123 Die unteren Wandschränke, sowie sieben radial gestellte zweiseitige, verglaste Schränke in dem einen Turmzimmer werden die zum grösseren Teile grossformatigen Werke der Kunstbibliothek enthalten, während die wissenschaftliche Bibliothek in den offenen Ständern auf der Gallerie unter ­ gebracht wird. Nach sorgfältiger Prüfung aller neueren Systeme wurde für sämtliche Bücherschränke das von Lipman in Strassburg erfundene und angefertigte als das praktischste in Anwendung gebracht, wie dies auch bei der Kais. Uni- versitäts- und Landesbibliothek in Strassburg, sowie an verschiedenen anderen Orten der Fall ist. Das Lipmansche System, ebenso einfach als sinnreich konstruiert, besteht aus vertikalen eisernen Zahnstangen, in deren Nuten Seitenbleche laufen, welche durch einfaches Emporheben und Fallenlassen vermöge des eigenen Gewichts in die Zähne einfallen und auf diese Weise ohne jede weitere Manipulation von 15 zu 15 mm verstellbar sind. Je ein Paar Seitenplatten tragen ein Bücherbrett. Für die zweiseitigen Schränke sind die in der Mitte laufenden Zahnstangen auf beiden Seiten gezahnt und genutet, so dass an einer Stange zwei Tragbleche laufen, Zwischenwände nicht nötig sind und ein Uebergreifen besonders grosser Formate über die Mitte des Schrankes stattfinden kann. Für die bis jetzt 400 Kapseln umfassende Vorbildersammlung sind an der linken Wand des Leseraumes offene Schränke mit Laufschienen aus Blech bestimmt. Links und rechts vom Eingang werden der Abgabeschalter und der für das Ausfüllen der Legscheine bestimmte Schreibtisch Platz finden, in der Mitte der gegenüberliegenden Wand ist das Podium für den Biblio ­ thekar. Drei Aufzüge dienen dem Büchertransport zwischen Saal und Gallerie, welch letztere ausserdem durch vier, nur den Beamten zugängliche Treppen in den Ecken mit dem Lesesaal in Verbindung steht. Das zweite Turmzimmer, gegen die Hospitalstrasse, zum Zeichensaal bestimmt, wird sieben Zeichentische in radialer Aufstellung enthalten. An dieses Turmzimmer schliesst sich der im Flügel der Hospitalstrasse liegende, für die Aufnahme der Lehrmittelsammlung bestimmte Raum an, in welchem während der Ausstellungszeit die »Senefelder-Ausstellung« Platz gefunden hat. Für Erwärmung des Lesesaales sorgen drei in demselben frei aufgestellte tischförmige Heizkörper, zwei solche an den Wänden der beiden Turmzimmer, sowie freiliegende Heizrohren auf der Gallerie. Für die elektrische Beleuch ­ tung sind acht Bogenlampen im Saal, sowie zwei solche in den Turmzimmern angebracht, während die Installation der Glühlampen für die Lesetische erst nach Aufstellung der letzteren erfolgen wird. 4. Das zweite Obergeschoss. Dieses enthält im ganzen 63 Haupt- und Nebengelasse, in welchen die K. Zentralstelle für Gewerbe und Handel mit dem Zentralaichungsamt und der hier zentralisierten Gewerbeinspektion des Landes, die K. Zentralstelle für die Landwirtschaft einschliesslich der