demnach bedeutende Erwerbungen zu machen, deren Kosten von dem Vorstande der K. Zentralstelle, welcher diesem neuen vom Publikum dankbar begrüssten Institut seine besondere Aufmerksamkeit glaubte zuwenden zu sollen, mittels ausserordentlicher Zuwendungen aus Erübrigungen im Gesamt ­ etat der K. Zentralstelle bestritten wurden. Die Einteilung der Blätter nach den dargestellten Gegenständen, den Stilarten u. s. w., sowie die äussere An- 4