STUTTGART FÜR WURTTGMBGRQ BHDGN • HGSSGH • GL SHSS- LOTHR1NGGH* 16./31. Mai 1916 Inhalt: Durchlaufende Träger mit ungleichen Stützweiten aber gleichem Steifigkeits ­ verhältnis. Zahlenrechtecke und Tabellen für Einflußlinien und Streckenlasten. — Oel-und Fcttrückgewinnungsanlrgen nach System „Oms“ für industrielle Betriebe.— Die Baubuchführungspflicht der Bauunternehmerswitwe. — Kleine Mitteilungen. Alle Rechte Vorbehalten. Durchlaufende Träger mit ungleichen Stülzweilen aber gleichem Steifigkeitsverhältnis. Zahlenrechtecke und Tabellen für Einfluß ­ linien und Streckenlasten. (Von Dr.-Ing. Dr. sc. nat. Lewe, Leiter der Bauprüfungsstelle in Bromberg). (Schluß). Anwendung der Tabellen. Die drei Tabellen 1, 11 und III geben für jegliche Art der Belastung irgend eines durchlaufenden Trägers un ­ mittelbar die Stützmomente X 1( X 2 , X 3 etc. an. Nach Er ­ mittelung dieser Werte können dann alle übrigen Momente Quer- und Auflagerkräfte, wie beim Träger auf 2 Stützen, berechnet werden. Die Abbildung 1 veranschaulicht die von der üblichen abweichenden Bezeichnungsweise. Die einzelnen Stützen sind mit arabischen Ziffern mit 0 beginnend bezeichnet; die Oeffnungen werden durch 2 Zahlen entsprechend den benachbarten Stützen angegeben. Die Indices der Be ­ sten Auflage der Hütte des Bauingenieurs S. 130 bis 132 zu ersehen. Die Art der Zusammensetzung geht aus der Abbildung 1, die Art der Kurve aus der Abbildung 2 mit eingetragenen Ordinatenwerten heivor. Der Abkürzung halber ist die Kurve mit a - Linie, die w d - Kurve mit ß - Linie bezeichnet. Die erste Reihe der Tabelle II gibt ebenfalls die Ordinaten der a- Linie an. ln den Zahlenrechleckcn 1 bedeuten die oberhalb an ­ geschriebenen Zahlen 0, 1, 2 usw. die Stützen, zwei nebeneinander stehende Zahlen also eine Oeffnung, z. B. 2 und 3 die Oeffnung 1 23 . Die Einflußlinie irgend eines Stützmoments, z. B. desjenigen über der Stütze 2, d. i. Zeichnungen der statisch unbestimmten Stützmomente X,, X 8 , X 3 etc. weisen auf die zugehörigen Stützen hin; ebenso bezeichnen 1 01 , 1, 2 , 1 23 etc. die Stützweiten. Sind Joi. J12 y J2» etc. die > n den einzelnen Oeffnungen als unveränderlich angenommenen Trägheitsmomente des Trägers, so lautet die in der Ueberschrift angedeutete Voraussetzung gleichen Steifigkeitsverhältnisses: = JiiL = >I3_ = . . . . const. J 01 J 12 J 23 Die Tabelle II gibt in Verbindung mit den Zahlen ­ rechtecken I direkt die Einflußlinien der statisch unbe ­ stimmten Stützmomente an. Eine solche Einflußlinie setzt sich nach dem bekannten Werke von Müller-Breslau 1 ) aus zwei einander symmetrischen Parabel-Kurven linear zusammen. Das Nähere darüber ist aus der neue- *) Müller - Breslau, Graphische Statik der Baukonstruktionen 2. Band, 1. Abtlg., S. 402, Formel 42 und 43. X 2 für eine Oeffnung, z. B. 1 23 des Trägers über vier Oeffnungen, erhält man, wenn man die beiden Zahlen in der der Stütze entsprechenden Horizontalreihe, die unter den Zahlen der betreffenden Oeffnungen stehen, mit den Kurvenzahlen a und ß je multipliziert, addiert und die Summe mit der Stützweite multipliziert. In dem gewählten Beispiel hat die Einflusslinie die Form: X 2 =- (0,28570 a - 0,07143 ß) 1 23 . . . . 1) Die Zahlenrechtecke I zeigen Symmetrie zu der fettge ­ druckten von links oben nach rechts unten gehenden Diagonale, die deshalb fürderhin Hauptdiagonale heißen soll. Die Hauptdiagonale enthält die größten Zahlen ­ werte, rechts derselben verkleinern sich die Zahlen im Verhältnis der oberhalb zwischen den Spalten angeschrie ­ benen -7 - Werte, links im Verhältnis der unterhalb des letzten Zahlenrechtecks angeschriebenen ^ -Werte. Auch