62 BAUZEITUNG Nr. 8 Ein neues, zweckmäßiges Einschaleisen von J. Knappich -Augsburg Je größer die wirtschaftlichen Vorteile einer Neuerung sind, umso größer ist auch für die interessierten Kreise der Anreiz, sich die Erfindung dienstbar zu machen. Jede Maßnahme, die geeignet ist, ein Bauwerk schneller, voll ­ kommener und bequemer herzustellen, sowie die Voraus ­ setzungen für die statische Berechnung der Querschnitte und Größen zu erfüllen, wird deshalb dem Bauunterneh ­ mer willkommen sein. Fig. 1, Frühere und jetzige Entschalung In Figur 1 ist die mit der Neuerung erreichte leichte Entschalung gegenüber der früheren mühsamen und zeit ­ raubenden Methoden bildlich dargestellt, während in Figur 2, 3 und 4 das Einschaleisen „Cisa“ lose in seinen verschiedenen Anwendungsarten gezeigt werden soll. Das neue Einschaleisen besteht aus zwei hochkant ge ­ stellten mit Bohrungen versehenen Flacheisen 1 und 2 (Figur 2), die mittelst Steckstiften 4 in der jeweils erfor ­ derlichen Länge gesichert werden. Beide Flach eisen sind an einem Ende zwecks Aufhängung in die Träger 3 win ­ kelförmig abgebogen. Besondere Vorteile werden durch das Zwischeneisen 5 erreicht, das bei der Herstellung von Decken Verwendung findet und durch die beiden Steck- In den Vorschriften mehrerer Staaten über die Anwen ­ dung für Eisenbeton insbesondere für Decken wird hin ­ sichtlich der Schalung in erster Linie verlangt, daß Durch ­ biegungen und Senkungen während der Ausführung nicht verkommen dürfen und daß die Schalung zu entfernen sein muß, ohne daß man Gewalt anzuwenden braucht. Desgleichen verlangen auch viele Behörden bei Träger ­ decken, daß die I-Träger zur Erreichung absoluter Feuer ­ sicherheit und zum Schutze gegen Durchrosten vollstän ­ dig in Beton gehüllt, d. h. unterbetoniert werden. stifte 6 an den Flacheisen 1 und 2 aufgehängt wird. Das Zwischeneisen, welches aus einem Stück besteht, bedarf demnach keiner direkten Aufhängung in die I-Träger 3, wodurch der Raum unter den I-Trägerflanschen zum Ein ­ legen der Schalbretter für die Unterbetonierung frei wird. Außerdem verringern sich die nachträglich zu verputzen ­ den Aufhängestellen nahezu um die Hälfte. Die Ein- und Entschalung wird durch das Zwischeneisen ganz beson ­ ders erleichtert, da hierzu nur die beiden Stifte 6 zu be ­ dienen sind. Durch die besonders einfache Form des Das ist nun freilich etwas leichter gesagt als getan. Die üblichen Einschalungsmethoden, wie ein Beispiel in der Abbild. 1 (Figur 1) dargestellt ist, sind zum großen Teil von diesem Ideal weit entfernt. Eine Augsburger Firma bringt nun soeben ein neues Einschaleisen, D. R. P. angem., auf den Markt, das die verlangten' Eigenschaften, die als am wichtigsten für die Schalung bezeichnet wurden, nämlich Festigkeit gegen Durchbiegen und leichte Abnehmbarkeit nach Fertig ­ stellung der Betonkörper sowie Unterbetonierung der I-Träger, in hervorragendem Maße besitzt. Zwischeneisens verringern sich auch die Anschaffungs ­ kosten für die Einschaleisen, da für die Deckenschalung ungefähr die Hälfte dieser billigeren Zwischeneisen ver ­ wendet werden können. Innerhalb der Spannweite von 0,60 bis 1,34 m kann das Eisen, das unbegrenzte Lebens ­ dauer besitzt, auf jede Länge in Abständen von 5 zu 5 mm d. h. beispielsweise auf den Abstand zwischen zwei Eisenträgern einer Betondecke, eingestellt werden. Die gleichmäßige Form des Cisa-Eisens gewährleistet schnur- ebene Betonflächen und Unterflächen der Decken.