366 BAUZEITUNG Nr. 45 Ehrendoktoren technischer Hochschulen. Die AVürde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber wurde von der Technischen Hochschule in Karlsruhe dem badischen Minister des Innern Dr. K. Schenkel und dem früheren Eisenhahnminister v. Brauer verliehen. Mainz. Der Stadtverordnetenversammlung ist eine Vorlage von Bebauungsplänen für zwei neue Stadt ­ teile zur Genehmigung unterbreitet worden. Es handelt sich um die Bebauung des Zahlbacher Tales und des Gebietes an dem bisherigen Fort Karl und Karthaus. Durch diese beiden Bebauungspläne werden zwölf neue Baublocks geschaffen, in denen sämtliche zu errichtende Gebäulichkeiten mit Vorgärten versehen sind. Dresden. Die Deutsche Kunstgewerbe-Aus ­ stellung wurde am 31. Oktober mit einem feierlichen Akt geschlossen. Die Zahl der Besucher belief sich ins ­ gesamt auf 500 000. Der Garantiefouds wird nicht in Anspruch genommen. Stettin. Begierungsbaumeister Adolf Stahl, Sohn des Professors Stahl in Heilbronn a. N., ist zum Stadtbau ­ inspektor gewählt worden. Braunschweig. Zur Lohnbewegung im Bau ­ gewerbe. Auf eine Eingabe der in Betracht kommenden Ge ­ werkschaften bezüglich Verhandlung über die eingereicbten Lohn- und Arbeitstarife hat der Vorstand des Arbeit ­ geber-Verbandes für das Baugewerbe beschlossen, folgende Antwort zu erteilen; „Auf das gef. Schreiben vom 3. v. M., welches dem Vorstande in seiner letzten Sitzung zur Beschlußfassung Vorgelegen hat, teilen wir ergebenst mit, daß wir nicht in der Lage sind, mit Ihnen zu verhandeln, solange die von Ihnen verhängten Bausperren bestehen, und verweisen im weiteren auf die in unsern Schreiben vom 22. Juni und 3. Juli für den Winter angebotenen Verhandlungen bezüglich der Eegelung der Löhne u. s. w. für das kommende Jahr. Im übrigen haben wir an Hand unsrer Akten festgestellt, daß alle Ihre Anträge unser ­ seits eine Beantwortung erfahren haben.“ g. Personalien Hessen. Erteilt: dem Kreisbauinspektor des Kreises Fried ­ berg H. Gombel zu Friedberg der Charakter als Baurat. Ver ­ liehen: dem Bauassessor F. Beck zu Mainz der Titel und Rang eines Bauinspektors. Ernannt: der Hauptlebrer an der Landes- baugewerkachule A. Wienkoop zu Darmstadt zum Direktor der Landesbaugewerkschule. Bücher Deutscher Bankalender 1907. Verlag der „Deutschen Bau ­ zeitung“, Berlin, drei Teile, Preis 3,50 M. Teil I gebunden in Leder, Teil II und III broschiert. Ausgabe in rotbraun Leder mit Schloß 4 M. Der bewährte Begleiter vieler Fachleute ist für 1907 neu erschienen, wie immer in gediegener, praktischer Ausstattung. Der Verlag tut alles, das nützliche Werk mit seinen Beilagen auf der Höhe der Zeit zu halten. Der Inhalt ist in allen Teilen sorg ­ fältig durohgesehen und hat in vielen Kapiteln eine zeitgemäße Erweiterung erfahren. Das Nachsohlagebuoh — Teil II des Kalen ­ ders — i s t wesentlich durch ein umfangreiches Kapitel über land ­ wirtschaftliche Baukunde bereichert, die Personalientabellen sind sorgfältig neu bearbeitet. Das Skizzenbuch, Teil III, ist etwas erweitert und enthält auf 63 Blatt ausgewählte Abbildungen aus verschiedenen Zeiten und Ländern. Die interessante Sammlung bringt diesmal Arbeiten von Schilling & Gräbner, amerikanische und englische Bauten und treffliche Aufnahmen alter Bauwerke, besonders Fachwerkhäuser. Die Gesamteinteilung und Anordnung des Kalenders haben sich bereits seit Jahren die Anerkennung aller Abnehmer erworben und können wir auch die neue Ausgabe aufs beste empfehlen. Beton und Eisen. Internationales Organ für Betonbau, V. Jahr ­ gang 1906, Heft 10. Herausgeber : k. k. Baurat Dr.-Ing. Fritz v. Emperger-Wien. Preis des Jahrgangs 16 M., des einzelnen Heftes 2 M. Berlin, Verlag von Wilhelm Ernst & Sohn. Inhalts ­ verzeichnis des 10. Hefts: Gewalzte Betonmasten. Der Eisenbeton ­ bau bei den neuen österreichischen Bahnlinien. Fachwerkträger aus Eisenbeton von Dipl.