FÜR WÜRTTEMBERG BADEN HESSEN EL ­ SAS S - LOTHRINGEN Stuttgart, 18. September 1909 Nummer 38 Inhalt: Der Fachschul- und Museumsneuhau in Gmünd. —Yerbandstag der Deutschen Baugewerks- Berufsgenossensohaften. — Kleine Mitteilungen. — Personalien. — Bücher. — Briefkasten. Alle Rechte Vorbehalten Der Fachschul- und Museiimsneuhau in Gmünd Erbauer Architekt Martin Eisäßer-Stuttgart Am 5. Juli wurde in Gmünd ein Gebäude eingeweiht, das einem doppelten Zweck dienen soll; es hat in seinen Räumen die K. Fachschule für Edelmetallindustrie sowie die ausgedehnten Sammlungen des Kunstgewerbemuseums aufzunehmen. Der Entwurf zu dem Neubau entstand bei einem öffentlichen Wettbewerb, in welchem er unter 136 Arbeiten mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Dieser Wettbewerbsentscheidung im Mai 1907 folgte wenige Wochen später die definitive Auftragserteilung durch den Gemeinderat Gmünd als ßauherrschaft. Zur Vorgeschichte des Baues ist zu bemerken, daß die Stadtgemeinde Gmünd mit der Zentralstelle für Ge ­ werbe und Handel hinsichtlich der Finanzierung des Baues ein Abkommen dahin getroffen hatte, daß die Kosten der Fachschule zur Hälfte von der Stadt ge ­ tragen werden sollen, während die städtischen Samm ­ lungen mit einem namhaften Beitrag des Staates von der Stadt erbaut werden sollten. Nach erfolgter Fer ­ tigstellung geht die Fachschule in staatliche Hände über. Mit dem Bau selbst wurde schon im Sep ­ tember 1907 begonnen; es wurde noch im Winter an ­ nähernd Sockelhöhe erreicht, so daß mit dem aufgehen ­ den Mauerwerk im Frühjahr 1908 begonnen werden konnte. Von da ab war der Gang der Arbeit ein un ­ gestörter bis zur Fertigstellung der Fachschule im März 1909, und des Museums, einschließlich des Einzugs und der Gesamtansicht