92 Wandgemälde und der darunter befindlichen zweiarmigen Marmortreppe, welche frei in der Halle eingebaut die Verbindung zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss vermittelt. 36 Marmorsäulen (Monolithe) und 6 Marmorpfeiler von Marmor (rouge griotte) aus Belgien mit Basen und Plinthen aus Nassauer (Schupbach) Marmor tragen die Gebälke der Säulenstellungen. Letztere sind in folgender Weise konstruiert. Auf den Säulen und Pfeilern liegen Quader aus bestem inländischem Keupersandstein, an besonders belasteten Stellen von Obern- kirchener Sandstein, welche unter sich und nach den Wandseiten zu durch Zugstangen und I-Träger gehörig verspannt sind. Die Gebälke der Säulen ­ stellungen, wie die Unterzüge der Gänge sind sodann zwischen diesen Quadern als scheitrechte Bögen ausbetoniert worden. Die Unteransichten der Archi- trave wurden mit plastischen Fruchtkränzen verziert. Die Gesimse sind in gelblichem Ton gehalten, einzelne Glieder derselben vergoldet. Die Säulen- und Pfeilerkapitäle hier, in den ^Gängen, den anschliessenden zwei Sälen, wie in der Vorhalle sind von Galvanobronze über den Steinkern der Säulen gestülpt. Die Galeriebrüstung im ersten Stock ist aus Carraramarmor mit gal ­ vanisch bronzierten Eisengussfüllungen, diejenige im -zweiten Obergeschoss zwischen den Pfeilern von Haute ville Marmor in Stuckmarmor hergestellt. Die vierte Wandung dieser Halle — die Bildwand hat eine imposante Ausgestaltung erfahren. Im unteren Teil derselben, einige Stufen erhöht, liegt eine Prachtthüre, umrahmt von einem in Marmor hergestellten Säulen ­ portikus. Rechts und links davon führt die Freitreppe zur Galerie; die be ­ gleitenden abgetreppten Wangen mit ornamentierten Friesen, den Voluten darüber, die Postamente wie die Stufen sind aus Carraramarmor (clair blanc) hergestellt, welcher sich prächtig abhebt von dem rötlichgelben Stuckmarmor ­ belag der Treppenwandungen. Bronzekandelaber, modelliert von Bildhauer Schön in Frankfurt a. M., auf den zwei unteren Treppenpostamenten, Gruppen auf den mittleren und oberen Postamenten schmücken die 2,68 m breite Treppe, über welcher in der ganzen Wandbreite und bis zum Haupt ­ gesims des ersten Obergeschosses reichend, das monumentale Wandgemälde sich erstreckt. Die zwei Gruppen auf dem mittleren Absatz, rechts »das in Frieden ruhende kraftvolle Land«, links »Reichtum und Fruchtbarkeit des Landes« darstellend, sind von Professor G. Eber lein in Berlin, die oberen Gruppen, Gewerbe und Handel vorstellend, sind von Professor E. Hund ­ ries er in Berlin erfunden und modelliert nach ihren seinerzeit preis ­ gekrönten Wettbewerbungsarbeiten. Der Bronzeguss der Eberlein’schen Gruppen ist in der Erzgiesserei von Paul Stotz und derjenige der Hund- rieser’schen Gruppen in der Erzgiesserei von Hugo Pelargus hier ausgeführt worden. Die Bildwand ist durch Stuckmarmorpilaster gegen die Gangwand abgegrenzt, durch einen von Marmorsäulen (rouge griotte) getragenen Portikus mit Giebelaufsatz gegliedert.