-Ing. Zipkes-Zürioh. Das Undosa-Wellen- bad in Starnberg von Architekt Schellenberger. Fortschritte im Bau weitgespannter, flacher, massiver Brücken von Landesbaurat Leibbrand-Sigmaringen. Der Betonhohlstein von Ingenieur Albrecht- Berlin. Der Einsturz des Reservoirs in Madrid von F. v. E. Be ­ rechnung von Bisenbetonkonstruktionen bei exzentrisch wirkender Normalkraft von Oberlehrer Landmann-Barmen. Bayrische Jubiläums- Landesausstellung in Nürnberg 1906 von Architekt Henrich-Nürn ­ berg. Neue Bogenkonstruktion von Fritz v. Emperger. Schweizer Kunstkalender für das Jahr 1907. Dritter Jahr ­ gang. Herausgegebeu von Dr. C. H. Baer. Mit reichem farbigem Praohtumschlag und 27 Abbildungen im Text. Verlag der Schweize ­ rischen Bauzeitung, A. Jegher in Zürich II, Dianastraße 5. Preis in Schutzkarton 2 Fr. Der Schweizerische Kunstkalender, der in selbständiger Stoffwahl und in sorgsamster Auslese Jahr für Jahr Abbildungen hervorragender Kunst- und Landschaftsschönheiten bringt, will seinem Leserkreis Anregung und ästhetischen Genuß bereiten, will ihn immer wieder aufmerksam machen auf die hervor ­ ragenden Schätze, welche die Heimat birgt, und ihn damit auch zum Heimatsohutz anleiten. Denn eine Kenntnis und Schätzung der Schönheiten eines Landes in Kunst und Natur sind die Grund ­ lagen ihrer Erhaltung und Bewahrung. Der vorliegende dritte Jahrgang des Schweizer Kunstkalenders reiht sich den bereits er ­ schienenen Heften würdig an und ist besonders charakterisiert durch eine umfassendere, sehr reich illustrierte Arbeit von Professor Dr. Paul Ganz in Basel über das Schweizer Frauenbildnis. Daneben aber haben auch hervorragende Werke alter Skulptur- und Bau ­ kunst wie das Kloster St. Johann zu Münster in Graubünden, die Wallfahrtskirche Werthenstein bei Luzern oder die Kapelle Kirch- bühl bei Sempach von Fachmännern wie Professor Dr. Zemp, Dr. Robert Dürrer, Dr. Egli u. a. m. textliche und bildliche Dar ­ stellung erfahren und machen den Inhalt des Kalenders zu einem vielseitigen und abwechslungsreichen. Der so überaus ansprechen ­ den und zielbewußten Kalenderveröffentlichung, die von jeder Buch ­ handlung und direkt vom Verlag der Schweizerischen Bauzeitung Zürich II, Dianastraße 5, bezogen werden kann, ist die weiteste Verbreitung zu wünschen. Anfragen Welcher Baukalender ist für einen württembergischen Bau ­ techniker der zweckmäßigste? Briefkasten Alter Abonnent in D. Der Umschlag zu Nr. 43 hat auch andern Lesern gefallen, die ihre Freude darüber aussprachen. Solche Kundgebungen berühren sehr wohltuend. Wir werden voraussicht ­ lich vom nächsten Jahre an den Umschlag dauernd einführen. A. 31. in Str. Wir sind bereit, Ihrem Wunsche zu willfahren; wollen Sie uns nur die genaue Adresse der betreffenden Herren an ­ geben, damit wir denselben die Extranummer noch zugehen lassen können. Da die letztere sehr stark verlangt wird, so ist baldige Nachricht nötig. Amiens in ü. Daß die Münsternummer an Ihrem Platze so ein- gesohlagen, ist um so freudiger zu hören, als dort eine lebhafte Opposition gegen die Bebauung besteht. Wir hoffen, daß die klare Darstellung der Entwürfe und deren auch dem Laien verständliche Absicht überzeugender wirken wird als jede Gegenrede. A. in St. Für den großen Aufwand an Mühe und Opfer, den uns, wie Sie richtig voraussetzen, die Ausgabe der Ulmer Wett ­ bewerbsnummer verursachte, sind wir reichlich entschädigt worden durch eine Reihe von Dank- und Anerkennungsschreiben bis hinauf zu den höchsten Stellen wie durch zahlreiche Neubestellungen der „Bauzeitung“. Hierzu eine Bildbeilage: „Am Quell“. Von Arthur Lewin-Funcke, Charlottenburg Verantwortliche Sehriftleitung: Chefredakteur und Herausgeber Adolf Fausel, Architekt W. Klatte, beide in Stuttgart. Adresse für alle Sendungen: Bauzeitung- Stuttgart, Büchsenstr. 26 B. Druck; Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart