3. Januar 1914 BAUZEITUNG 5 Lehrerseminar Bensheim 1. Obergeschoßgrundriß Satz unter den heutigen Verhältnissen selbst bei Gutach ­ tern aus dem Handwerkerstande nicht mehr als angemes ­ sen angesehen wird. Die Höchstgrenze ist nicht festge ­ legt worden, da Fälle Vorkommen können, in denen in Rücksicht auf besondere Schwierigkeiten der Materie oder auf die mit dem Aufträge verbundenen Gefahren für Leben und Gesundheit des Sachverständigen die vorliegenden Umstände einen außergewöhnlich hohen Stundensatz als gerechtfertigt erscheinen lassen können. Für normale Fälle ist dagegen der Höchstsatz auf 6 M.-Std. festgesetzt worden. Die in den Kreisen der Sachverständigen als unge ­ rechtfertigte Härte empfundene Beschränkung der zu ho ­ norierenden Stundenzahl auf zehn pro Tag ist gänzlich fortgefallen, da auch bei Teilnahme an Terminen außer ­ halb des Wohnortes häufig mehr als zehn Stunden an einem Tage aufgewendet werden müssen. ln § 8 werden als Sätze für Aufwandentschädigung bei Reisen, welche bisher 5 M. pro Tag und 3 M. für jedes Nachtquartier betrugen und nach dem Gesetzentwurf auf 7,50 M. bezw. 4,50 M. erhöht werden sollten, 10 M. bezw. 6 M. verlangt. Für § 12a wird folgende Fassung vorgeschlagen, die zahlreiche bisher häufig vergebliche Reklamationen der Sachverständigen beseitigen würde; „Notwendige bare Auslagen, soweit sie nicht durch den Aufenthalt außerhalb der Wohnung verursachten Aufwand betreffen, werden dem Sachverständigen er ­ stattet. Dies gilt namentlich von den Kosten für eine notwendige Vertretung, Bureaukosten und Entwertung benutzter Instrumente und Geräte. Die Entlohnung von Hilfskräften aller Art richtet sich nach den üblichen Tarifen.“ Hinsichtlich der Entschädigung für Bereithaltung von Instrumenten und Geräten wurde hierbei auf die Gebüh ­ renordnung der Beratenden Ingenieure für Elektrotechnik Bezug genommen, welche als Abnutzungs- bezw. Nach ­ eichungsquote für die jedesmalige Bereithaltung 5 % des Lehrerseminar Bensheim Dachgeschoßgrundriß