292 BAUZBITUNG Nr. 37 Abb. 6 Gegenbeispiel Abb. 5 Beispiel zu warnen. Heute möchte ich die Frage erörtern, was geschehen kann, um Angebot und Nachfrage bei der Verwertung gewerblicher Schutzrechte auf gesunder Basis zu fördern. Die Patentverwertung ist bei den derzeit an die Hand gegebenen Mitteln für viele Erfinder mit recht erheblichen Kosten verknüpft. Es ist häufig un ­ möglich, bei einem Fabrikanten ein Interesse für eine Erfindung zu erwecken, wenn der Erfinder ihm die Er ­ findung nicht so vorführt, daß die Vorteile möglichst klar hervortreten. Ein solches Vorgehen, richtig durchgeführt, kostet natürlich Geld und ist schon aus diesem Grunde für manchen Erfinder überhaupt nicht ausführbar. Ein mechanisches Anerbieten der zu verwertenden Erfindung durch Offertbriefe hat, wie die Praxis ergibt, keinen Wert. Solche Offertbriefe sind selten überzeugend, und der Fabrikant wird heutzutage mit solchen Anerbietungen derart überhäuft, daß sie meistens ungelesen in den Papierkorb wandern, obgleich unter den Angeboten sich vielleicht Sachen befinden, die bei genauer Betrachtung für beide Teile zu einer segensreichen Geschäftsverbindung hätten führen können. Die vielfach recht wertvollen Erfindungen der großen Anzahl von Handwerkern und kleinen Erfindern werden meistens durch Verfall der Schutzrechte der Oeffentlichkeit wieder entzogen, weil die maßgebenden Stellen in den interessierten Industrie ­ kreisen auf das betreffende Schutzrecht nicht genügend aufmerksam geworden sind. Als ein Weg, der zur Erzielung einer Patentverwertung am meisten Chancen bietet, erscheint mir eine von ein ­ wandfreier Stelle zu veranstaltende Ausstellung von Erfindungsmodellen, bei welcher auf verhältnis ­ mäßig kleinem Platz ein großes Angebot von auf Ver ­ wertung wartenden Erfindungen gemacht werden kann. Dieser Weg ist zwar schon beschritten worden, hat aber bisher keinen durchschlagenden Erfolg gehabt, zunächst, weil die veranstaltende Stelle nicht immer die erforder-