392 BAUZEITUNQ Nr. 49 ’ Wettbewerbe Saalban Reutlingen. In dem Wettbewerb sind etwa 80 Entwürfe eingelaufen. Die Entscheidung des Preisgerichts ist demnächst zu erwarten. Verwaltungsgebäude in Griesheim. Auf das Preisausschreiben vom Juli zur Erlangung von Entwürfen für die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes sind 260 Entwürfe eingegangen. Die Ausstellung der Arbeiten geschieht vom 12, bis einschließlich 15. Dezember im Saale der Wohlfahrtsbauten der Chemischen Fabrik Griesheim Elektron. Die Besichtigung kann in den Stunden von 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags stattfinden. Gartenstadt bei Straßburg. In dem Wettbewerb der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Straßburg, be ­ treffend Entwürfe für die Anlage der Gartenstadt Stock ­ feld bei Straßburg i. E., liefen 20 Arbeiten ein, von welchen nach der ersten Sichtung 11, nach einer zweiten Sichtung 2 fielen, so daß 7 Arbeiten auf die engste Wahl kamen, die das Preisgericht sämtlich auszuzeichnen be ­ schloß. Da kein Entwurf die andern so wesentlich über ­ ragt, daß er unzweifelhaft an erste Stelle zu setzen wäre, so wurde die Preissumme in andern Abstufungen ver ­ teilt. Es erhielten einen Preis von 2000 M. die Entwürfe der Herren Backes & Zache-Straßburg sowie der Herren Henri Brabant und Robert Dirr-Metz. Ein Preis von 1600M. wurde zugesprochen den Entwürfen der Herren K. Bonatz, Georg Martin und K. Wolf-Straßburg sowie den Herren G. Schalk, J. Keller und L. Trimper-Mülhausen i. E. Mit einem Betrag von 600 M. wurden angekauft die Entwürfe der Herren Steffen-Rufach, Schimpf-Straßburg und K. Bonatz, Georg Martin und K. Wolf-Straßburg. Israelitisches Krankenhaus Frankfurt a.M. Von 77 eingelaufenen Entwürfen wurde, wie schon kurz ge ­ meldet, dem Stuttgarter Architekten Franz Röckle der I. Preis von 4000 M. zuerkannt. Den II. Preis (3000 M.) erhielt Regierungsbaumeister Elkart-Hamburg (Mit ­ arbeiter: Diplomingenieur K. Harrer), den III. Preis (2000 M.) Architekt Willi. Grieme-Berlin. Zum Ankauf wurden empfohlen die Entwürfe des Architekten H. Rummel-Frankfurt a. M., der Architekten H. und L. Plaßmann-Essen und Frankfurt a. M., der Architekten H. Stumpf-Darmstadt und K. Lennartz-Frankfurt a. M. Sämtliche Entwürfe sind im alten Di - . Senkenbergischen Museum, Bleichstraße 59, bis zum 19. Dezember d. J. ausgestellt. Kleine Mitteilungen AVürtt. Kunstverein Stuttgart. Neu ausgestellt: Gemälde von Walter Firle, C. Marr, L. Corinth, Hans v. Beider, P. W. Ehrhardt, Jos. Oppenheimer, J. Kerschen- steiner, H. Drück, A. Käppis; Aquarelle von W. J. Bert ­ ling, Silhouetten von Otto E. Lau; Plastische Arbeiten von Karl Gabriel u. s. w. Ehrenurkunden für Handwerksgehilfen. Wie bekannt, verleiht die Handwerkskammer Stuttgart be ­ sondere Ehrenurkunden an Handwerksgehilfen, die min ­ destens 25 Jahre ununterbrochen im gleichen Betriebe tätig sind. Gesuche um Verleihung derartiger Diplome nimmt die Handwerkskammer sowohl von den Handwerker ­ vereinigungen als auch von den Inhabern von Handwerks ­ betrieben ihres Bezirks jederzeit entgegen. Da wir hören, daß eine solche Verleihung zu dem bevorstehenden Weih- nachtsfest in Aussicht genommen ist, machen wir darauf aufmerksam, daß es im Interesse des Auszuzeich ­ nenden liegt, wenn die entsprechenden Vorschläge, denen die notwendigen Unterlagen beizugeben sind, möglichst bald bei der Handwerkskammer eingereicht werden. Führung des Meistertitels. Der Art. 8 der No ­ velle der Gewerbeordnung vom 26. Juli 1897 wird infolge ungenauer Fassung teils in dem Sinne ausgelegt, daß der Meistertitel ohne weiteres nur solchen Handwerkern zusteht, die am 1. Oktober die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen