STUTTGART UTO&i! X 18. April 1914 FÜR WÜRTTEMBERG BADEN-HESSEN-EL SHSS- LOTHRINGEN- Inhalt: Der Umbau der Aspacher Brücke in Backnang. — Ueber die Form statischer Berechnungen. — Vergütung von Bauprojektarbeiten. — Die Baubuchführungspflicht des Teilunternehmers. — Vereinsmitteilungen. — Wettbewerbe. — Kleine Mitteilungen. Personalien. — Bücher. Alle Rechte Vorbehalten. Der Umbau der Aspacher Brücke in Backnang Im Februar 1912 ist die neu erbaute Aspacher Brücke über die Murr in Backnang dem Verkehr übergeben worden. An ihrer Stelle stand vorher eine jener maleri ­ schen alten Steinbrücken mit steilen Auffahrtsrampen, wie sie noch vielfach im Lande zu sehen sind. Aber eben diese Steilheit der Rampen zusammen mit der ge ­ ringen Breite hatten der alten Brücke schon seit langen Jahren trotz ihres schönen Aussehens einen schlechten Ruf verschafft. Ganz besonders war es neben den Bauern aus den umliegenden Landorten auch ein Teil der Indu ­ striellen von Backnang, der unter dem Verkehrshindernis empfindlich zu leiden hatte. Der Fussgängerverkehr war bei dem Fehlen an Gehwegen auf der Brücke gefährdet. So vereinigte sich denn im Jahre 1911 die Staatsstrassen- bauverwaltung, der die Baulast an der im Zug der Staats ­ strasse nach Grossaspach liegenden Brücke oblag, mit der Stadtgemeinde Backnang, die mit staatlicher Unter ­ stützung für die Herstellung der Zufahrten zur Brücke und der Ufermauern oberhalb und unterhalb der Brücke zu sorgen hatte, um gemeinschaftlich dem Uebelstand abzuhelfen. Es war den beteiligten Verwaltungen von Anfang an klar, dass der schmerzliche, aber unvermeidliche Eingriff in eine der schönsten Partien des Backnanger Stadtbildes mit der grössten Schonung erfolgen müsse. An einen blossen Umbau der alten Brücke unter tunlichster Bei- Backnang. Aspacher Brücke über die Murr Qesamtanlage