204 BAUZEITUNO Nr. 26 hauptsächlich darauf ankommt, daß die einzelnen Steine sich nicht untereinander verschieben können, weder seit ­ lich noch in senkrechter Richtung. Nie und bei keinem Steinmaterial sollte man die Mühe scheuen, jeden einzel ­ nen Stein vor dem Einbetten gründlich anzunässen. Bei etwas porigen Steinen ist das ganz unerläßlich, damit dem Einbettungsmörtel nicht die zum Abbinden erforder ­ liche Feuchtigkeit von solchem Stein absorbiert wird. Aus derselben Erwägung sind aber stark poröse Stein ­ arten überhaupt nicht für Mosaikfußböden zu gebrauchen. Selbstverständlich ist dichtes Aneinanderrücken der Steine Bedingung für gute Wirkung des Mosaiks, weil jede stärkere Fugenbildung den einheitlichen Oesamteindruck störend unterbricht. Nach diesem Einbetten werden dann die Steine mit einem flachen Brett durch leichtes be ­ hutsames Aufschlagen festgeklopft, nicht aber gestampft, wie das unglaublicherweise mitunter angeregt wird. Das Nachfüllen der Steinfugen erfolgt hiernach aber nicht schon sofort, sondern erst dann, wenn sich die eingebet ­ teten Steine vollständig mit der Einbettungsschicht gesetzt haben. Die dazu erforderliche Zeit ist natürlich nach Art des Einbettungsmörtels verschieden. Das Fugenfüllungs ­ gabe des Erzeugnisses dieses Schaffens an andere zu bestimmen, insbesondere dieses Erzeugnis auch wirt ­ schaftlich nutzbringend zu verwerten. Das Urheberrecht an Photographien ist heute durch das Gesetz vom 9. Januar 1907 geschützt. Dieses ent ­ hält gegenüber dem früheren Recht wesentliche Neue ­ rungen, auf die hier besonders hingewiesen werden soll. Das Gesetz schützt die Photographien, gleichgültig, ob sie von einem Amateur oder von einem Berufsphoto ­ graphen hergestellt sind und ohne Rücksicht darauf, ob sie künstlerischen Charakter haben oder nicht. Eine künstlerisch ausgeführte Photographie wird nicht zu einem Kunstwerk und genießt auch nicht den längeren Schutz der Werke der bildenden Kunst. Dieser Standpunkt des Gesetzes ist bedauerlich, denn die Dutzendware eines Photographen in der Meßbude und der unbeholfene Ver ­ such eines Amateurs wird genau so geschützt wie ein künstlerisch ausgeführter Pigment- oder Bromöldruck, der vom Verkehr als Kunstwerk bezeichnet wird. Urheber ist, wer die Aufnahme macht oder sie leitet, im photographischen Atelier ist der Geschäftsinhaber Ur ­ heber, mag auch ein Angestellter selbst die Aufnahme Kinderschule und Kinderkrippe in Schorndorf Gesamt ­ anlage Architekt; Bauwerk ­ meister Walker Schorndorf mittel, gleichviel ob Kalk oder Gips oder Zement, ver ­ wendet man in jedem Falle nur als dünnflüssigen Brei. Zum Glattschleifen und Polieren des soweit fertigen Mosaikfußbodens stehen gegenwärtig ganz vorzüglich arbeitende Maschinen zur Verfügung. Wo umfang ­ reichere Aufgaben dieser Art vorliegen, sind sie wegen der mit ihrer Verwendung verbundenen außerordent ­ lichen Zeitersparnis aufs dringendste zu empfehlen. Meist genügt es da schon, wenn man die Maschine nur einmal über den rohen Belag quer und längs hinüberführt, um den Boden völlig eben und poliert zu bekommen. Trotz ­ dem wird diese Maschine wohl nie ganz das Arbeiten mit der Hand (oder dem Fuß) ersetzen. Denn die Ecken des Fußbodens erreicht man mit der Maschine überhaupt nicht. Und außerdem würde ihre Inbetriebnahme für Fußböden kleineren Umfangs viel zu umständlich und unwirtschaftlich. FLR. Der Schutz des photographischen Urheberrechts Von Rechtsanwalt Dr. A. K a h n - Karlsruhe Urheberrecht ist das auf die Tatsache geistigen Schaf ­ fens sich gründende ausschließliche Recht, über die Kund ­ machen, entwickeln und retuschieren. Der Angestellte hat der Leitung des Geschäftsinhabers zu folgen und wird als Stellvertreter des Geschäftsinhabers bei Erwerb des Urheberrechts betrachtet. Wenn jedoch ein Angestellter in seiner freien Zeit auf Ausflügen oder Reisen Aufnah ­ men macht, so erwirbt nur er das Urheberrecht nicht et ­ wa sein Geschäftsherr, denn hier ist er nicht als Ange ­ stellter, sondern als selbständiger Privatmann tätig ge ­ worden. Während früher jede Photographie den Namen und Wohnort des Verfertigers bezw. Verlegers und das Ka ­ lenderjahr des ersten Erscheinens enthalten mußte, ist nach dem neuen Gesetz der Bezeichnungszwang wegge ­ fallen. Ohne weiteres entsteht das Urheberrecht mit der Aufnahme, der Urheber hat nichts weiter zu tun, um sein Urheberrecht ins Leben zu rufen. Es ist gleichgültig, ob die Aufnahme rechtlich und sittlich erlaubt war, denn gerade bei verbotenen oder un ­ sittlichen Aufnahmen kann der Urheber ein Interesse da ­ ran haben, zu verhindern, daß sein Werk in die Oef- fentlichkcit kommt. Das Gesetz stellt den Werken der Photographie alle der Photographie ähnlichen Verfahren gleich, wie Licht ­ druck, Photo- oder Heliogravüre, photographischer Stein- und Metalldruck usw. Das Gesetz gibt dem Urheber