bereits besessen haben, teils dahin gehend, daß diejenigen, welche an jenem Tage zwar selbständig, aber noch nicht 24 Jahre alt waren, und somit diese Anleitungshefugnis noch nicht besaßen, der Meistertitel von Erreichung dieses Alters ab gleichfalls zuzuerkennen sei. Der deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag hat nun den Reichstag ersucht, bei der Neukodifikatiou der Gewerbeordnung der erwähnten Bestimmung eine Fassung zu geben, die nur die erstere Fassung zuläßt. Von der K. Zentralstelle für Gewerbe und Handel hierzu aufgefordert, hat sich die Stuttgarter Handwerkskammer aber für die letztere Deutung entschieden, da es eine Härte bedeuten würde, wenn Handwerkern, denen seit ­ her auf Grund jener Uebergangsbestimmung die Führung des Meistertitels zugestanden wurde, nachträglich diese Befugnis durch die gewünschte Interpretation wieder ab ­ erkannt würde. Berlin. Der Schutzverein der Berliner Bau ­ interessenten beschäftigte sich dieser Tage mit dem neuen Gesetz über die Sicherung der Bauforde ­ rungen und faßte eine Resolution, die dringend davor warnt, den zweiten Teil des Gesetzes über die dingliche Sicherung der Bauforderungen in Kraft zu setzen. Deutsche Gartenstadtgesellschaft. Der Erfolg und glückliche Verlauf der Sozialen Studienreise nach England veranlaßt den Vorstand der Deutschen Gartenstadtgesellschaft (Berlin-Rehfelde), die Reise zu wiederholen. Statt einer Reise mit 200 Teilnehmern werden im folgenden Jahre zwei Reisen mit einer Höchst ­ zahl von je 100 veranstaltet werden und im Juli (5. bis 17.) und August (16. bis 28.) stattfinden. Die Reisen werden durch englische Gartenstadtsiedlungen sowie durch die Städte York, Manchester, Liverpool, Birmingham und London führen und ein erschöpfendes Bild moderner sozialer Bestrebungen, sowie englischen Städtebaues und Wohnungswesens geben. Anfragen sind zu richten an die Geschäftsstelle, Rehfelde (Ostbahn). Personalien Baden. Verliehen: dem Inspektionsbeamten bei der General ­ direktion der Staatseisenbahnen Bahnbauinspektor E. Grimm sowie dem Vorstand der Bahnbauinspektion Waldshut, Bahnbau ­ inspektor J. Bi eh ler, der Titel Oberingenieur. Ernannt; die Vorstände der Eheinbauinspektionen, Wasserbauinspektoren Pr. Me y- thal er-Karlsruhe und Er. Si e b er t-Mannheim, zu Oberbau ­ inspektoren. Hessen. Verliehen: der Charakter als Baurat dem städtischen Bauinspektor und Vorstand des städtischen Hochbauamts A. Gelius- Mainz, dem Vorstand der Kulturinspektion Darmstadt, Kultur ­ inspektor Th. Wal lek - Darmstadt, dem städtischen Bauinspektor und Vorstand des städtischen Tiefbauamts E. Willen z - Mainz. Briefkasten Antwort. Nach genauesten Untersuchungen von Prof. Dr. W, Hoffmann, Stabsarzt in Berlin, ist ein Linoleumboden gegenüber dem Holzfußboden ein „guter“ Wärmeleiter, ist also weniger .fuß- warm“ als ein Holzfußboden. Es ergaben sich als Leitungs ­ quotienten: bei Linoleum: bei 2,2 mm Stärke 4,94—5,63, bei 3 mm Stärke 4,77—5,38, bei 4 mm Stärke 3,88—4,30, bei 7 mm Stärke 3,18—3,75, bei 10 mm Stärke 2,43—3,03 („Panzerlinoleum“ wird nur beim Schiffbau verwendet); bei Korklinoleum: bei 7 mm Stärke 2,98; bei Holzfußböden: Kiefernholz in üblicher Stärke 1,54, bei Parkett in üblicher Stärke 1,45. Hieraus ergibt sich, daß der Holzfußboden ein bedeutend schlechterer Wärmeleiter ist als Linoleum, also auch bedeutend wärmer, ln bezug auf „Eußwärme“ ist also Holz entschieden vorzuziehen, auch ist ein Holzfußboden relativ billiger, da er eine wesentlich längere Dauer ­ haftigkeit hat. B. J. Verantwortliche Schriftleitung: Chefredakteur und Herausgeber Adolf Fausel. Architekt W. Klatte, beide in Stuttgart. Druck : DeutscheVerlags-Anstalt in Stuttgart.