48 BAUZEITUNG Nr. 6 sowie die Mehrzahl der Bauten im Niederrheinischen Dorf und das Kolonialhaus. Die Bauten für eigentliche Aus ­ stellungszwecke bedecken zusammen eine Grundfläche von rund 50 000 qm, während die Zweckbauten, wie Verwal ­ tungsgebäude, Theater und Restaurants eine Grundfläche von annähernd 12 000 qm einnehmen. Es handelt sich dabei um 30 selbständige Bauten mit rund 50 Einzelge ­ bäuden, bei deren künstlerischer Bearbeitung etwa 40 Ar ­ chitekten, darunter Künstler, wie Peter Behrens, Theodor Fischer, van de Velde, Bruno Paul usw., beteiligt sind. Das Ausstellungsgelände umfaßt rund 220 000 qm, der Vergnügungspark außerdem 65 000 qm. Personalien Württemberg. Uebertragen: dem Bauwerkmeist^r und Wasserbautechniker Götz bei der Straßenbauinspektion Künzelsau die Stelle eines Bauamtswerkmeisters im Bezirksdienst der Straßen- und Wasserbauverwaltung. Die Stelle eines Staatsstraßenmeisters mit dem Sitz in Saulgau dem Bauwerkmeister Heinle bei der Straßenbauinspektion Calw. E r n a n n t: der Bauwerkmeister Kurz zum Bahnmeister in Beuron. Befördert: der tit. Eisenbahnbau ­ inspektor Kauffmann bei der Eisenbahnbausektion Eßlingen zum Eisenbahnbauinspektor des inneren Dienstes bei der General ­ direktion der Staatseisenbahnen, ferner die Regierungsbaumeister Sch aal zum Abteilungsingenieur bei der Eisenbahnhochbausektion Stuttgart II und Enßlin (Robert) zum Abteilungsingenieur beider Eisenbahnbausektion Eßlingen. In Ruhestand versetzt; der Baurat Wagner, Vorstand der Eisenbahnbauinspektion Weikers- heim seinem Ansuchen gemäß. Baden. Ernannt: der Vorstand der Bahnbauinspektion 1 in Mannheim, Oberbauinspektor E. Müller, unter Verleihung des Titels Baurat zum Kollegialmitglied der Generaldirektion der Staatseisenbahnen ; der Oberbahnmeister A H ö I z 1 e in Karlsruhe zum Bausekretär. Uebertragen: dem Vorstand der Bahnbau ­ inspektion II Basel, Oberbauinspektor R. Roth, die Vorstandsstelle der Bahnbauinspektion I Mannheim, dem Vorstand der Bahnbau ­ inspektion Eberbach, Oberbauinspektor H. Ganz, die Stelle eines Inspektionsbeamten bei der Oeneraldirektion der Staatseisen ­ bahnen, dem Bauinspektor J. K u h n in Heidelberg unter Ver ­ leihung des Titels Oberbauinspektor die Stelle des Vorstandes der Bezirksbauinspektion Heidelberg, dem Regierungsbaumeister R. Maier in Wiesloch untär Verleihung des Titels Bauinspektor die Stelle eines zweiten Beamten der Hochbauverwaltung. Elsaß-Lothringen. Ernannt: Reg.-Baumeister Grötzer zum Kreisbauinspektor, demselben ist die Kreisbauinspektorstelle in Diedenhofen übertragen worden. Bücher Die Baukunst des Schulhauses von Professer Dr.-lng. Ernst Vetterlein in Darmstadt. Zwei Bändchen. (Sammlung Göschen Nr. 443/444). I. Das Schulhaus. Mit 38 Abbildungen. II. Die Schulräume. — Die Nebenanlagen. Mit 31 Abbildungen. Leipzig, G. J. Qöschen’sche Verlagshandlung. Preis: jeder Band in Lein ­ wand gebunden 90 Pfg. Die vorliegenden beiden Bändchen über die „Baukunst des Schulhauses“ sollen allen denen, die beim Bau von Schulhäusern mitzuwirken haben, ein sachlicher und künst ­ lerischer Berater sein. Der Verfasser ist bemüht, die volkswirt ­ schaftlichen und finanziellen Probleme mit den künstlerischen in Einklang zu bringen. Er vermeidet alle überschwenglichen, uto- pistischen Forderungen und will zeigen, wie man auf vernünftige Weise zu gemütvollen Gestaltungen gelangen kann. Durch die eingestreuten ästhetischen Winke möchte er die Augen öffnen für eine gesunde Bauweise, damit alle entstehenden Schulbauten werden was jede menschliche Bildung sein soll: Kulturwerte, deren wir uns niemals vor unseren Enkeln zu schämen haben, Stätten edlen Menschentums und Quellen künstlerischen Schönheitsempfindens! Das gesamte Baugewerbe. Handbuch des Hoch- und Tief ­ bauwesens. Hierzu ein umfangreiches Vorlagewerk und Muster ­ buch des gesamten Bauwesens, enthaltend eine reiche Sammlung von Vorbildern für ganze Bauten, einzelne Motive und Details als Werkzeichnungen, Schnitte, Ansichten und Grundrisse in den ver ­ schiedensten Stilarten bis zum Hochmodernen. Vierte, vollständig neu bearbeitete und vermehrte Auflage. Herausgeber; Geheimer Baurat Hacker und Kgl. Oberbaurat Abraham. Verlag von Bonneß & Hachfeld, Potsdam und Leipzig. Das vortreffliche Werk hat in den Baufachkreisen eine sehr beifällige Aufnahme gefunden. In diesem großen enzyklopädischen Handbuch geben die Verfasser eine Darlegung des gesamten Wissens des Hoch- und Tiefbau ­ wesens. Alle Fortschritte und neuen Erfahrungen haben in dem Buche Aufnahme gefunden. Das weit verbreitete Werk enthält somit alles, was der Fachmann vom Bauwesen für den praktischen Beruf wissen muß. Hackers und Abrahams Buch verdient daher die ernsteste Beachtung aller Baufachmänner. Das überaus reich illustrierte Werk erfüllt wahrhaft seinen Zweck, dem Baubeflissenen ein vortrefflicher Berater auf dem Gebiete des gesamten Bau ­ wesens zu sein. Es wird daher auch in der neuen Auflage sehr großen Nutzen stiften. Veranschlagen von Hochbauten. Von Fritz Schräder, Ar ­ chitekt und Bauschullehrer in Glauchau i. S. Preis gebunden 3 M. (Leipzig, Dr. Max Jänecke, Verlagsbuchhandlung.) Das Veran ­ schlagen ist eine der wichtigsten Kenntnisse für den Baugewerbe ­ treibenden. Das vorliegende Buch gibt nun dem Unternehmer durch das Schema der Vor-, Massen- und Materialienberechnung das Mittel zur Hand, sachgemässes Veranschlagen zu erlernen und auszuführen. Aus dem reichen Inhalt sei nur das Wichtigste er ­ wähnt. Nach einer Einleitung folgt zunächst ein Mustervertrag über Ausführung von Maurerarbeiten, weiter allgemeine Beding ­ ungen für die Ausführung von Arbeiten und Lieferungen, ferner Muster für die technischen Vorschriften bei der Verdingung und Ausführung von Gebäuden in Generalunternehmung zum Pauschal ­ beträge, weiter die Behandlung der Entwürfe zu Hochbauten und deren Veranschlagung, weiter Anschlagsformulare und schließlich alle Einzelheiten des Anschlages mit Normalanschlagspreisen zu ­ nächst für Neubauten, dann für Umbauten und Reparaturen. Sprechsaal Antwort. Die Firma Klenk & Cie., Stuttgart ist an die Südd. Abwasser-Reinigungs-Qesellschaft m. b. H., Ulm übergegangen und führt diese die Hauskläranlagen (System K. K.) aus. Anfrage. In einem neuen, größeren Schweinestall wurden sämtliche Eisenteile zweimal mit grauer Oelfarbe gestrichen und zwar auf vorhandenem Untergrund (mit Graphit grundiert). Nach etwa 8 Tagen wurde der Stall dem Betrieb übergeben. Jetzt nach etwa 3 Wochen wird der Anstrich ganz gelb. Was ist wohl hier die Ursache ? Kann der Unternehmer der Malerarbeit haftbar gemacht werden ?. Oder fehlt es an der genügenden Entlüftung ? N. N. 21. Antwort. Aus der Anfrage geht hervor, daß der Stall gegen Ende Dezember in Betrieb genommen wurde. An und für sich ist diese Jahreszeit zum Bezug eines neuen Stalles so wenig geeignet wie das Beziehen einer neu erstellten Wohnung, ln jedem Stalle entstehen durch die Ausdünstung der Tiere säurehaltige Gase (Ammoniak-Kohlensäure u. a.), welche auf Oelfarben sehr ungünstig einwirken und diese je nach der Art ihrer chemischen Zusammen ­ setzung und dem Grad der Erhärtung früher oder später an ­ greifen und schließlich zerstören. Wenn der Stall schon 8 Tage nach Fertigstellung der An ­ stricharbeit bezogen wurde, so ist zweifellos die Erhärtung des Anstrichs an und für sich und insbesondere während der kalten Jahreszeit nicht in genügendem Maße erfolgt, so daß die nach ­ teiligen Einwirkungen der schädlichen Stalldünste schon nach kurzer Zeit in die Erscheinung treten mußten. Selbstredend Steht dann eine mehr oder weniger rasche Schädigung des Anstrichs auch in engem Zusammenhang mit dem im Stallraum vorgehenden Luftwechsel. Eine direkte Beantwortung der beiden letzten Fragen ist, so ­ weit diese nicht aus dem bisher Gesagten hervorgeht, nur auf Grund der Untersuchung der Verhältnisse möglich. F. Verantwortlich: Karl Schüler, Stuttgart, Richard Gebhardt, Stuttgart. Druck: Gustav Stürner in Waiblingen.